Rubrik: Feature

Neue Aktien an der Börse München. Diesmal geht es um Haustiere (Petco Health), Videos (Vimeo), norwegischen Kabeljau (Norcod), japanischen Maschinenbau (DMG Mori), polnisches Papier (Arctic Paper), Elektronik aus den USA (Hubbell), Dünger aus alten Autobatterien (Cinis Fertilizer), italienische Luxusstoffe (Ermenegildo Zegna), Tortillas (Tortilla) und Süßkram (Tootsie Roll Industries).

Plusvisionen richtet ein paar schnelle Fragen an die beiden PhamaSGP-Vorstände Natalie Weigand (CEO) und Michael Rudolf (CFO). Sie geben Auskunft über die guten Zahlen des dritten Quartals sowie das bewährte und skalierbare Geschäftsmodell. Wir erfahren aber Neuigkeiten zu den Plänen im M&A-Bereich und zu den langfristigen Zielen der Gesellschaft.

Schlimm, schlimmer, Synlab! So könnte man den Kursverlauf des Labor- und Diagnostikdienstleisters beschreiben. Denn längst ist jegliche Corona-Euphorie aus der Aktie gewichen. So ging es vom Rekordhoch bei 25 Euro, den der Titel im November 2021 erreicht hatte, zwischenzeitlich bis auf 11,72 Euro nach unten – obwohl das Unternehmen kontinuierlich wächst und zwischenzeitlich seine Prognosen erhöhte. Nun werden auch Analysten zuversichtlicher, weshalb der Kurs der Aktie (A2TSL7) etwas anzieht.

Nach einem guten ersten Halbjahr geht es bei dem USU Software auch im dritten Quartal mit einem Umsatzanstieg von 16,6 Prozent auf 32,6 Millionen Euro dynamisch weiter. Der IT-Dienstleister hat sich auf wissensbasiertes Service-Management (FAQ-Bots), Big Data, Lizenzmanagement und Beratung spezialisiert. Besonders gut lief es dabei im Auslandsgeschäft. Charttechnisch hat sich eine spannende Situation herauskristallisiert.

Eine deutliche Geschäftsausweitung steht bei der Securize IT Solutions an, die – zuletzt wenig beachtet – im Freiverkehr der Münchener Börse gehandelt wird. Bestand die Gesellschaft bislang hauptsächlich aus der 100-Prozent-Tochter Diso (Umsatz rund 9 Millionen Euro), die vorwiegend in der Schweiz Cloud-Dienstleistungen anbietet, ist nun ein großer Zukauf geplant. Denn mit dem Ettlinger Server- und Storagespezialisten RNT Rausch kommt ein Unternehmen ins Portfolio, welches seit Jahren kontinuierlich profitabel wächst und rund 24 Millionen Euro im laufenden Jahr umsetzen wird.

Bei Aixtron, einem Hersteller von Dispositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, läuft es schon seit einiger Zeit ziemlich gut – Ende Oktober wurde die Prognose angehoben. Das zeigt sich auch am Kursverlauf: Notierte die Aktie Ende 2020 noch bei rund zehn Euro sind es nun mehr als 30 Euro. Jüngst hat sich sogar ein neues technisches Kaufsignal ergeben.

Die Talanx-Aktie befindet sich mit einem Kursniveau um 42 Euro nahezu exakt auf dem Niveau vom Jahresbeginn. Dies hört sich zunächst sehr harmlos an. Doch das Jahr 2022 war durchaus ereignisreich. Entsprechend schwankungsfreudig zeigte sich die MDAX-Aktie (TLX100), der wir allerdings aktuell weitere Kursgewinne zutrauen, auch, weil der Aufwärtstrend intakt ist.

Manchmal ist es kurios an der Börse: Derzeit kommt Morphosys auf einen Börsenwert von 508 Millionen Euro. Gleichzeitig werden Stand Ende September Zahlungsmittel in einer Höhe von 1.038 Millionen Euro ausgewiesen. Die Anleger handeln die Morphosys-Aktie somit derzeit lediglich mit der Hälfte des Cash-Bestandes. Ist das übertrieben? Wie die Chancen auf eine Wende stehen.

Anfang August verweisen wir auf die Stärke des Lanxess-Konzerns in schwierigen Zeiten, nachdem der Konzern gute Zahlen für das zweite Quartal vorlegte. Inzwischen ist auch das Ergebnis des dritten Quartals veröffentlicht. Und wieder zeigten die Kölner eine relativ gute Entwicklung. Und trotzdem notiert die Aktie jetzt – wie auch im August – im Bereich um 37 Euro.

Die Aktie von 2G Energy hat in diesem Jahr gelitten – und befindet sich seit April in einem intakten Abwärtstrend. Jetzt pirscht sich das Papier wieder an die 200-Tage-Durchschnittslinie heran. Ein Überschreiten wäre ein gutes Signal für die 2G-Optimisten, allerdings ist die Aktie in diesem Jahr, nach dem vermeintlichen Knacken dieser Barriere, zweimal wieder zurückgefallen – klassische Bullenfallen. Was könnte diesmal anders sein?

Wie schnell, sich die Entwicklung bei ThyssenKrupp wandelt, zeigt sich an den neuesten Geschäftszahlen für das zum 30. September beendete Geschäftsjahr 2021/22. Es brachte einen Gewinn nach Steuern von 1,2 Milliarden Euro, nachdem in 2020/21 noch ein kleiner Verlust angefallen war. Für das nun laufende Geschäftsjahr 2022/23 erwartet der Vorstand nun immerhin „mindestens“ ein ausgeglichenes Ergebnis, nachdem die Konjunkturschwäche den Stahlkonzern erfasst hat. Die Aktie (750000) reagiert gelassen auf die Ankündigungen.

Gelingt bei GK Software der Ausbruch aus dem Abwärtstrend? Für eine Fortsetzung der aktuellen Aufwärtsbewegung würden die jüngsten (vorläufigen) Neunmonatszahlen sprechen: Danach wächst GK Software mit einem Umsatzplus von 18,1 Prozent auf 113,0 Millionen Euro weiter ordentlich. Sehr erfreulich ist in Zeiten steigender Energie- und Personalkosten auch die Entwicklung des Betriebsgewinns (Ebit) mit einem Zuwachs von fast 50 Prozent auf 17,2 Millionen Euro, sodass eine schöne Ebit-Marge von 15,2 (Vorjahr: 12,0 Prozent) erreicht wurde.