Marketwatch // DAX : Euro : Grexit : Bund Future : Deutsche Bank : Deutsche Telekom : Südzucker : Eon : RWE : Gold

by • 29. Mai 2015 • MarketwatchComments (0)1452

290515 // Erst wurde auf die Konjunkturdaten aus den USA gewartet, dann als draußen waren, ging es mit dem DAX deutlicher bergab. Die zweite BIP-Schätzung lag bei minus 0,7 Prozent (Prognose: minus 0,8 Prozent). Die erste Schätzung hatte noch bei plus 0,2 Prozent gelegen. Die Konsumausgaben legten um 1,8 Prozent zu. Die Erwartung lag bei 2,0 Prozent. Das bestätigt das Szenario, dass es wohl nicht schon bald zu einer US-Leitzinserhöhung kommen wird.

Zudem gibt es noch Griechenland. Immer wieder Griechenland. Hört das denn nie auf? Wie lange geht das nun eigentlich schon? Oh! Schon sieben Jahre. Sieben Jahre in denen keine dauerhaft belastbare Lösung für Griechenland gefunden wurde. Weder von den Griechen selbst, die sich immer sehr bedauern, noch von den oberlehrenden Euro-Ländern. Es gibt Rettungsschirme und Hilfen für die griechischen Banken, damit diese überhaupt noch funktionieren, irgendwie. Die Europäische Zentralbank (EZB) gewährt immer neue Notliquidität, damit der Grieche dann hergehen kann und sein Konto räumt. Der Abfluss ist unvermindert stark, wodurch die Einlagen auf den tiefsten Stand seit 10 Jahren gefallen sind. Der Grieche vertraut sich selbst nicht mehr und schon gar nicht seinen Banken. Er wird wissen warum.

Die Frage, wann Griechenland pleite gehen wird ist müßig. Griechenland ist schon seit Jahren pleite – und wird lediglich durch die Hilfsgelder vor allem aus der Eurozone am Leben gehalten, ob das nun gut oder schlecht ist. Bislang jedenfalls waren die Griechen recht dankbar für das Geld, auch wenn sie es insbesondere gegenüber uns Deutschen nicht so zeigen konnten und die Eurogruppe war zufrieden, dass Griechenland im Euro blieb. So gab es keinen Gesichtsverlust und auch keine Bröckeln an den Außenrändern. Wer weiß schon, wohin das führen könnte.

Für Griechenland gibt es im Prinzip nur zwei Wege: Entweder raus aus dem Euro und alle Schulden zusammenstreichen und dann einen Reload durchführen. Das bedeutet jedoch nochmal sehr schwierige Jahre. Alternativ bleibt man im Euro und lässt sich weiter von der Eurogruppe alimentieren (und gängeln). In beiden Fällen muss Griechenland zu Reformen bereit sein (was primär nichts mit sparen zu tun hat).


Der Bund Future bewegt sich weiter nach oben und scheint damit eine gewisse Grund-Krisen-Stimmung zu signalisieren. Wenn einem sonst schon nichts einfällt an probaten Anlagen, dann halt in Bundesanleihen, auch wenn diese quasi keine Rendite mehr bringen.

Gold hat derzeit in etwa den Reiz von eingeschlafenen Füssen. Da ist noch ein kleine Bitzeln, mehr aber nicht. Man müsste erstmal vorsichtig auftreten, um die Sache wieder zu beleben.

Ach der Euro. Er scheint das mit Griechenland gar nicht so ernst zu nehmen und schiebt sich an die Marke von 1,10 Dollar heran – oder er tut nur so cool. Die jüngsten US-Wirtschaftsdaten sind schlechter ausfallen. Eine baldige Leitzinserhöhung der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (Fed) würde so unwahrscheinlicher.

Deutsche Bank Aktie gibt gut 2 Prozent nach. Der Betriebsrat der Bank möchte Co-Chef Anshu Jain loswerden. Man hat ihm wohl den Rücktritt nahe gelegt. Nach nur 61 Prozent Zustimmung auf der Hauptversammlung für Jürgen Fitschen und Jain sind kritische Anmerkungen durchaus gestattet. Die Deutsche Bank weiß schon länger nicht, wohin sie will und nun weiß sie auch nicht mehr mit wem. Am Markt macht zudem die Runde, dass die Bank schon bald wieder frisches Kapital braucht.

Die T-Aktie verliert fast 3 Prozent und rutscht merklich unter die Marke von 16 Euro. Der Widerstand bei 16,90 Euro bleibt eine wichtige Barriere vor einem weiteren Anstieg.

Die Versorger Eon und RWE bleiben nach der Spanien-Wahl unter Druck.

Die Aktie von Südzucker steigt gegen den allgemeinen Trend an.

Bildquelle: Börse Frankfurt [bearbeitet]

 


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