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Gerresheimer-Aktie // Wo sind die sprudelnden Gewinne?

Von • 13. Juli 2021 • Anlagevisionen, Feature, KompaktvisionenComments (0)1140

Im April schrieben wir, dass die Gerresheimer-Aktie genug konsolidiert hat [HIER Klicken]. Damals notierte das Papier im Bereich knapp unter 87 Euro. Damit lagen wir eigentlich richtig, denn anschließend zog der Wert bis auf 99,40 Euro an, scheiterte aber an der 100er-Marke. Und heute: Da kostet die Aktie nur noch knapp 90 Euro. Grund ist ein Gewinn, der im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 (per 30. November) unter den Markterwartungen lag. Dies sorgte für eine neue Konsolidierung.

Im Detail: Im Q2 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 7,5 Prozent auf 377 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sowie vor Sondereffekten (Ebitda) lag mit 84,8 Millionen Euro sogar knapp unter dem Vorjahreswert, womit aber eine immer noch gute Ebitda-Marge von 22,6 Prozent erreicht wurde.

Rückenwind erhielt der Verpackungsspezialist von der anhaltend hohen Nachfrage nach Injektionsfläschchen, Spritzen und Spezialampullen für Medikamente. Zudem fasst die Parfümindustrie wieder Tritt, sodass auch aus diesem Segment wieder steigende Absatzzahlen zu verzeichnen waren. Allerdings konnte Gerresheimer dies nicht in steigende Gewinne wandeln, da höhere Energiekosten ebenso belasteten, wie die anziehenden Rohstoffpreise.

Die Verwaltung geht weiterhin davon aus, dass die Jahresziele erreicht werden können. Dennach soll das währungsbereinigte Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. Das Ebitda soll dabei 22 bis 23 Prozent erreichen. Wir gehen aber davon aus, dass Gerresheimer in der zweiten Jahreshälfte auch steigende Kosten an die Kunden weitergeben kann und die Gewinne daher schneller wachsen als zuletzt. Daher bietet auch diese Konsolidierung wieder eine gute Einstiegschance für Langfristanleger. Limitierte Kauforders im Bereich um 88 Euro könnten dabei ein guter Ansatz für den Positionssauf- oder -ausbau sein.

Gerresheimer-Aktie: schwache Gewinnzahlen sorgten für Kursverluste

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Bildquelle: Gerresheimer

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