Marketwatch // DAX : Euro : Bund Future : Deutsche Bank : Deutsche Telekom : RWE : Gold : Russland : Griechenland : Türkei

by • 9. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)1068

090615 // Die Aufregung ist verständlich. Daran muss man sich erst wieder gewöhnen. Dass es mit dem DAX mal wieder länger nach unten geht. Man war ja so verwöhnt von den Monaten bis April. Der DAX, bei fast 12.400 Punkten. Immer schön nach oben geklettert. Und nun? Der Rutsch unter die 11.000-Punkte-Marke. Da braucht es schon etwas mehr Mut beim Blick auf das Depot, wer sieht schon gerne wenn alles weniger wird. Aber so ist das an der Börse. Nur nach oben gibt es nicht. Jetzt ist Konsolidierung oder Korrektur oder wie auch immer man es nennen will. Es geht abwärts und es scheint so, als sei die Sache noch nicht ausgestanden. Chattechnisch sieht es nach 10.400 Punkten (Formation vollendet) und diese Niveau nicht gehalten werden kann, dann nach 10.100 Punkten (massive Unterstützung) aus. Aber wer weiß das schon so genau, wenn der Markt erst einmal Gefallen an fallenden Kursen gewonnen hat.

Panisch werden sollte man allerdings nicht, noch nicht. Langfristig passte es nach wie vor: Die Konjunktur in der Eurozone kommt langsam in Schwung, die Europäische Zentralbank druckt munter Geld, die Zinsen sind niedrig (auch wenn sie etwas angestiegen sind) – und für Griechenland wird sich auch noch eine Lösung finden. Zudem: Das Land ist nicht so groß, dass wirklichen Einfluss auf die europäische Konjunktur hätte (auch wenn gerne etwas anderes erzählt wird). Aber ja, es gibt auch Risiken: In China lahmt die Wirtschaft, weil sie umgebaut wird und in den USA könnte es zum Jahresende oder zum Jahresanfang 2016 eine Leitzinserhöhung geben. Beides ist nicht neu, wird jedoch bei rückläufigen Notierungen immer gerne hervorgekramt. Für USA könnte man sogar sagen, dass die Zinserhöhung nur dann kommt, wenn es in der Wirtschaft gut läuft, was ja eigentlich positiv ist, weil dann die Unternehmensgewinne steigen.


Der Euro bewegt sich knapp unter der Marke von 1,13 Dollar. Der DAX hätte es sicher gerne niedriger.

Der Bund Future notiert auf Vortagesniveau. Es wirkt ein wenig wie ein Abwarten vor dem nächsten Abwärtsschub.

Gold möchte mal wieder etwas nach oben. Irgendwie fehlen dazu derzeit die Argumente.

Der russische FTSE Russia Aktien-Index bastelt an einer Kurswende nach dem kurzfristigen Abwärtstrend.

Griechenland bemüht sich auf sehr niedrigem Niveau um Besserung. Es könnte im FTSE Greece Aktien-Index eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit deutlichem Aufwärtspotenzial entstehen, aber abwarten.

Der FTSE Turkey Aktien-Index sitzt (noch) auf einer wichtigen Unterstützungslinie. Viel fehlt nicht und es geht abwärts.

Die Aktie der Deutschen Bank wurde gestern noch gefeiert, heute wird sie schon wieder verschmäht. Gestern wurde der Rückzug der beiden Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen bekannt, heute gibt es eine Hausdurchsuchung in Frankfurt.

Bei der Deutschen Telekom gibt es nun doch mal wieder keine schnelle Lösung für die US-Tochter T-Mobile. Der Bezahlsender Dish habe abgewunken. Die Spekulationen um die US-Tochter werden wohl ewig so weitergehen – und nun kommt auch noch T-Online dazu. Die Telekom hat einen Verkaufsstau.

Bildquelle: Börse Frankfurt [bearbeitet]

 


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