Rubrik: Feature

Im Januar waren wir zu optimistisch für die Hugo Boss-Aktie (A1PHFF), die damals im Bereich um 58 Euro notierte. Denn die damals angesprochene Unterstützung bei 55 Euro erwies sich leider nicht als robust. So rutschte die Aktie des Modekonzerns gar bis auf das aktuelle Niveau um 42 Euro durch. Auch die Bekanntgabe einer Kooperation mit David Beckham konnte die Abwärtsbewegung bislang nicht stoppen. Nun erfolgt ein neuer Versuch. Wir klären auf.

Anlagezertifikate und Hebelprodukte gehören inzwischen in jedes gut diversifizierte Wertpapierdepot. Daher ist es umso wichtiger, dass auch die Anleger eine Orientierung erhalten, welcher Emittent dieser Produkte besonders gut arbeitet. So hat sich Feingold Research vor zwei Jahren entschlossen, ihre schon viele Jahre durchgeführte Servicestudie zu Zertifikate-Emittenten zum Deutschen Zertifikatepreis auszubauen. Nun geht es bereits ins dritte Jahr: Machen Sie mit bei der Publikumsumfrage und stimmen Sie ab [HIER klicken], es gibt tolle Preise zu gewinnen.

Mit Rüstungsaktien ist das immer so eine Sache: Werden sie an der Börse gefeiert, steht es meist nicht gut um den Frieden in der Welt, im schlimmsten Fall sterben Menschen, tausendfach, so wie jetzt auf den Schlachtfeldern der Ukraine. Sind diese Waffenschmieden per se zu verdammen, auch aus den Portfolios? Natürlich wäre ein Welt ohne Krieg und Konflikte eine bessere Welt, aber so ein Auenland scheint utopisch. Als probates Mittel gegen den Krieg hat sich im Kalten Krieg die Vorbereitung auf diesen erwiesen. Gerade fallen Rüstungsaktien an der Börsen, die Kurse von Renk, Hensoldt, Rheinmetall und anderen bewegen sich nach unten. Was die Börse damit sagen will und wie es weitergeht.

Zum Wochenschluss wenden sich die Anleger vom Kapitalmarkt ab. Schuld an einem deutlich fallenden DAX ist aber nicht das am Abend anstehende Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft sondern die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den angekündigten Neuwahlen in Frankreich. So rutscht auch das Papier des Nutzfahrzeugherstellers Traton auch kräftig ab. Allerdings hat das Minus von bis zu sieben Prozent auch einen anderen Grund, nämlich den Dividendenabschlag. Wir klären auf.

Ende Mai (2024) hat MS Industrie bekannt gegeben, dass sich die Schunk Sonosystems mit einer einfachen Mehrheit an der MS Ultraschall Technologie beteiligen wird. Über den Kaufpreis und die konkrete Beteiligungshöhe wurden keine weiteren Angaben gemacht. Mit Vollzug der Transaktion (im Juli) wird die MS Industrie den Geschäftsbereich Ultraschall nicht mehr voll konsolidieren, sondern entsprechend der Beteiligungsquote als At-Equity-Vermögenswert bilanzieren. GBC Research passt sein Prognose an.

Knapp 20 Prozent legte die Bilfinger-Aktie seit unserer Besprechung im Februar zu. Doch damit scheint der Titel weiterhin nicht ausgereizt, denn der Dienstleistungskonzern schraubte seine Umsatzziel nach oben, nachdem ein im Herbst 2023 erfolgter Kauf nun abgeschlossen ist. Da die Integration Geld kostet, sinkt allerdings die Profitabilität geringfügig. Doch dies dürfte nur ein kurzfristiger Effekt sein.

Zeal Network ermöglicht online, über die Marken Lotto24 und Tipp24, die Teilnahme an staatlich lizensierten Lotterien und bietet zusätzlich auch eigene Lotterie-Produkte und Online-Games an. Sehr erfolgreich verlief auch der Start ins neue Jahr 2024 mit einem Plus beim Transaktionsvolumen aus Lotterien von 22 Prozent auf 246,3 Millionen Euro im ersten Quartal. Das Unternehmen profitiert von Lotto-Jackpots. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Das war ein gutes Timing: Rund eine Woche nach unserem Interview mit Vorstandschef Johannes Schmidt meldete Indus tatsächlich einen Zukauf in Großbritannien, nachdem der Firmenchef auf das gute Umfeld für Akquisitionen hinwies. Doch auch das erste Quartal lief ordentlich, weshalb der CEO auch den Ausblick bestätigte.

Es sieht so aus, dass der deutsche Kurszettel wieder um einen Nebenwert ärmer wird. Denn Vectron steht kurz vor der Übernahme durch die nordamerikanische Shift4-Unternehmensgruppe. Diese strebt eine vollständige Übernahme an, die auch zum Ende der Börsennotiz von Vectron führen wird. Die Analysten von GBC bezeichnen das Übernahmeangebot von 10,50 Euro pro Aktie als fair, zumal dies in etwa dem vorher ausgerufenen Kursziel der Experten entspricht.

Hübsch geht es mit den M1 Kliniken im ersten Quartal weiter: Der Anbieter schönheitsmedizinischer Behandlungen steigert im ersten Quartal den Umsatz um 9,6 Prozent auf 84,2 Millionen Euro. Deutlich steiler aufwärts geht es mit dem Betriebsgewinn (Ebit), er legt um 70 Prozent auf 6,8 Millionen Euro zu. Entsprechend verbessert sich die Ebit-Marge von 5,3 auf ansehnliche 8,1 Prozent. Besonders adrett war die Entwicklung im Kerngeschäft Beauty, mal wieder. Geht nach der Kurs-Rallye noch mehr?

Seit gut einem Jahr geht es mit der Aktie von Friedrich Vorwerk wieder aufwärts – heute glänzt das Papier mit einem prozentual zweistelligen Kursplus. Die Börse schöpft wohl, angesichts einer guten Auftragslage, Hoffnung auf eine verbesserte Profitabilität. Wird sich der Aufwärtstrend fortsetzen?

Schon seit dem Morgen des 27. Mai schwirren Hilferufe durchs Internet, dass viele User nicht telefonieren und über das Handynetz von United Internet (unter der 1&1 AG (554550)) nicht surfen können. Es geht dabei um Kunden, die der Konzern bereits auf sein eigenes, noch recht neues Netz (5G) aufgeschaltet hat. Diese waren vorher auf dem angemieteten O2-Netz (4G) unterwegs und mit der Leistung durchaus zufrieden. Die Auswirkungen für den Konzern dürften aber erheblich sein. Denn Gesetze und Vorschriften sehen Schadenersatzzahlungen vor. Noch schlimmer dürfte aber der Imageverlust sein. Daher sind Kursverluste für die United Internet-Aktie (508903) wesentlich wahrscheinlicher, als Kursgewinne.