Hawesko

Hawesko-Aktie // Über Gebühr bestraft

Von • 11. August 2022 • Anlagevisionen, Feature, KompaktvisionenComments (0)712

Als wir im April zuletzt über Hawesko berichtet hatten, notierte die Aktie (604270) noch im Bereich um 50 Euro [HIER klicken]. Aktuell kostet das Papier des Wein- und Sekthändlers rund 15 Prozent weniger. Schuld daran trägt vor allem das schwache Marktumfeld mit einer sinkenden Konsumlaune. Die am Mittwoch veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigen auf der Umsatzseite, dass Hawesko weiter gut im Geschäft ist. Allerdings mangelt es an Profitabilität. Trotzdem billigen wir dem Wert auf dem erniedrigten Niveau neue Kurschancen zu.

Beim Umsatz lagen die Norddeutschen mit 312 Millionen Euro rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert von 325 Millionen Euro, welches von einer Corona-Sonderkonjunktur geprägt war. Diese hatte vor allem das margenstarke Online-Geschäft deutlich nach vorne gebracht. Trotzdem liegt der Konzern mit seinem Umsatz aber über den Werten von 2020 und früher, also der Zeit vor dem Ausbruch der Pandemie.

Beim operativen Ergebnis (Ebit) kam es zu einem herben Rückgang um 45 Prozent auf 17,1 Millionen Euro, was allerdings mehr ist als im Jahr 2020. Damals lag das Ebit bei 13,1 Millionen Euro. Der Vorstand begründet den Ertragseinbruch mit einem veränderten Umsatzmix mit einem höheren Anteil des margenschwächeren B2B-Umsatzes, dem Wiederkehren von während der Pandemie entfallenen oder deutlich niedrigeren Kosten und mit Inflationseffekten.

Börsenspiel Trader

Beim Ausblick auf das Gesamtjahr 2022 erwartet der Vorstand unverändert einen geringen Umsatzrückgang zwischen einem und sechs Prozent. Beim Ebit soll die Marge allerdings nun eher am unteren Rand der prognostizierten sechs bis sieben Prozent liegen.

Charttechnisch hat die Aktie allerdings im Bereich um 40 Euro einen Boden gefunden. Dazu passt auch die günstige Fundamentalbewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14 und einer geschätzten Dividenden-Rendite von mindestens vier Prozent. Langfristanleger können daher die Schwäche zum Nachkauf beziehungsweise Positionsaufbau nutzen.

Hawesko-Aktie (Tageschart): Boden scheint gefunden

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Bildquelle: Hawesko, Chartquelle: guidants.com
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