Farben, Spekturm

Big Data studiert unsere Verhaltensmuster und verbessert // FAZ-Studie // Google // Facebook

by • 1. April 2014 • PlusvisionenComments (0)2447

Gerade war ich auf dem D-A-CH Kongress für Finanzinformationen in München (DKF 2014). Das Metathema dort war natürlich: Big Data. Die Bewältigung und Analyse riesiger Datenmengen kriecht derzeit bis in die letzten Verästelungen der Finanzbranche: Kursprognose, Due Diligence, Analyse, überall werden gewaltige Datenmengen gewälzt. Sie kommen aus Newsfeeds, von Börsen und aus den sozialen Netzwerken. Aber auch sonst gewinnt Big Data für Unternehmen – und uns alle rasant an Bedeutung.

Werden Daten in Beziehung zueinander gesetzt, können Verhaltensmuster von Kunden sichtbar gemacht werden. Warum entscheidet ein Käufer so, warum entscheidet er anders? Was sind Risikofaktoren? Die Studie Big Data Analytics, heute vom FAZ-Institut und Steria Mummert Consulting veröffentlicht, zeigt, wie Unternehmen von Big Data profitieren können. Herangezogen wurden dazu Daten vom Versandhaus Otto und der Drogeriekette dm.

Big Data kann spezifische Informationen liefern. Beispielsweise lässt sich analysieren, welche Kunden zu welchem Zeitpunkt mit welchem Produkten angesprochen werden sollten. Werden Daten miteinander in Beziehung gesetzt werden, lassen sich auch genauere Aussagen über die Kreditwürdigkeit von Personen oder Unternehmen machen. Betrugsversuche von Versicherung sind an Datenmustern zu erkennen. Big-Data greift dabei auf die volle Datenmenge zurück und nicht nur auf Stichproben. Analysen und Prognosen werden dadurch zuverlässiger.

Einen Trend der Zukunft skizziert Harald Murgas von IBM Deutschland auf dem DKF 2014: „Die Millennials, also die Generation der nach der Jahrtausendwende geborenen, wollen an der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen beteiligt werden, sie nutzen freie Dienste und bezahlen mit ihren Daten.“ Zu diesem Ergebnis kommt auch die FAZ-Mummert-Studie: „Trotz verbreiteter Datenskepsis ist immerhin jeder zweite Verbraucher bereit, private Vorlieben und Aktivitäten preiszugeben, damit Unternehmen ihm maßgeschneiderte Leistungen anbieten können. Dafür akzeptiert jeder Zweite zumindest teilweise die Auswertung der eigenen Social-Media-Daten.“


Mit Big Data lassen sich Angebote für uns alle optimieren. Spannend. Der Preis dafür sind allerdings unsere persönlichen Daten.

Die zwei größten Unternehmen derzeit im Bereich Big Data sind sicherlich Google und Facebook. Wer auf Big Data setzen möchte, kommt an ihnen nicht vorbei.

 Google

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Facebook

 

Bildquelle: Sweder van Rencin  / pixelio.de


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