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Stada Aktie // Hoffnung auf den Übernahme-Poker

by • 13. Februar 2017 • Aktienvisionen, AnlagevisionenComments (1)2116

56 Euro pro Stada-Aktie soll Cinven, ein Londoner Finanzinvestor, zahlen wollen. Bislang ist dies aber noch weniger als eine Absichtserklärung. Es handelt sich vielmehr um eine völlig unverbindliche Interessenbekundung. Cinven ist allerdings kein Unbekannter: Die Briten kaufen über die von ihnen initiierte Fondsgesellschaften auf und verkaufen sie anschließend irgendwann weiter, manchmal als gesamte Einheit, manchmal in Einzelteilen. Der zweite Weg würde sich bei Stada anbieten, denn das Generika-Geschäft ist margenschwach, könnte aber andere Wettbewerber interessieren. Das Marken-Geschäft mit apothekenpflichtigen Medikamenten wie dem Grippemittel Grippostad und dem Sonnenschutzmittel Ladival sind hingegen margenstark. Diese Einheit könnte hochpreisig weiterverkauft werden.

Doch soweit ist es (noch) nicht, denn es gibt wohl noch einen zweiten Interessenten. Dies ist der amerikanische Finanzinvestor Advent. Die Hoffnung für Börsianer ist nun, dass sich die beiden Heuschrecken [frei nach Ex-SPD-Chef Müntefering] ein Bietergefecht liefern. Ein solcher Übernahme-Poker würde dem Kurs der Aktie (725180), die bis heute Mittag in Stuttgart um 14 Prozent auf 56,69 Euro steigt, vermutlich weiter nach oben treiben. Dann sind auch Kurse deutlich über 60 Euro möglich. Gespräche mit dem Management laufen, dies bestätigte Stada inzwischen.

Wir hatten die Aktie (725180), die wir stets als Übernahmekandidaten bezeichneten, zuletzt am 2. Januar  herausgehoben. Und auch schon in unserem Bericht nach der Hauptversammlung im August einen Einstieg als interessant angesehen. Wer dieser Anlageidee folgte, der bleibt am Ball und gibt kein Stück aus der Hand – noch ist nicht die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen. Und auch auf dem nun erhöhten Niveau erkennen wir noch keine fundamentale Überbewertung.


Wir hatten allerdings auch einige Bonus-Zertifikate vorgestellt, dazu gehören die WKNs VN1U5G, VS9NXD, VN1ANA und VN1ANC, die allesamt bereits zum Maximalbetrag getilgt wurden und Plusvisionen-Lesern schöne Gewinne brachten oder hätten bringen können. Dick im Plus liegen unsere Leser auch mit den beiden Citi-Papieren CX4F2K und CX4F2L. Hier ist die Zeit für Gewinnmitnahmen gekommen, da die Restrenditen auf 0,1 beziehungsweise 0,4 Prozent zusammengeschmolzen sind.

Richtig! Normalerweise kommen hier nun neue Zertifikate-Vorstellungen. Doch leider überzeugen uns die Konditionen von den derzeit am Markt verfügbaren 388 Bonus-Zertifikaten nicht. Zudem stellen manche Emittenten nach dem Kurssprung der Aktie lediglich Rücknahmekurse für ausstehende Produkte, die sich auf Stada beziehen. Bei den handelbaren Zertifikaten sind die Konditionen ok. Mit Blick auf das bestehende Risiko und den aus unserer Sicht notwendigen Puffer (die Aktie kann nämlich auch stark fallen, wenn kein Interessent kaufen will) sind die erzielbaren Maximalrenditen bei den von uns favorisierten kürzeren Laufzeiten uninteressant.

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Stada-Aktie (Wochenchart): im Aufwärtstrend, altes Hoch als Widerstand

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Bildquelle: Stada

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