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Royal Dutch Shell Aktie / Zertifikate // Positives vom Dividenden-König

Wolfgang Raum4. März 20163 Min.1
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Öl und Gas vernichten auch beim Energieriesen Royal Dutch Shell (21,56 Euro) gigantische Börsenwerte. Vom Hoch im Herbst 2014 bei 31 Euro bis zum Tief im Januar 2016 bei 16,67 Euro ging knapp die Hälfte des Marktwertes verloren. Noch vor wenigen Jahren galt das britisch-niederländische Unternehmen noch als das umsatzstärkste Unternehmen der Welt. Inzwischen fallen Umsätze und Gewinne kräftig. 2015 blieben unter dem Strich nur noch 1,9 Milliarden Dollar übrig – ein Minus von rund 90 Prozent. Grund: Die fallenden Öl- und Gaspreise als Folge eines Überangebots und einer sinkenden Nachfrage. Firmenchef Ben van Beurden reagiert mit den allerklassischsten Aktivitäten: Produktionskürzungen, Stellenstreichungen und niedrigere Investitionen.

Doch van Beurden denkt auch an die Zukunft. Schon im April des Vorjahres wurde die Übernahme der britischen BG Group bekannt. Damals war der Deal – gemessen an den Aktienkursen – rund 47 Milliarden Britische Pfund wert. Da aber die Transaktion teilweise über einen Aktientausch erfolgte, reduzierte sich der Wert nun auf rund 35 Milliarden Pfund. Die Übernahme macht langfristig Sinn. Denn die BG Group verfügt über reichhaltige Gasfelder in Brasilien, womit in Lateinamerika eine herausragende Marktstellung erreicht wird. Und ewig werden die Öl- und Gaspreise schon nicht fallen.

Es gibt aber kurzfristig positive Signale. So läuft das Geschäft mit Raffinerien und Tankstellen hochprofitabel. Zudem hängen hier die Gewinne kaum am Ölpreis. Dies dürfte vor allem für die Dividende wichtig sein, die im Konzern seit dem Ende des 2. Weltkriegs nie gesenkt wurde. Und van Beurden will an der „iconic dividend“ festhalten. Trotz der hohen Zahlungen schmierte die Aktie heftig ab. Zuletzt kam die Gegenbewegung – im Zuge der Gesamtmarkterholung. Und der steile Abwärtstrend ist gebrochen. Zudem erreicht die Dividendenrendite aktuell hochattraktive 7,9 Prozent, die für derivate Strukturen zur Verfügung steht, sofern Anleger nicht direkt zur Aktie (A0D94M) greifen wollen.

Ins Spiel kommt ein Bonus Zertifikat mit Cap der Citi (WKN CW7UFR). Es bringt im März 2017 eine Bonus-Rendite von 11,1 Prozent oder 10,6 Prozent p. a., wenn die bei 16 Euro platzierte Schwelle unverletzt bleibt. Dies entspricht einem Risikopuffer von 35,4 Prozent. Mehr wird’s allerdings nicht, da auf dem Bonus-Niveau bei 22,50 Euro. Wichtig dabei: Die Barriere liegt unter dem Tief vom Januar.

Spannend ist aber auch ein „gebrauchtes“ Express Zertifikat der Société Générale (WKN SG83X1), welches maximal im Juni 2020 getilgt wird. Dank einer sinkenden Tilgungsschwelle kann es aber auch schneller das Geld zurückgeben. Gelingt der Aktie bis Juni 2016 ein Comeback auf 25,80 Euro, erhält der Anleger für das aktuell bei 91,04 Euro gehandelte Papier schon 105 Euro zurück. Dies entspricht einer Express-Rendite von 15,3 Prozent. Gelingt es nicht, fällt der Tilgungslevel von Jahr zu Jahr um 10 Prozentpunkte. Gleichzeitig steigt der Tilgungsbetrag um 5 Euro pro Jahr. Gelingt die Tilgung beispielsweise erst im Jahr 2020, erzielt der Anleger eine Maximalrendite von 37,3 Prozent.

Beobachtungstag            Tilgungslevel in %            Tilgungslevel in Euro      Tilgungsbetrag

13.06.2016                          100%                                    25,80 Euro                          105 Euro

12.06.2017                          90%                                       23,22 Euro                          110 Euro

12.06.2018                          80%                                       20,64 Euro                          115 Euro

12.06.2019                          70%                                       18,06 Euro                          120 Euro

12.06.2020                          60%                                       15,48 Euro                          125 Euro

Stand: 04.03.2016, 13:20 Uhr

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Royal_Dutch_Shell_040316

 

Bildquelle: Flickr / Shell

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