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by • 30. Januar 2015 • MarketwatchComments (0)1005

Sherlock_221b // Was Sie über die Märkte wissen sollten.

300115 // Die Erkenntnisse des heutigen Tages aus wirtschaftlicher Sicht: Die Eurozone rutscht etwas tiefer in die Deflation. Im Januar sind die Verbraucherpreise vermutlich um 0,6 Prozent gefallen. Das ist nicht dramatisch, aber immerhin. So lange Unternehmen auch bei fallenden Preisen ihre Marge halten können, drohen keine Gewinneinbrüche. Auch umfangreichere Sparrunden (Entlassungen) dürften bei diesen Preisrückgängen nicht anstehen. Aber die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte sich bestätigt fühlen, in ihrer Einschätzung, die Geldpolitik lockerer gestalten zu müssen. Erst kürzlich hieß es aus dem Direktorium, dass man mit den Anleihekäufen (Quantitative Easing – QE) so lange weitermachen wolle, bis sich die Inflationsrate wieder der Marke von 2 Prozent annähere. QE dürfte somit noch lange dauern, wahrscheinlich auch über September 2016 hinaus, wo eigentlich Schluss sein sollte.

Die Wirtschaft in den USA wächst im vierten Quartal mit 2,6 Prozent nicht so stark wie erwartet worden war (+3,0 Prozent). Ich habe Zweifel, ob die US-Wirtschaft ohne QE selbst dieses Tempo wird halten können. Sorgen bereit nach wie vor der US-Arbeitsmarkt. Dort werden, wie es scheint, vor allem Jobs im Niedriglohnsektor geschaffen. Die Löhne sinken. Das spricht nicht für einen nachhaltigen Aufschwung. Zudem fallen die Renditen für Staatsanleihen auch in den USA. Für 10-jährige liegen sie nun bei 1,68 Prozent. Die Bondmärkte signalisieren eher eine wirtschaftliche Abschwächung.

Die russische Notenbank senkt den Leitzins von 17 auf 15 Prozent. Der Rubel gibt nach. Aktien fallen leicht. Offenbar fürchtet man in Moskau eine wirtschaftliche Abschwächung mehr als eine mögliche (weitere) Kapitalflucht. Wobei die Wachstumszahlen für das vergangene Jahr auf sehr niedrigem Niveau mit plus 0,6 Prozent recht gut waren. Eigentlich hatte man nur plus 0,5 Prozent erwartet. Hatten die Sanktionen doch keine Wirkung?


Der DAX hält sich bei alledem recht wacker in der nähe des Vortagesniveaus. Konsolidierung auf hohem Niveau.

Öl (Brent) scheint den Ausbruch nach oben zu wagen. Plus 6,2 Prozent bei 52 Dollar.

Gold fällt charttechnisch wieder in seinen alten, flacheren Aufwärtstrend zurück. Das bisschen Krisenstimmung scheint wieder zu verfliegen.

Der Euro notiert stabil über 1,13xx Dollar. Die US-Wachstumszahlen haben stabilisiert.

Die Bafin fragt sich wegen der Deutschen Bank, ob diese nicht früher eine Ad hoc Meldung hätte herausgeben müssen. Die Bank hatte gestern recht gute Ergebnisse präsentiert, obwohl mit einem deutlichen Verlust gerechnet wurde.

Die Telekom Aktie verharrt recht weit oben. Belastend sind Funkauktionen in den USA.

Google macht guten Gewinn und die Aktie steigt um 2,6 Prozent. Amazon legt mäßige Zahlen vor und die Aktie klettert um 12 Prozent. Bei Google zweifelt man an der Börse, ob das Unternehmen das Wachstumstempo halten kann, bei Amazon hofft man auf Besserung. Fantasie schlägt Realität.

Bildquelle: Thomas Max Müller / pixelio.de

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