Crowd-Investing // Schwarm aller Immobilien

by • 9. Juli 2015 • Crowd_Investing, Plus.AcademyComments (0)2170

Eine Immobilie, das wär’s, jetzt, wo das mit dem Papier-Geld so unsicher geworden ist. Lage. Lage. Lage. Drei mal bestens, muss sein. Hochwertige Ausstattung? Selbstverständlich. Bezahlbar? Natürlich nicht. Realer Sachwert, Betongold, unerschwinglich, zumindest für die meisten. Direkte Beteiligungen an Immobilien war bislang nur einem kleinen Kreis von Investoren zugänglich. Man blieb unter sich und hatte eine gute Chance durchaus attraktive Renditen einzustreichen. Das hat sich geändert. Möglich macht das Crowd-Investing oder Crowd-Funding. Investieren im Schwarm oder weniger pathetisch, in der Gruppe, wobei Gruppe immer ein wenig nach Selbsthilfe klingt, was es aber letztlich ist. Anleger tun sich zusammen, um mit kleinen Beträgen etwas Großes zu kaufen, in diesem Fall eine (exklusive) Immobilie.

Das Prinzip ist nicht neu, sondern wird nur neu interpretiert. Börse gibt es schon ewig – und auch dort treffen sich viele Aktionäre mit dem Ziel ein Unternehmen zu finanzieren, von dem sie glauben, dass es Zukunft hat.

Auf der Crowd-Investing-Plattform Exporo wird derzeit beispielsweise ein Immobilien-Projekt im Ferienort Zingst auf der Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst, einem staatlich anerkannten Seeheilbad, angeboten. Es geht um den Bau eines Apartmenthauses mit 1.000 Quadratmeter und um 3 Ferienhäuser mit jeweils 200 Quadratmeter. Alles ganz schick, ganz weiß, so wie man es heute gerne mag. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 6,7 Millionen Euro. Per Crowd-Funding sollen 850.000 Euro eingesammelt werden. Der Clou: Schon ab 500 Euro kann man investieren und es besteht die Chance auf eine wunderbare Rendite von 6 Prozent bei einer Laufzeit von nur 23 Monaten, also weit über dem, was sonst so am Markt gezahlt wird – was natürlich auch schon ein Hinweis auf das (erhöhte) Risiko ist.


Den Scharm des Schwarm machen die niedrigen Investitionssummen aus. So lässt sich gut das Risiko steuern. Denn ein Investor erwirbt mit seiner Investition nicht Eigenkapital, sondern gibt ein Nachrang-Darlehen, was nichts anderes bedeutet, dass er sich bei einer Pleite ganz hinten anstellen muss, wenn er sein Geld wiederhaben möchte. Angestellte, Sozialkassen, Lieferanten, Banken … alle sind sie vor ihm dran. Die Gefahr eines Totalverlusts ist somit nicht ausgeschlossen (unternehmerische Beteiligung).

Die Idee des Crowd-Funding von Immobilien ist trotzdem eine große Bereicherung für die Investmentszene. Es öffnet die Beteiligungen an Projekten, die bislang nicht zugänglich waren. Ein Großteil der, wenn gewollt, überschaubaren Investitionssumme fließt in das Projekt und nicht in Vertriebsprovisionen. Generell herrscht eine wohltuend hohe Transparenz, die Rendite-Chancen sind attraktiv und die Laufzeiten kurz.

 

Bildquelle: Exporo

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