Rubrik: Börsenvisionen

Rund ein Viertel seines Wertes hat die United Internet-Aktie (UI, 508903) in den vergangenen drei Monaten verloren. Damit wurde mehr als 1 Milliarde Euro an Marktkapitalisierung vernichtet. Schuld daran hat ein Ausfall des eigenen 1&1-Netzes Ende Mai, eine dem Ausfall geschuldete Reduzierung der Jahresprognose, die Anfang August folgte, und natürlich das schwache Gesamtmarktumfeld mit Sorgen um die Konjunktur und die Konsumentenausgaben. Auch die heute vorgelegten finalen Halbjahreszahlen halfen der UI-Aktie nicht. Vielmehr setzen sich die Kursabschläge fort.

Die Aktie von Alzchem legt seit einigen Monaten eine erstaunliche Kursentwicklung hin. Dabei floriert die chemische Industrie in Deutschland nicht unbedingt. Im Juni hat sich sich das Geschäftsklima in der chemischen Industrie, laut Ifo Institut, wieder verschlechtert, nachdem es vier Mal in Folge gestiegen war. Was sind die Gründe für die Erhöhung der Ebitda-Prognose? Alzchem spricht von einer Verschiebung im Produktmix hin zu Spezialchemie. Das könnte (auch) mit der sogenannten Zeitenwende zusammenhängen. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Der Agrarhändler Baywa hat ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben. Der Konzern leidet unter einer hohen Verschuldung und veränderten Marktgegebenheiten. Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust. Wie es mit der Aktie weitergeht und was auf die Aktionäre zukommen könnte.

Vor rund vier Monaten hatten wir zuletzt über GEA berichtet und auf den intakten Aufwärtstrend verweisen, der den Titel zunächst…

Erst vor rund zwei Wochen hatten wir sehr ausführlich die Probleme von Varta (A0TGJ5) beschrieben und sogar das Überleben des Batterieherstellers in Frage gestellt. Nun überraschte der Konzern mit einem Teilverkauf. So soll das komplette E-Auto-Batteriegeschäft an den Autobauer Porsche gehen. Als Folge springt die Varta-Aktie um rund 30 Prozent nach oben, ehe die Euphorie schnell nachließ. Wir erklären, warum dies tatsächlich nur ein kleiner Hoffnungsschimmer ist.

Vor wenigen Tagen deutete Vorstandschef Sebastian Schulte in einem Zeitungs-Interview an, dass er sich den Einstieg in das Rüstungsgeschäft durchaus vorstellen kann. Und schon sprang die Deutz-Aktie (630500) an die Sechs-Euro-Marke nach oben, wo allerdings dicke charttechnische Widerstände warten. Zum Wochenschluss meldete der Motorenbauer nun aber eine Übernahme in den USA, die Stromerzeugungsaggregate herstellt. Wir klären auf, warum auch dieser Deal im Zusammenhang mit der Zeitwende steht, die mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine gestartet wurde.

Mit Rüstungsaktien ist das immer so eine Sache: Werden sie an der Börse gefeiert, steht es meist nicht gut um den Frieden in der Welt, im schlimmsten Fall sterben Menschen, tausendfach, so wie jetzt auf den Schlachtfeldern der Ukraine. Sind diese Waffenschmieden per se zu verdammen, auch aus den Portfolios? Natürlich wäre ein Welt ohne Krieg und Konflikte eine bessere Welt, aber so ein Auenland scheint utopisch. Als probates Mittel gegen den Krieg hat sich im Kalten Krieg die Vorbereitung auf diesen erwiesen. Gerade fallen Rüstungsaktien an der Börsen, die Kurse von Renk, Hensoldt, Rheinmetall und anderen bewegen sich nach unten. Was die Börse damit sagen will und wie es weitergeht.

Das war ein gutes Timing: Rund eine Woche nach unserem Interview mit Vorstandschef Johannes Schmidt meldete Indus tatsächlich einen Zukauf in Großbritannien, nachdem der Firmenchef auf das gute Umfeld für Akquisitionen hinwies. Doch auch das erste Quartal lief ordentlich, weshalb der CEO auch den Ausblick bestätigte.

Schon seit dem Morgen des 27. Mai schwirren Hilferufe durchs Internet, dass viele User nicht telefonieren und über das Handynetz von United Internet (unter der 1&1 AG (554550)) nicht surfen können. Es geht dabei um Kunden, die der Konzern bereits auf sein eigenes, noch recht neues Netz (5G) aufgeschaltet hat. Diese waren vorher auf dem angemieteten O2-Netz (4G) unterwegs und mit der Leistung durchaus zufrieden. Die Auswirkungen für den Konzern dürften aber erheblich sein. Denn Gesetze und Vorschriften sehen Schadenersatzzahlungen vor. Noch schlimmer dürfte aber der Imageverlust sein. Daher sind Kursverluste für die United Internet-Aktie (508903) wesentlich wahrscheinlicher, als Kursgewinne.

Die Suche nach dem Jungbrunnen ist ein ewiger Menschheitstraum. Gut aussehen bis ins (hohe) Alter, wer will das nicht? Die M1 Kliniken haben aus diesem Wunsch ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Vor allem die 58 Fachzentren, 38 davon in Deutschland, des Med-Beauty- oder des Med-Spa-Bereichs entwickeln sich fantastisch und treiben die Aktie nach oben. Wie es weitergeht.

Augenfällig bei den Zahlen von Knaus Tabbert zum ersten Quartal 2024 ist der Rückgang des Auftragsbestand um 46,9 Prozent auf 621,0 Millionen Euro. Was zunächst wie ein Krisen-Symptom wirkt, ist das genaue Gegenteil davon. Lieferkettenproblem hatten den Auftragsbestand 2022 auf 1,3 und 2023 auf 1,2 Milliarden Euro getrieben. Die Folge waren Lieferzeiten von mehr als einem Jahr – mit entsprechend unzufriedenen Kunden. Die Lieferkettenprobleme wurden durch eine größere Anzahl von Zulieferen für die Fahrgestelle gelöst. Wie es mit der Aktie weitergeht.

In der Woche vor dem Weihnachtsfest hatten wir über Symrise zuletzt berichtet, nachdem die Aktie unter die 100-Euro-Marke gefallen war [HIER klicken]. Heute kostet das Papier nahezu exakt 100 Euro. Zwischenzeitlich waren es aber schon rund zehn Prozent mehr. Wir klären auf, warum es mit dem DAX-Wert zuletzt in Summe seitwärts ging.