Marketwatch // DAX : Euro : Grexit : Bundesanleihen : Deutsche Telekom : Allianz : VTG : Medigene : Bauer : Deutsche Bank : Commerzbank : Gold

by • 22. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)2235

220615 // Es ist ja immer so eine Sache mit dem Vorfeiern. Soll man nicht. Wer weiß schon, ob man das Ereignis noch erlebt. Die Börse feiert heute auch schon mal vor. Sie begrüßt eine noch nicht ausgehandelt Einigung auf dem Sondergipfel heute Abende zwischen Griechenland und der Eurozone (was schon irgendwie klingt, als sei Griechenland gar nicht mehr dabei) mit einem Kursanstieg von zeitweise fast 4 Prozent. Heureka, möchte man das fast rufen! Damals soll Archimedes vom Syrakus nackt durch die Straßen seiner Stadt laut Heureka rufend gelaufen sein, als er in seiner Badewanne das Archimedische Prinzip entdeckt hatte. Idee: Vielleicht sollte man in Brüssel auch Badewannen für die Akteure aufstellen? Eine Investition, die sich lohnen könnte, denn bislang ist man von einer Einigung noch weit entfernt, auch wenn alle tapfer das Gegenteil beteuern. Aber: irgendeine Lösung wird sich finden, um die Pleite-Griechen im Euro zu halten, wenn nicht heute Abend, so dann in den kommenden Tagen. Teuer wird es ohnehin schon, also kommt es auf ein paar Milliarden Euro hin oder her nicht an. Es muss nichts Dauerhaftes sein, die nächsten Zahlungslücken stehen schon an.

Doch wer weiß schon so gewiss, was der DAX feiert. Grexit oder Verbleiben in der Euro-Zone? Über beides gäbe es Grund zur Freude. Vielleicht will er nach all den depressiven Tagen einfach nach oben, weil es mit der Konjunktur ganz gut passt und die Europäische Zentralbank (EZB) weiter fleißig Geld druckt. Griechenland ist wirtschaftlich nur eine Bagatelle, wenn auch eine nervige, letztlich geht es eher um Geopolitik (die in aller Regel sehr teuer ist).

Gold schwächt sich schon wieder ab, was auch kein Hinweis auf eine sich verschärfende Krise ist. Gut so.

Der Euro legt leicht zu und scheint Richtung Einigung zu tendieren. Er notiert weiter über der kürzlich überschrittenen Abwärtstrendlinie.


Im FTSE Greece Index geht es um 11 Prozent aufwärts. Das Krisenniveau von 2012 wurde bislang nicht unterschritten.

Bundesanleihen als sicherer Hafen scheint derzeit auch niemand zu brauchen. Der Bund Future gibt nach.

Die Allianz Aktie bricht den seit April bestehenden Abwärtstrend.

Commerzbank und Deutsche Bank legen, beflügelt durch die Griechenland-Hoffnung, jeweils deutlich zu. Die Commerzbank-Aktie bricht auch eine kurzfristigen Abwärtstrend. Die Deutsche Bank klammert sich an die 200-Tage-Durchschnittslinie.

Die Deutsche Telekom Aktie möchte scheinbar wieder ansteigen und macht sich daran den seit April bestehenden Abwärtstrend zu knacken. Die T-Aktie notiert zeitweise über der Marke von 16 Euro.

Bei der Aktie des Kesselwagen-Unternehmens VTG scheint die Unterstützung zwischen 20/21 Euro zu halten.

Die Aktie des Bauunternehmens Bauer erwacht mit einem Plus von 3,5 Prozent auch wieder zu Leben.

Medigene verbessert sich um 3,5 Prozent, bleibt aber noch im Seitwärtstrend.

Bildquelle: Screenshot [bearbeitet]

 


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