Rubrik: Cash Test Dummy

Es gibt ja „so“ Aktien … Da fallen einem als Anleger lediglich dezente Kraftausdrücke ein. Die Papiere der Deutschen Bank zählen zweifellos dazu. Ältere Anleger mögen sich noch erinnern: Die Deutsche Bank war einmal eines der bedeutendsten Unternehmen hierzulande. Nun erzielt die Deutsche Bank für 2023 einen Vorsteuergewinn von 5,7 Milliarden Euro und kündigt 1,6 Milliarden Euro an Ausschüttungen an Aktionäre an.
Was tun mit dieser schwierigen Aktie?

Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten, lautet eine Fußballweisheit von Trainer-Legende Sepp Herberger. An der Börse ist da in der Regel mehr Ausdauer gefragt, um Erfolg zu haben, so denkt die Beteiligungsgesellschaft One Touch Football (OTF) in Zeiträumen von vier bis sechs Jahren. One Touch Football will mit Beiteiligungen an Fußball-Vereinen der zweiten und dritten Liga in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Benelux und Skandinavien Erfolg haben. Könnte das auch ein lohnendes Geschäft für Aktien-Anleger werden?

Im vergangenen Jahr kletterte der Gesamt-Getränke-Absatz der BHB Brauholding um 19 Prozent auf 198.000 Hektoliter. Der Umsatz verbesserte sich um 29 Prozent auf 16,7 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) betrug 2,1 Millionen Euro und der Betriebsgewinn (Ebit) 546.000 Euro, nach 552.000 Euro (einschließlich Corona-Überbrückungshilfen). Unter dem Strich blieb ein Konzernjahresüberschuss von 350.000 Euro. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Verrückte Welt: Scheinbar aus dem Nichts ist plötzlich wieder Inflation da, nur vorübergehend sagen manche, aber ob dem wirklich ist? Die Inflation könnte unerwartete Folgen haben. Einen Blackout zum Beispiel und dass womöglich Brot knapp wird. Wie das alles mit dem Düngemittel-Produzenten K+S und dem Brennstoffzellen-Hersteller SFC Energy zusammenhängt, wird in Cash Test Dummy erklärt.

Corona ist auch zu einem – schnellen – Geschäft geworden. Gut abzulesen ist das am Kursverlauf der Nanorepro-Aktie: Mit Beginn der großen Test-Fantasie, Anfang des Jahres, schoss sie in Stratosphäre. Dann folgte die Ernüchterung. Inzwischen nähert sich die Aktie wieder der 200-Tage-Durchschnittslinie. Ist der Höhenflug damit endgültig vorbei – oder ist es ein Schwungholen vor einem neuen Aufschwung?

Was hat die Diskussion um ZeroCovid oder NoCovid mit Aktien oder der Börse zu tun? Letztlich sehr viel, schließlich geht es um die Frage, wie Corona-Pandemie überwunden werden kann oder wie wir als Gesellschaft lernen mit dem Sars-Cov-2-Virus zu leben. Einen „Aktionsplan für einen europaweiten koordinierten Schutz vor der neuen Sar-Cov-2-Variante“, wie es sperrig heißt, haben nun die Wissenschaftler Viola Priesemann (Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation), Melanie Brinkmann (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung), Andreas Peichl (Ifo Institut) und andere entwickelt. Kernziel ist die „zügige Senkung der Fallzahlen in Europa“. Radikal bis auf Null, eine Nummer kleiner geht es nicht.

Wie eine Untersuchung der Hamburger Sutor Bank zeigt: DAX-Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie in die Zukunft gerichtet sind. In den vergangenen 20 Jahre gab es gerade einmal in zwei Jahren eine Diskrepanz zwischen der durchschnittlichen DAX-Prognose von Analysten und tatsächlicher DAX-Entwicklung unter zwei Prozentpunkten – 2004 und 2015. Was wird 2021 bringen? Positiv: Die EZB druckt nach wie vor gewaltige Mengen Geld.

Die Deutsche Bundesbank sorgt sich aufgrund der demografischen Entwicklung um die gesetzliche Rente. Wird nicht der Bundeszuschuss drastisch erhöht, sind wohl tendenziell sinkende Altersrenten bei einem gleichzeitig höherem Renteneintrittsalter die Folge. Ist da die private Vorsorge die Rettung, jetzt wo es keine Zinsen mehr gibt? Selbst für zehnjährige Bundespapiere sind die Realzinsen schon seit Jahren negativ.

Künstliche Intelligenz ist zum Kurstreiber an den Börsen geworden. Unternehmen wie Tesla, Uber oder Lyft, die auf künstliche Intelligenz setzen, werden an der Börse mit Milliarden bewertet. Wework brachte es vorbörslich auf abenteuerliche Werte. Der Börsengang wurde dann aber abgesagt. Aber ist künstliche Intelligenz überhaupt (schon) intelligent? Und was ist dann mit den Kursen und den Bewertungen?

Es stellt sich die Frage, ob ein Aktionär überhaupt eine hohe Dividende einfordern sollte, zumal wenn die Zinsen, als eine Alternative Anlagemöglichkeit, sehr niedrig sind? Wie ist das mit der Dividenden-Rendite und was ist von Aktienrückkäufen zu halten. Die Deutsche Bank etwa hat dabei kein sehr glückliches Händchen (wen wundert es?) bewiesen und viel Geld verbrannt.

2018 betrug der durchschnittliche Einlagenzins nur 0,19 Prozent und die Inflationsrate 1,93 Prozent, woraus sich ein negativer Realzins im abgelaufenen Jahr von minus 1,74 Prozent errechnet. In der Summe macht das einen Kaufkraftverlust von insgesamt 38,9 Milliarden Euro oder 470 Euro pro Bundesbürger im Jahr 2018 aus. Zu diesen Ergebnissen kommt der comdirect Realzins-Radar. Anleger sollten sich daher genau überlegen, welchen Teil sie kurzfristig verfügbar halten wollen.

Nach einer Auswertung der Hamburger Sutor Bank verzichten Frauen überdurchschnittlich häufig auf Aktienfonds beim Vermögensaufbau in Form von vermögenswirksamen Leistungen (VL). Woran liegt das? Dabei muss die Anlegerin (oder auch der Anleger) keinen eigenen Cent investieren, wenn der Arbeitgeber die Sparraten übernimmt. Das kann bei vermögenswirksamen Leistungen (VL) bis zu 40 Euro monatlich für eine Anlage in einen Banksparplan, einen Fondssparplan oder einen Bausparvertrag ausmachen. Hinzu kommt noch die staatliche Förderung.