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Lloyd Fonds-Aktie // Wachstumssprung durch Übernahmen

Von • 19. November 2021 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)752

Der Vermögensverwalter Lloyd Fonds plant mit seiner Strategie 2023/25 bis zum Jahr 2025 sieben Milliarden Euro Vermögen zu verwalten (Assets under Management, AuM). Das Soll könnte schon deutlich früher zu einem Ist werden. Der Grund: Das Unternehmen ist zuletzt durch Zukäufe (anorganisch) kräftig gewachsen: Nach dem Berliner Robo-Advisor Growney (derzeit 17,75 Prozent mit Option auf 100 Prozent), wurde nun die BV Holding aus München übernommen, zunächst zu gut 50 Prozent, angestrebt ist aber eine Mehrheit von mindestens 90 Prozent am Grundkapital der Bayerische Vermögen-Gruppe.

Aktuell verwaltet die Bayerische Vermögen-Gruppe Kundengelder in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro von privaten und institutionellen Kunden. Das heißt, mit Abschluss der Transaktion würde die AuMs bei der Sparte Lloyd Vermögen auf mehr als 3,0 Milliarden Euro und bei Lloyd Fonds insgesamt auf 5,0 Milliarden Euro ansteigen. Damit rückte Lloyd Fonds nicht nur unter die Top-5 der unabhängigen Asset Manager und Vermögensverwalter im deutschen Markt vor, sondern es wäre auch nicht mehr weit bis zu den angepeilten sieben Milliarden Euro AuM.

Die Lücke zwischen fünf und sieben Milliarden Euro möchte Achim Plate durch organisches Wachstum schließen und nicht etwa durch die Übernahme eines weiteren Asset-Managers, wie der CEO in einem Hintergrundgespräch (19. November 2021) mit Plusvisionen verrät.

Zu verkaufen habe Lloyd Fonds jetzt genug, so Plate lakonisch – zudem gelte es das operative Margen-Ziel (Ebitda) von mindestens 45 Prozent bis 2025 nicht durch Integrationskosten über Gebühr zu belasten. Reizvoll wäre für Plate jedoch die Übernahme eines größeren Vertriebsnetzes, um das (organische) Unternehmenswachstum zu befeuern. Laut Plate gebe es dazu immer wieder Gespräche.

Der zukünftige Lloyd Fonds-Konzern nimmt Konturen an: Das hochpreisige Geschäft mit vermögenden Privatkunden und institutionellen Anlegern (Pensionskassen) bei der Mutter Lloyd Fonds und der Bayerischen Vermögen, die digitale Vermögensverwaltung Laic, die als Fintech mehr in die Breite geht und der Retail-Asset-Manager Growney, der mit seinen Produkten an der Edeka-Supermarktkasse mit Investments to go schon bald einen neuen Vertriebsweg und einen ganz anderen Kundenkreis erschließen könnte.

In einer Welt mit recht hohen Inflationsraten und gleichzeitig Nullzinsen wird der Bedarf an aktienbasierten Vermögensanlagen und Altersvorsorgekonzepten in allen Bevölkerungsschichten stramm zunehmen. Der Asset-Manager Lloyd Fonds ist mit seinen vielfältigen Aktivitäten hier sehr gut positioniert.

Im kommenden Jahr wird wahrscheinlich ein Umsatz von gut 45 Millionen Euro erreicht, nach geschätzten 35 Millionen Euro in diesem Jahr. Der Gewinn je Aktie könnte sich bei 0,40 Euro einpendeln. Auf der Basis des aktuelle Kurses würde sich ein prognostizierte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26 errechnen, was angesichts der Wachstumsaussichten und der hohen Margen nicht üppig ist.

Mit einer Dividende von vielleicht 0,10 Euro können Anleger ab dem Jahr 2023 rechnen.

Hauck & Aufhäuser vergibt aktuell (19. November 2021) ein Kaufen mit einem Kursziel von 18 (14) Euro.

Lloyd Fonds-Aktie (Tageschart): schöner Aufwärtstrend

Lloyd Fonds Aktie

Chartquelle: Guidants.com; Bildquelle: Lilo Kapp / pixelio.de

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