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Gerresheimer-Aktie // Zahlen, ein Zukauf und eine neue Prognose

by • 12. Juli 2018 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)766

Da haben wohl einige Anleger die Zahlen von Gerresheimer, die gestern nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, zunächst falsch interpretiert. Denn im vorbörslichen Handel gab die Notierung auf der Handelsplattform Tradegate leicht nach. Kaum war aber der Xetra-Handel eröffnet, kletterte das Papier kräftig. Tatsächlich ist das Datenwerk nicht ganz einfach zu erklären. Denn die Pressemitteilung des Konzerns ist zunächst einmal ungewöhnlich und auch unnötig lang. Es benötigt daher schon eine gewisse Zeit, bis man herauslesen kann, ob es sich nun in Summe um eine positive oder eine negative News handelt. In der eigenen Ad hoc-Mitteilung fasste sich der Konzern übrigens deutlich kürzer

Eindeutig negativ sind die Daten zum zweiten Quartal, welches leicht unter den Erwartungen war. Dem steht gegenüber, dass das Management des Verpackungsspezialisten die eigene Zielprognose für den Umsatz, der nun am oberen Ende der ursprünglichen Schätzung liegen wird. Somit dürften rund 1,4 Milliarden Euro an Umsatz durch die Bücher von Gerresheimer laufen. Und es wird noch mehr: Der Konzern hat gleichzeitig noch eine Akquisition in der Schweiz unter Dach und Fach gebracht, die in der Zielprognose noch nicht berücksichtigt ist.

Somit ist die Summe der Nachrichten eindeutig positiv, was die Börse mit einem Plus von mehr als zehn Prozent im frühen Handel kommentiert. Doch auch auf dem erhöhten Niveau ist das Gerresheimer-Papier (A0LD6E) nicht überteuert. So liegt das KGV bei 17 und die Dividenden-Rendite erreicht 1,7 Prozent. Allerdings sollte für den Einstieg zunächst eine Beruhigung abgewartet werden. Anleger können gegebenenfalls mit einem Limit arbeiten, welches im Bereich zwischen 75 und 76 Euro platziert sein sollte.

Automatisch mit Rabatt kann hingegen der Einstieg via Discount-Zertifikat gelingen. Ein gutes Beispiel ist ein Discounter „am Geld“ mit Cap bei 77,50 Euro von der HVB (HW9NFC). Sofern die Aktie unter dem Cap durchs Ziel geht, tilgt die Bank via Aktienlieferung. Dann wandert die Gerresheimer-Aktie zu einem Einstandskurs von 72,34 Euro (dem aktuellen Preis des Zertifikats) ins Depot. Und wenn der Titel zum Laufzeitende im März 2019 über 77,50 Euro durchs Ziel geht, ist dies auch kein Beinbruch. Denn dann erhält der Anleger exakt 77,50 Euro pro Zertifikat ausbezahlt. Daraus ergibt sich eine Maximalrendite von 7,1 Prozent (10,3 Prozent p.a.).

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Gerresheimer-Aktie (Tageschart): dynamischer Ausbruch nach oben

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Bildquelle: Gerresheimer

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