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Gea-Aktie // Fallendes Messer

by • 9. Februar 2019 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (0)798

Bis unter die 20-Euro-Marke ist die Gea-Aktie inzwischen abgestürzt. Der Grund: Der scheidende Vorstandschef Jürg Oleas revidierte seine mittelfristigen Ziele. Schuld daran ist die sich eintrübende Konjunktur, so Oleas. Doch so wirklich wollen wir dem CEO dies nicht glauben. Schließlich wurde sein Abgang von Großinvestoren wie Paul Singer mit seinem Hedgefunds Elliott und Albert Frère betrieben – und diese haben wahrscheinlich andere Ziele.

Stefan Klebert, der von Industriekonzern Schuler kam und seit 15. November 2018 im Vorstand sitzt, soll ja bekanntlich ab 18. Februar den Posten des Vorstandschefs übernehmen. Nach der Streichung der bisherigen Guidance kann er nun frei starten. Allerdings muss er schnell eine neue Richtung vorgeben, aber er hatte nun auch schon einige Monate Zeit sich in das Innenleben des verkrusteten Konzerns einzuarbeiten.

Charttechnisch ist die Aktie natürlich völlig kaputt: Der Abwärtstrend ist intakt, er hat sogar durch den neuerlichen Kursrutsch nochmals eine üble Bestätigung erhalten. Und eine Unterstützung findet sich im Langfristchart bei gut 18 Euro und bei rund 15 Euro (massiv) aus den Jahren 2010/2011.

Mit einer Marktkapitalisierung von 3,7 Milliarden Euro ist Gea noch immer nicht günstig, so dass auch eine Firmenübernahme eher unwahrscheinlich ist. Allerdings könnte es durchaus sein, dass Singer und Frère ihre Positionen etwas ausbauen und damit den Abwärtstrend brechen können. Für Privatanleger ist ein Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt aber ein Griff in ein fallendes Messer – und dies war noch nie eine gute Idee.

Da weitere Abschläge nicht auszuschließen sind, kommt für uns lediglich ein Bonus-Zertifikat (DDT3ZG) in Betracht, dessen Barriere bei 13 Euro liegt, was einem Puffer von mehr als 33 Prozent entspricht. Dieser muss bis zum 20. September ausreichen. Gelingt dies, erzielen Anleger eine Bonus-Rendite von 9,4 Prozent oder 14,9 Prozent p.a. Erweist sich hingegen der durchaus großzügige Puffer als nicht ausreichend, dann tilgen der Emittent in Cash, entsprechend dem dann gültigen Aktienkurs.

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Gea-Aktie (Wochenchart): neues Tief, Abwärtstrend bestätigt

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Bildquelle: Gea

 

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