German Startups Group, Christoph Gerlinger

Interview German Startups – Christoph Gerlinger // Aktie notiert weit unter Wert

by • 15. November 2018 • Feature, Time_is_MoneyComments (1)1045

Time is Money // Schnell ein paar Fragen an Christoph Gerlinger von der German Startups Group warum die Aktie des Unternehmens, aus Sicht des Firmengründers, weit unter Wert notiert, was es mit der neuen Plattform für Beteiligungen an Wachstumsunternehmen, GS Markets, auf sich hat und welche Gründe es geben könnte die German Startups-Aktie jetzt ins Depot zu nehmen.

Herr Gerlinger, die German Startups weist ein Eigenkapital von 2,72 Euro je Aktie aus. Gleichzeitig notiert das Papier an der Börse aktuell bei 1,45 Euro, nach einem Allzeithoch von 4,10 Euro Ende 2015. Ein gehöriger Abschlag. Warum traut Ihnen die Börse nicht – mehr – über den Weg?
Der Buchwert des Eigenkapitals pro Aktie von 2,72 Euro beinhaltet nicht die stillen Reserven, die unseres Erachtens in unseren Mehrheitsbeteiligungen liegen, insbesondere der Exozet mit rund 150 Mitarbeitern, da wir diese Beteiligungen vollkonsolidieren und sich deren Wertsteigerungen somit nicht in unserer Bilanz und GuV widerspiegeln.

Haben Sie nur ein Vertrauensproblem oder müssen Anleger konkret mit Verlusten rechnen, die das Eigenkapital schmälern werden?
Bei uns können eigentlich nur Beteiligungsabwertungen Verluste herbeiführen, wenn sie höher sind als die im gleichen Zeitraum eingetretenen Höherbewertungen. Wir können derzeit keine konkreten Verlustrisiken erkennen.

Wie setzt sich derzeit Ihr Beteiligungsportfolio zusammen?
Wir halten Anteile an einigen der bekanntesten und erfolgreichsten Startups Deutschlands, darunter Namen wie Mister Spex, Chrono24, Simplesurance, Soundcloud und Onefootball sowie Remerge, Fiagon und AuctionTech, die teilweise als Marktführer in den jeweiligen Kategorien gelten.

Wie hat sich Ihr Beteiligungsportfolio entwickelt?
Sehr gut, mit knapp 20 Prozent Bruttowertzuwachs per anno seit 2012.

Was wollen Sie am Beteiligungsportfolio ändern, um auch an der Börse wieder zu überzeugen?
Das Portfolio ist nicht das Problem, sondern unsere zu geringe Marktkapitalisierung und die systembedingte Intransparenz unserer Beteiligungen. Wir wollen durch Beteiligungsverkäufe nachweisen, dass wir gute Investments getätigt haben und deren Buchwerte in unserer Bilanz konservativ sind. Aus den Erlösen wollen wir weitere Aktienrückkäufe tätigen.

Welche Verkäufe beziehungsweise welche Käufe sind geplant?
Das dürfen wir leider erst im Nachgang öffentlich machen, um sowohl die Verkaufsverhandlungen als auch die jeweiligen Unternehmen selbst zu schützen.

In welchen Bereichen sehen Sie generell besonders reizvolle Chancen in Zukunft?
Krypto, FinTech, AI, AR/VR sowie generell Technologien, die vom 5G-Netzausbau profitieren können.

Sie haben eine neue Plattform, GS Market, initiiert. Um was geht es dabei genau?
Mit der GS Market bringen wir erstmalig Anbieter- und Nachfrageseite von Anteilen an deutschen Wachstumsunternehmen zentral auf einer Plattform zusammen und schaffen somit Liquidität in der ansonsten illiquiden und für viele Anleger zudem nur sehr schwer zugänglichen, aber hochattraktiven Assetklasse.

In den kommenden Monaten werden wir das Angebot außerdem auf Anteile in Venture-Capital-Fonds und eigens von uns aufgelegten und gemanagten Vehikeln erweitern können. Letztere können dabei genutzt werden, um zum Beispiel größere Tickets eines Startupanteils, eines neu aufgelegten VC-Fonds oder sogar eines kleineren Portfolios zu zeichnen und mehrere Anleger als Unterbeteiligte darin zu poolen. Auf diese Weise machen wir Opportunitäten zugänglich, die Anlegern sonst erst ab siebenstelligen Beträgen zur Verfügung stehen.

Wie könnte sich das auf die Gewinnsituation von German Startups auswirken?
Positiv durch zusätzliche, dann nachhaltige Erlösquellen, wie zum Beispiel Management Fees für die von uns gemanagten Assets und Vermittlungsprovisionen, neben den Wertsteigerungen aus unseren eigenen Beteiligungen.

Im Halbjahr kam German Startups auf einen Gewinn je Aktie, nach Steuern, von 0,14 Euro. Wo könnte der Gewinn je Aktie auf das Jahr gerechnet liegen?
Wir können leider keine Guidance abgeben, hoffen aber höher als 0,14 Euro pro Aktie.

Können Sie uns zum Schluss noch drei Argumente liefern, warum ein Anleger die German-Startups-Aktie ins Depot nehmen sollte?
Erstens: Die Aktie notiert in unseren Augen weit unter dem inneren Wert, dem NAV pro Aktie.

Zweitens: Wir sind in einige der namhaftesten und erfolgreichsten deutschen Startups investiert, sodass wir damit rechnen, dass der NAV pro Aktie noch deutliches Wertsteigerungspotential hat, das durch Finanzierungsrunden, Exits und Secondary Trades objektiviert und vereinnahmt werden kann.

Drittens: Unsere Transformation vom reinen Asset Owner hin zu einem kombinierten Asset Owner, einer Marktplattform und einem Asset Manager schafft zusätzliche Erlösquellen.

 

German Startup-Aktie (Wochenchart): gelingt die Wende im Abwärtstrend?

German Startups, Aktie

Bildquelle: German Startups / Christoph Gerlinger

 

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