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Evonik Aktie // RAG-Stiftung macht Kasse und drückt den Kurs

by • 14. Januar 2020 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (0)507

Als wir uns im November [hier klicken] mit Evonik beschäftigt hatten, stand die Aktie auf einem nahezu identischen Niveau wie heute, nämlich im Bereich von 25 Euro. Zwischenzeitlich notiert das Evonik-Papier (EVNK01) allerdings bereits auf einem Zwischenhoch bei 27,59 Euro.

Doch am Montagabend platzierte die RAG-Stiftung in einem beschleunigten Platzierungsverfahren mehr als 24 Millionen Aktien bei institutionellen Anlegern. Damit trennte sich der Großaktionär von rund 5,4 Prozent des Grundkapitals und hält nun nur noch knapp 59 Prozent der Anteile. Der Verkaufspreis lag bei 25,30 Euro pro Stück. Zum Vergleich: Auf Xetra schloss die Aktie am Montag bei 26,57 Euro, ehe die News den Kurs nachbörslich belastete.

Der Schritt der RAG-Stiftung kommt etwas überraschend. Zudem war zunächst „nur“ der Verkauf von Aktien im Bereich von 5,2 Prozent des Grundkapitals vorgesehen, aber die Nachfrage bei den Fondsmanagern und Vermögensverwalter war größer als erwartet, so konnte die Stiftung mehr Anteilscheine umplatzieren.

Mittelfristig ist das für die im MDAX notierte Evonik-Aktie allerdings positiv. Denn nun dürfte die Stiftung in naher Zukunft keine weiteren Papiere auf den Markt werfen. Zudem zeigen die hohe Nachfrage und der nahe dem Vortagskurs liegende Platzierungspreis, dass die Marktteilnehmer weiterhin von Evonik überzeugt sind. Und auch der Platz im MDAX ist mit einem höheren Streubesitz noch sicherer.

Fundamental ist Evonik (EVNK01) mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 und einer Dividenden-Rendite von 4,3 Prozent durchaus ein aussichtsreicher Wert für den Langfristanleger, der auf zyklische Papaiere setzt. Damit bleibt unsere Meinung unverändert zur Einschätzung vom November [hier klicken]. Charttechnisch hat der Abschlag nun aber das Bild belastet, da er den Ausbruch nach oben (über 27 Euro) nun kurzfristig sehr unrealistisch werden lässt.

Wer also eher auf schnelle Gewinne abzielt, der ist in dem schon im November vorgestellten Bonus-Zertifikat mit Cap (PZ5PMV) besser aufgehoben. Es bringt aktuell immerhin noch eine Maximalrendite von 6,2 Prozent (14 Prozent p.a.), wenn die Evonik-Aktie bis zum 19. Juni 2020 über 20 Euro (Abstand: mehr als 21 Prozent) verweilt. Gelingt dies nicht, dann tilgt der Emittent in Cash, entsprechend dem dann gültigen Aktienkurs.

Evonik-Akite (Tageschart): durch den aktuellen Kursverlusten ist ein schneller Ausbruch nach oben unrealistisch

Evonik Aktie, Chart

Bildquelle: Evonik

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