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by • 27. Januar 2015 • MarketwatchComments (0)1415

Sherlock_221b // Was Sie über die Märkte wissen sollten.

2720115 //Breaking: Die Auftragseingänge in den USA für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Dezember um 3,4 Prozent eingebrochen. Erwartet wurde ein Plus von 0,6 Prozent. Um die US-Konjunktur scheint es wohl doch nicht so gut bestellt. Das wird wohl nichts mehr mit der Leitzinserhöhung in diesem Jahr, eher dürfte die Federal Reserve (Fed) im zweiten Halbjahr ein weiteres QE-Programm auflegen. Dow dürfte absacken, Euro legt zu.

Der DAX wirkt heute etwas erschöpft, aber wer will es ihm verdenken, nach dem steilen Anstieg der vergangenen Tage. Zudem hat es bei rund 10.500 Punkten eine kleine Kurslücke (Gap) gerissen, die sicher noch geschlossen werden will. Überhaupt: ein gewisses Durchatmen hat noch nie geschadet, vor einem weiteren Anstieg. Ob dieser tatsächlich kommt? Vermutlich ja. Aktien sind derzeit einfach zu verlockend im Vergleich zu Zinspapieren. Allein für die rund 6 Prozent Kursgewinn seit Beginn der vergangenen Woche müsste man mit dem Tagesgeldkonto 30 Jahre hinsparen, um auf einen ähnlichen Betrag zu kommen. So krass sind derzeit die Gegensätze.

Oder anders ausgedrückt: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) einer 10-jährigen Bundesanleihe beträgt derzeit 256. Man braucht also ungefähr 256 Jahre um mit der erzielen Rendite seinen Einsatz hereinzuverdienen (der Einfachheit halber ohne Zinseszins gerechnet).

Eine ernstzunehmende Konkurrenz zum Sachwert Aktie ist derzeit nur der Sachwert Gold, vor allem für Euro-Anleger. Hier schoss ja der Kurs zuletzt kerzengerade in die Höhe. Aber das ist der Effekt, wenn die Goldmenge weitgehend gleich bleibt und die Geldmenge steigt beziehungsweise steigen soll.

Die Börse in Griechenland stürzt erneut ab. Besonders die Banken scheinen nur noch zu griechen. Das Vertrauen in einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung ist wohl nicht da, was schlecht ist, da Wirtschaft auch ganz stark Psychologie ist. Wenn alle auf Halde jammern, wird auch auf Halde produziert. Und die Frage aller Fragen ist natürlich: Braucht Griechenland einen Schuldenschnitt? Nein, wenn man diesen nicht so nennt. Wenn man sagt: Ihr müsst eure Schulden nicht so bald (nie) zurückzahlen, dann heißt das zwar nicht Schuldenschnitt, ist aber de facto einer. Gleiche gilt, wenn sich Griechenland bis zum Sankt Nimmerleinstag günstig (unter großzügiger Mithilfe der EZB) refinanzieren kann. Dann nicht. In einer Marktwirtschaft jedoch wäre Griechenland längst pleite, weil das Land zu vertretbaren Zinssätzen keinen Kredit beziehungsweise keine Refinanzierung bekäme. Griechenland braucht eigentlich alles: tiefgreifende Reformen, loyale Staatsbürger und Steuerzahler, weniger Schulden, eine noch günstigere Währung als der Euro, weniger Korruption, eine effiziente Bürokratie, deutlich weniger Kleptokratie …


Die Deutsche-Bank-Aktie leidet unter Gerüchten, dass das Haus am Donnerstag bescheidene Ergebnisse vorlegen wird. Auch die Commerzbank zieht es mit nach unten.

Telekom Aktie kann das hohe Niveau einstweilen nicht halten.

Eon präsentiert sich recht wacker. Eigentlich ist die Aktie ja immer gut für kräftige Verluste an schwachen Börsentagen. Ein Zeichen der Stärke?

Bei K+S scheint sich im Chart ein Shooting Star herauszubilden. Das könnte kurzfristig Kursrückgänge bedeuten.

Bildquelle: Nasa

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