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Rubrik: Börsenvisionen
Turbulente Zeiten an den Börsen durch die Zoll-Volten Donald Trumps. Die Aktie der Merkur Privatbank lässt das weitgehend unbeeindruckt – sie notiert nach wie vor im Bereich von 15 Euro. Erst kürzlich hat die Bank mit den Geschäftsbereichen Bauträger-, Immobilien-, Mittelstands- und Leasingfinanzierung sowie einem bedeutenden Vermögensverwaltungssegment seine Zahlen für das Jahr 2024 vorgelegt. Nun wurde die Dividende für 2024 bekanntgegeben.
Obwohl die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 eher am unteren Rand der Analysten-Erwartungen lagen, kann die Vossloh-Aktie (766710) an diesem Donnerstag kräftig zulegen. Verantwortlich dafür ist ein optimistischer Ausblick auf das laufende Jahr 2025, nachdem der Auftragseingang auf ein neues Rekordhoch geklettert ist und weitere Aufträge durch die Staatsmilliarden folgen dürften.
Die Merkur Privatbank legt ihr Jahresergebnis 2024 vor. Das Münchner Haus wächst profitabel. Das ist erstaunlich, da 57 Prozent des Kreditportfolios von 3,3 Milliarden Euro, plus 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aus dem Geschäft mit Bauträgern kommen. Bekanntermaßen befindet sich die Baubranche in einer tiefen Krise, es wird viel zu wenig gebaut. Die Merkur Privatbank konnte das offenbar gut ausgleichen, was vor allem an einem Bereich lag. Was das für die Aktie bedeutet.
Bis auf ein historisches Tief bei 18,41 Euro war die Bayer-Aktie Ende des Jahres 2024 abgestürzt. Dabei belastete weiterhin die wohl teuerste und vom Größenwahn getriebene Unternehmensentscheidung, nämlich der milliardenschwere Kauf von Monsanto. Im Zuge des freundlichen Gesamtmarkts erholt sich das Bayer-Papier allerdings zuletzt bis in den Bereich von 25 Euro. Am vergangenen Freitag rutschte der Titel dann aber wieder mehr als sechs Prozent ab. Wir klären auf.
Die DHL-Aktie (555200), früher bekannt als das Papier der Deutschen Post, sprang heute mehr als zehn Prozent in die Höhe. Ein riesiges Kostensenkungsprogramm ist dafür der maßgebliche Kurs-Treiber. Denn die gleichzeitig veröffentlichten Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2024 lagen weitestgehend im Rahmen der Erwartungen. Wir können kurzfristig allerdings nicht im vollen Umfang auf die Euphorie-Welle aufspringen, sehen langfristig aber durchaus Kurschancen.
Der Börsengang von Steyr Motors, Ende Oktober 2024, verlief ohne Euphorie. Über Wochen bewegte sich die Aktie grob zwischen 13 und 14 Euro, der Ausgabepreis lag bei 14 Euro. Erst vor wenigen Tagen kam Schwung in die Aktie und brachte den Titel bis auf 18 Euro. Ist das der Beginn eines Aufwärtstrends? Die Aktie erscheint längerfristig noch nicht ausgereizt.
Bei Talanx sprudeln die Gewinne: Der Konzern hat im vergangenen Jahr so viel Geld verdient wie noch nie. Entsprechend positiv entwickelt sich die Talanx-Aktie (TLX100), die nur knapp unter dem Rekordhoch vom Dezember bei 86,40 Euro notiert. Trotzdem sehen wir für den MDAX-Titel weitere Kurschancen.
Die Renk-Aktie (RENK73) konnte am gestrigen Mittwoch nur kurzfristig von ordentlichen Vorab-Zahlen für das vergangene Jahr profitieren. Schuld daran war ein ungenauer Ausblick für das nun laufende Geschäftsjahr. Immerhin notiert das Papier mit Kursen um 23 Euro auch am heutigen Donnerstag klar über dem Ausgabepreis (15 Euro) vom Februar 2024, als der Panzer-Getriebebauer an die Börse kam. Euphorie sieht jedoch anders aus.
Wenn ein DAX-Konzern schon drei Wochen nach dem Jahreswechsel Vorab-Zahlen für das Abschlussquartal des Geschäftsjahres 2024 vorlegt, dann hat dies eine besondere Bedeutung. Genauso war dies bei Adidas: Der fränkische Sportartikelhersteller meldete ein deutlich besser als erwartet ausgefallenes Weihnachtsgeschäft. Daher sahen auch die Zahlen des Gesamtjahres besser aus, als von den Analysten bislang erwartet. Kein Wunder also, dass die Adidas-Aktie einen Freudensprung machte.
Ist das mehr als ein (kleiner) Zucker nach oben bei der Steico-Aktie? Heute legt das Papier knapp sechs Prozent zu. Skepsis ist angebracht, auch wenn der Umsatz wohl etwas besser als erwartet ausfiel –, wobei sich der Betriebsgewinn (Ebit) nochmals niedriger einpendelte als prognostiziert. Aber es gibt noch einen anderen Hoffnungsschimmer.
Wirklich schön sieht das Chartbild der Sartorius Vorzugsaktie (716563) nicht aus, denn der Titel verlor vom Hoch aus dem November 2021 rund zwei Drittel an Wert und befindet sich noch immer im Abwärtstrend. Nun könnte sich aber tatsächlich ein Boden bilden und die Wende gelingen, denn auch Analysten blicken etwas zuversichtlicher auf die Entwicklung beim Labor- und Pharmazulieferer.
Nun schon im fünften Jahr stagniert die Wirtschaft in Deutschland. Diese Misere zeichnet sich besonders bei den Nebenwerten, die stärker von der Binnenkonjunktur abhängig sind, ab. Kaum mehr ein Anleger interessiert sich für diese. Entsprechend günstig sind teilweise die Bewertungen und das positive Überraschungspotential an der Börse. Fortec Elektronik könnte so ein Fall sein.

