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Nordex-Aktie // Mehr als vom Virus verweht?

by • 13. August 2020 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (0)1136

Bis zu 10 Prozent verlor die Nordex-Aktie (A0D655) im frühen Donnerstagshandel. Schuld daran sind die neuen Geschäftsahlen des Windanlagenbauers. Während der Umsatz mit rund 2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt wurde, kam es beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zu einem dicken Minus von 70,8 Millionen Euro.

Vor Jahresfrist meldeten die Norddeutschen noch ein Plus von 17,1 Millionen Euro. Zunächst zum Umsatzanstieg: Er war möglich, da Nordex die Zahl der installierten Windkraftanlagen kräftig erhöht hat. Logische Konsequenz wäre daher auch eine Verbesserung auf der Ertragsseite. Doch Konzernchef José Luis Blanco teilte mit, dass die Pandemie die Betriebsabläufe deutlich beeinträchtigt habe.

Zudem blickt Blanco sehr vorsichtig nach vorne, obwohl sich die Abläufe inzwischen wohl nahezu normalisiert haben. So blieb der CEO auch einen neuen Jahresausblick schuldig, den er schon Anfang Mai kassierte. Im Vormonat hatten die Windexperten zudem von einem Einbruch beim Auftragseingang berichtet, der direkt mit Corona im Zusammenhang steht.

Gut, dass sich das Unternehmen erst vor wenigen Tagen einen neuen Kredit über ein Corona-Bürgschaftsprogramm aufgenommen hat. So dürfte zumindest die Liquidität für eine gewisse Zeit gesichert sein.

Doch Nordex hat mit dem massiven Verlust wieder einmal gezeigt, dass es dem Konzern wohl dauerhaft nicht gelingt, schwarze Zahlen zu schreiben. Immer wieder werfen Sonderereignisse das Zahlenwerk komplett aus der Bahn, so dass Geschäftszahlen schon vielfach weit unter den Analystenprognosen lagen.

Ein Aktieninvestment ist bei Nordex daher auf absehbare Zeit nicht sinnvoll. Trotz der heutigen Kursabschläge sehen wir die Aktie als überbewertet an. Zwar wird Covid-19 tatsächlich erheblich zur Entwicklung beigetragen haben, es bleibt aber auch die Vermutung, dass andere Ursachen (vielleicht auch Managementfehler) den Verlust ausgeweitet haben.

Trotz eines Puffers von mehr als 41 Prozent zur bei 6 Euro platzierten Schwelle, bleibt auch ein Bonus-Zertifikat mit Cap (SB20FB) riskant. Schließlich war die Aktie im Corona-Crash unter diese Linie gerutscht. Es ermöglicht aber eine Maximalrendite von 9,7 Prozent oder 15,9 Prozent p.a., wenn die Barriere bis März 2021 unverletzt bleibt. Gelingt dies nicht, dann tilgt der Emittent in Aktien.


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Nordex-Aktie: Nach der kräftigen Erholung folgt nun eine neuerliche Korrektur

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Bildquelle: Nordex

 

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