Panik-Indikatoren // Dax, Deutsche Bank, Eon, RWE, Barrick Gold, Telekom, Bund Future, Yen, Gold

by • 11. Februar 2016 • Marketwatch, VideosComments (0)1524

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll:

In Japan haussiert der Yen gegenüber dem Dollar. Die Bank von Japan wollte mit den Negativ-Zinsen sicherlich etwas anderes erreichen. Ein steigender Yen ist tendenziell eine Belastung für die schon ohnehin ächzende japanische Industrie. Der Nikkei fällt entsprechend stark. Gründe für die Yen-Hausse: Yen-Carry-Trades werden aufgelöst. Das ist wohl das Ende der Abenomics.

In den USA befinden sich die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen nur noch bei 1,55 Prozent. Für 5-jährige US-Staatsanleihen gibt es noch 0,995 Prozent Rendite. Mehrjahrestiefs. Seit die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) die Leitzinsen erhöht hat, haussieren Bonds und fallen entsprechend die Kapitalmarktrenditen. Auch hier hatte die Notenbank sicherlich etwas anderes im Sinn. Die Leitzinserhöhung könnte als größte Fehlentscheidung einer Notenbank in die Geschichte eingehen. Noch sieht Fed-Chefin Janet Yellen keinen Grund für eine Leitzinssenkung. Könnte noch kommen, wenn die Baisse an den Aktienmärkten anhält.

Der Bund Future klettert auf ein neues Allzeithoch. Die Umlaufrendite bewegt sich wieder in Richtung Null. Die Aufwärtsbewegung beim Bund Future scheint sich eher noch zu beschleunigen.

Schweden senkt die Leitzinsen auf minus 0,5 Prozent.

Europäische Banken-Aktien crashen. Die Risiko-Prämien steigen auf lange nicht erreichte Höhen. Gleichzeitig mit einem wahrscheinlicher werdenden Zahlungsausfall der Deutschen Bank, steigt auch die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls Deutschlands. Weil der Staat demnächst die Deutsche Bank retten muss?

 

Mit dem Öl-Preis geht es wieder abwärts.

Der DAX bricht erneut ein und nähert sich der Unterstüzungszone bei 8.655 Punkten (Aufwärtstrend seit 2009).

Und ja, es ist einfach kacke, wenn Gold steigt. Dann ist Krise. Zumal auch hier der Anstieg an Geschwindigkeit zulegt.

Die Implosion der Deutschen Bank setzt sich wieder fort. Das Gerücht über den möglichen Rückkauf eigener Anleihen (Schulden) hat gerade mal einen Tag den Kurs getragen. Jetzt werden schon wieder die Risiken gesehen. Zur schlechten Stimmung haben sicherlich die neusten Zahlen von Konkurrent SocGen beigetragen. Die Franzosen mussten Rückstellungen für Öl-Geschäfte bilden. Die SocGen-Aktie büßt zeitweise 13 Prozent ein. Bei einem Derivate-Portfolio der Deutschen Bank von 52 Billionen Euro kann einem da schon Angst werden. Unter deutlichen Abschlägen leidet auch die Commerzbank-Aktie. Die Baisse im Banken-Sektor hat sich noch nicht ausgetobt. Im Gegenteil, die Risiken steigen derzeit noch. Mehr zur Deutschen Bank hier im Video.

 

Es sah ja mal so aus, als könnten sich die Versorger Eon und RWE stabilisieren. Nun befinden sich die Kurse jedoch schon wieder auf dem Niveau der Dezember-Tiefs. Hoffnungsschimmer: wenigsten wurden diese noch nicht unterschritten. Wie bei den Banken machen sich auch hier die Anleger Gedanken über ein tragfähiges zukünftiges Geschäftsmodell. Ein heftiger Belastungsfaktor sind die nach wie vor fallenden Energiepreise. Außerdem gibt es Gerüchte über Dividenden-Kürzungen.

Vergleichsweise gut hält sich die Aktie der Deutschen Telekom. Noch? Bislang wurde das August-Tief aus dem vergangenen Jahr nicht unterschritten, was von relativer Stärke zeugt. Aber es „schreit“ auch nichts zum Einstieg.

Dagegen sieht es bei Barrick Gold nach langer, langer, langer Zeit mal wieder so aus als könnte sich die Aktie dauerhaft von ihren Tiefs lösen. Nun werden allerdings die Widerstandmarken härter.

 

Bund_Future_110216

 

Yen_Dollar_110216

 

Bildquelle: Fed [bearbeitet]

 


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