Marketwatch // DAX : Euro : ZEW : Inflation : Grexit : Bund Future : Deutsche Telekom : Deutsche Bank : Apple : Medigene : Rocket Internet : Osram : Gold

by • 19. Mai 2015 • MarketwatchComments (0)1292

170515 // Der DAX fliegt förmlich nach oben, getrieben ausgerechnet von Griechenland! Zumindest wird das so gesagt. Und das mit Griechenland funktioniert auch nur um die Ecke. In Griechenland kriselt es mal wieder stärker und das drückt den Euro gewaltig nach unten, bis auf 1,1180 Dollar. Dabei schob sich der Euro kürzlich noch an die Marke von 1,15 Dollar heran. EZB-Chef Mario Draghi dürfte es den Griechen danken. Schließlich soll der Euro gegenüber dem Dollar nicht zu stark werden, weil dann die Exportindustrie in der Eurozone leiden könnte. Genau das macht auch dem DAX Spaß. Geht es mit dem Euro abwärts, dann sind das günstige Aussichten für die Gewinne der exportlastigen deutschen Industrie.

Charttechnisch sieht es im DAX nun so aus, dass der kurzfristige Abwärtstrend durchbrochen wurde, sogar mit einem Gap, es ist somit Dynamik in der Bewegung. Zudem ist er aus dem Dreieck, in das er hineingelaufen ist, nach oben ausgebrochen. Der Euro befindet sich nun ganz in der Nähe einer charttechnischen Unterstützungsline

Steil nach oben geht es auch mit dem Bund Future. Offenbar mag man nun Bundesanleihen – wegen der Griechenland-Krise – doch wieder als sicheren Hafen.

Schlechter als erwartet: Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen im Mai 2015 zurück. Der Index fällt gegenüber dem Vormonat um 11,4 Punkte auf einen Stand von 41,9 Punkten (Prognose: 49 / langfristiger Mittelwert: 24,9 Punkte). „Im Mai korrigieren die Finanzmarktexperten ihre zuletzt optimistischen Erwartungen. Maßgeblich für diese Revision dürften das unerwartet niedrige Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2015 und die Turbulenzen an den Aktien- und Anleihenmärkten sein. Dennoch gehen nach wie vor nur wenige Umfrageteilnehmer von einer tatsächlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage aus“, kommentiert ZEW-Präsident Clemens Fuest.

Die Frage an der Börse zu den ZEW-Zahlen lautet: Sind die Zahlen schlecht genug, um die Liquiditätsfantasie aufrechtzuerhalten und sind sie gut genug, damit man sich keine Konjunktursorgen machen muss. Die Börse scheint zufrieden zu sein, einstweilen.


Die Inflation in der Eurozone beträgt im April 0,0 Prozent.

Kurios: Der griechische Aktienmarkt legt rund 4 Prozent zu. Ist hier schon alles Negative in den Kursen enthalten?

Gold fällt als Krisen-Indikator etwas zurück, hält sich aber über der Marke von 1.200 Dollar.

Aufregung bei der Deutschen Bank. Der Privatkundenchef Rainer Neske soll gehen. Er ist wohl anderer Auffassung als seine Kollegen Jain und Fitschen. In zwei Tagen ist Hauptversammlung bei der Deutschen Bank. Diese dürfte sehr spannend werden. Die Aktie dreht nun deutlicher nach oben und gewinnt heute 2 Prozent. Der kurzfristige Abwärtstrend ist allerdings noch nicht überschritten.

Die Deutsche Telekom steigt ganz bei Slovak Telekom ein. Die T-Aktie legt deutlich zu.

Bei Apple hat sich wieder Großinvestor Carl Icahn zu Wort gemeldet. Er hat CEO Tim Cook einen ausführlichen Brief geschrieben. Fazit: Die Apple-Aktie ist aus Sicht von Carl Icahn nun 240 Dollar wert.

Rocket Internet bleibt weiter unter Druck. Hier soll wohl das Allzeittief getestet werden.

Medigene gewinnt heute 3,5 Prozent, ohne dass sich etwas am kurzfristigen Abwärtstrend ändert.

Osram strebt weiter nach oben. Die Börse hofft auf einen raschen Umbau des Unternehmens.

Bildquelle: Apple [bearbeitet]

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