Berentzen

Berentzen-Aktie // Pandemie belastet, aber profitabel

by • 11. August 2020 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)888

Der Getränke- und Spirituosen-Hersteller Berentzen hat im ersten Halbjahr profitabel, wenn auch unter den ursprünglichen Erwartungen, gewirtschaftet. Der Konzernhalbjahresumsatz ging gegenüber dem Vorjahr von 79,2 auf 73,5 Millionen Euro zurück. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 bei 2,1 (1. HJ 2019: 5,0) Millionen Euro. Die massiven Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens auf das Konsumverhalten haben sich auf den Betriebsgewinn somit erheblich ausgewirkt.

Das Segment Spirituosen hat trotz der Einbußen durch die zeitweise fast vollständige Schließung der Gastronomie ein leichtes Umsatzplus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum verzeichnet. Das verdankt Berentzen seinem Label-Geschäft.

Der Bereich alkoholfreie Getränke war von der Schließung der Gastronomie stark betroffen. Mit den eigenen Marken konnte ein leichtes Absatzplus erzielt werden, was auf die weiterhin sehr dynamische Entwicklung von Mio Mio zurückzuführen ist.

Am stärksten habe sich die Pandemie bislang aber in der Sparte Frischsaftsysteme mit einem Umsatzrückgang von etwa 25 Prozent niedergeschlagen. Wesentliche Ursache für die Entwicklung in diesem Segment war, dass Anschaffungen von Investitionsgütern, zu denen auch Fruchtpressen zählen, nicht stattfanden.

Auf die Pandemie reagierte Berentzen mit einem verkleinerten Investitionsumfang, verringerter Inanspruchnahmen externer Dienstleistungen, eingeschränkter Reisetätigkeiten, reduzierten Marketingaktivitäten und Kurzarbeit.

Für das Geschäftsjahr 2020 geht Berentzen von einem positiven Konzernbetriebsergebnis aus. Die Prognose: Konzernumsatzerlöse in einer Bandbreite von 153,0 bis 160,0 Millionen Euro und ein Konzern-Ebit zwischen 4,0 und 6,0 Millionen Euro. 2019 lagen diese Werte bei 167,4 beziehungsweise 9,8 Millionen Euro.

Die Situation bleibt für Berentzen schwierig, da nach wie vor Clubs geschlossen sind und die Gastronomie nur eingeschränkt läuft. Wird sich das schnell ändern? Derzeit ist das kaum vorstellbar. Das wird den Kurs weiter belasten, auch wenn das Unternehmen in der Nähe des Eigenkapitals notiert. Die Dividende von 28 Cent wird nicht zu halten sein. Wahrscheinlich ist eine Halbierung.


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Berentzen-Aktie (Tageschart): 200-Tage-Linie als Kursdeckel

Berentzen Aktie

Bildquelle: Berentzen

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