Remco Westermann Media and Games Invest

Remco Westermann / Media and Games Invest // Wachstumstreiber Gaming

by • 12. Juli 2019 • Feature, Time_is_MoneyComments (0)1141

Time is money // Schnell ein paar Fragen an Remco Westermann, CEO bei Media and Games Invest (MGI, WKN: A1JGT0), einem frisch umbenannten Unternehmen, was an der Börse noch viel bekannter werden will, aber kein „Mensch ärgere Dich nicht“ spielt.

Media and Games Invest, der Name ist uns nicht wirklich geläufig. Eine Wissenslücke?
Aktuell wahrscheinlich noch nicht, denn der Name ist fast ganz neu: Die Umfirmierung unseres Unternehmens wurde erst Mitte Juni ins Handelsregister eingetragen. Vorher war der Unternehmensname blockescence. Für die Zukunft hoffen wir, dass die Media and Games Invest an der Börse ein Begriff ist.

Und der bisherige Name hat Ihnen dann nicht mehr gefallen?
Media and Games Invest, kurz MGI, beschreibt viel treffender, wofür wir stehen. Wir sind ein Konzern mit Fokus auf Gaming und Media. Diese beiden Bereiche sind jeweils sehr wachstumsstark, weisen einen hohen Technikbedarf auf und ergänzen sich bestens. Deshalb bauen wir unsere Position in beiden Märkten organisch und mittels M&A mit hohem Tempo weiter aus.

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Durch Zukäufe?
Wir wachsen organisch aber auch durch Zukäufe. Akquisitionen sind ein elementarer Teil unserer Strategie. Es gibt in beiden Märkten sehr viele kleinere und ineffiziente Marktteilnehmer. Wichtig ist es dann, die zugekauften Unternehmen in unsere Plattform zu integrieren, sie zu stärken und Synergien sowie Skaleneffekte zwischen den einzelnen Konzerngesellschaften und den Media- und Gaming-Unternehmen zu realisieren. Das machen wir beispielsweise durch eine Vereinheitlichung und gemeinsame Nutzung von Technik und administrativer Strukturen. Wir sind hochgradig erfahren bei der Identifizierung geeigneter Targets, der effizienten Umsetzung von Transaktionen und der Integration von Zukäufen – entsprechend klappt das ausgesprochen gut.

Noch mal einen Schritt zurück in der Geschichte: Was genau macht MGI im Gaming und was darf man sich unter dem Segment Media vorstellen?
Ich möchte zunächst deutlich machen, was man sich nicht darunter vorstellen sollte: Beim Gaming machen wir nicht „Mensch ärgere Dich nicht“ als Brettspiel und beim Media reden wir nicht von der Tageszeitung im Printformat. Wir sind ein digitales Unternehmen. Im Bereich Gaming betreiben und vermarkten wir vor allem Online- und Konsolenspiele. Unsere Spiele sind überwiegend Free-to-Play, wobei die Monetarisierung über In-Game-Käufe erfolgt, durch die sich Nutzer zum Beispiel neue Outfits oder Werkzeuge für ihre Charaktere kaufen können.

Dieses Geschäftsmodell ist das mit Abstand größte und am stärksten wachsende im Gaming-Bereich der vergangenen Jahre.  Der Medienbereich meint bei uns digitales Advertising und Marketing mit Fokus auf Influencer-, Social-, Produkt- und Performance-Marketing. Unsere Konzerngesellschaften helfen also Unternehmen, neue Kunden zu gewinnen beziehungsweise ihre Marke zu stärken. Durch die Übernahme von AppLift und Pubnative im vergangenen Monat haben wir zwei weitere, vor allem im Mobile Advertising starke Firmen unserem Portfolio hinzugefügt. Diese geballte Vermarktungspower aus dem Medienbereich wird natürlich auch von MGI im Gaming Bereich eingesetzt.

Die Medienaktivitäten also als verlängerte Werkbank, um die Onlinespiele zu bewerben?
Das wäre zu kurz gedacht. Natürlich wäre es unklug, wenn wir diese Expertise, die wir im Konzern breitgefächert haben, nicht auch für unsere Games nutzen würden. Ebenso unklug wäre es, wenn wir nicht auch den Bedarf, den externe Nachfrager aus ganz anderen Branchen nach digitalen Medien- und Werbeleistungen haben, befriedigen würden. Insofern arbeiten unsere Tochtergesellschaften im Medienbereich mit zahlreichen Kunden zusammen und sind dabei sehr erfolgreich. Kurz gesagt, wir verstehen die Bereiche Gaming und Medien als jeweils eigenständige Geschäftsfelder, die enormes Synergiepotenzial besitzen, wenn man sie intelligent miteinander verknüpft.

Sie haben gerade bei MGI eine Kapitalerhöhung über 9 Millionen Euro platziert und sich zusätzlich 15 Millionen Euro Fremdkapital beschafft. Wofür?
Wir wachsen schnell und ein wichtiger Pfeiler unserer Wachstumsstrategie ist anorganisches Wachstum durch Zukäufe – das kostet Geld. Außerdem ist es unser erklärtes Ziel, unsere Beteiligung an gamigo auszubauen. An gamigo halten wir zurzeit knapp 39 Prozent der Anteile und etwas über 53 Prozent der Stimmrechte. Das soll beides mehr werden, denn gamigo ist eine Cashcow, am Markt hervorragend positioniert, schnell wachsend und strategisch als Ankerinvestment sowie Konsolidierungsplattform im Gaming-Bereich für uns bedeutsam …

… wenn die anderen Gesellschafter überhaupt verkaufen möchten …
Bei gamigo gibt es neben uns zwei größere und rund 30 kleinere Gesellschafter. Wir befinden uns schon länger mit ihnen in Gesprächen um den Anteil der MGI an gamigo zu erhöhen. Weil gamigo für die beiden größeren Investoren keine strategische Beteiligung darstellt und sie deshalb interessiert sind ihren Anteil zu verkaufen, geht es hier letztendlich darum, den richtigen Preis zu finden und ein entsprechendes Vertragswerk aufzusetzen.

 Zum Abschluss ein Blick auf den Aktienkurs von MGI: Sehen Sie Ihre Arbeit ausreichend durch die Börse gewürdigt?
Ich kann darauf verklausuliert antworten, indem ich auf den aktuellen Analystenreport zu MGI verweise, der nach der Kapitalerhöhung ein Kursziel von 1,70 Euro ausruft. Das sind noch 50 Prozent Kurspotenzial. Ich kann auf die Frage aber auch sehr direkt antworten, indem ich Ihnen sage, dass ich die Kapitalerhöhung zu 1,15 Euro mitgezeichnet habe und mich auch in meiner Rolle als Großaktionär sehr wohlfühle. Daran erkennt man, dass es nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, wenn ich sage, dass ich deutliches Kurspotenzial bei MGI sehe und von einer positiven Entwicklung überzeugt bin.

Herr Westermann, vielen Dank für das Gespräch.

 

Media and Games Invest-Aktie (Tageschart): bewegte Zeiten

Media and Games Invest Aktie

Bildquelle: Media and Games Invest (bearbeitet)
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