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Daimler-Aktie // Strategischer Investor oder simple Kauforder?

by • 25. November 2019 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (0)519

Wenn eine Aktie an einem eher müden Börsentag etwas deutlicher zulegt, dann sind die Marktbeobachter auf der Suche nach Begründungen. So ist dies zum Wochenbeginn bei Daimler (710000), die im Tagesverlauf rund drei Prozent im Plus lag, bis zum Mittag aber wieder einen guten Teil der Gewinne hat abgeben müssen.

Am Markt machte dann eine Nachricht die Runde, wonach ein neuer strategischer Investor im Anmarsch sein. Als Indiz dafür taugt eine Pflichtmitteilung wonach HSBC derzeit Zugriff auf mehr als fünf Prozent der Stimmrechte hat. Die britische Bank könnte dabei als Strohmann für einen Investor dienen, der noch nicht aus der Deckung geht.

Wir halten dies für eher unwahrscheinlich, zumal die Meldung dann schon am Freitag kursrelevant gewesen sein müsste und nicht erst nach einem – aus Sicht der Börse – sehr ruhigem Wochenende. Vielmehr halten wir es für wahrscheinlich, dass ein Fonds – wahrscheinlich aus dem Ausland und mit geringen Detailkenntnissen vom dünnen Handel in Deutschland – seine Bestände etwas ausbauen wollte. Der Nachfrage stand ein begrenztes Angebot gegenüber – und schon war der Kurs ein gutes Stück höher.

Dies ist schon allein deshalb plausibler, weil die Daimler-Aktie (710000) fundamental durchaus Charme entwickelt, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf und einer Dividenden-Rendite von 3,8 Prozent.

Auch die Charttechnik sah durch die Diesel-Gate schon deutlich schlechter aus, wenngleich im Langfristchart noch immer ein intakter Abwärtstrend zu erkennen ist. Trotzdem könnte die Aktie die schwierigste Zeit nun hinter sich haben. Geduldige Anleger können Engagements als durchaus in Erwägung ziehen.

Schmankerl am Rande: Mit dem ehemaligen hessischen Landtagsabgeordneten der Grünen, Daniel Mack, hat sich Daimler einen neuen Lobbyisten ins Fahrzeug geholt. Derartiges ist seit dem Seitenwechsel von Joschka Fischer zu BMW bekannt – vermeintliche Kritiker auf die eigene Gehaltsliste nehmen.

Wer es etwas defensiver angehen will, der greift zunächst zu einem Bonus-Zertifikat mit Cap (HX7BTF). Es bringt maximal 6,7 Prozent (20 Prozent p. a.), wenn die Daimler-Aktie bis zum 20. März 2020 stets über 40 Euro (Abstand: 24,2 Prozent) notiert. Gelingt dies überraschend nicht, dann tilgt der Emittent via Aktienlieferung.

Daimler-Aktie (Wochenchart): langfristig ist der Abwärtstrend noch intakt

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Bildquelle: Daimler

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