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Marketwatch // DAX : Euro : Fed : Arbeitsmarkt : Grexit : Bund Future : RWE : Südzucker : Medigene : Deutsche Bank : Gold : Öl

by • 5. Juni 2015 • MarketwatchComments (0)1200

050615 // Jetzt geht sie wieder intensiver los die Debatte über den Zeitpunkt der US-Leitzinserhöhung. Eine Zahl hat dafür ausgereicht: 280.000. Um so viel stieg die Zahl der neuen Stellen in den USA. Experten hatten zuvor 225.000 erwartet. Ergo: Die amerikanische Wirtschaft läuft besser als vermutet. Der Einbruch im ersten Quartal könnte als Ausrutscher gewertet werden – wird er derzeit auch. Aber er weiß schon so genau, wie die nächste Zahl ausfällt oder wer was zu sagen hat. Kürzlich noch hat der International Währungsfonds (IWF) die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) darum gebeten, die Leitzinserhöhung auf 2016 zu verschieben, weil man schließlich nicht so genau wisse, wie sich Arbeitsmarkt und Inflation so entwickle. Dagegen zeichnet die Fed selbst inzwischen ein recht positives Bild von der Konjunkturentwicklung, aber was die Zinsen angeht, will man sich dort nicht so recht festlegen, sondern lieber abwarten.

Überhaupt scheint sich die Fed bei ihrer Kommunikation darauf verlegt zu haben, wieder recht schwammig zu bleiben, um die Märkte im vagen zu lassen, was passiert. So bleibt die Hoffnung auf eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik und zugleich die Aussicht auf eine gute Konjunkturentwicklung.

Der Euro reagiert entsprechend: Er fällt deutlich auf 1,11 Dollar zurück. Seit Jahresanfang hat sich im Kurs von Euro gegenüber Dollar per saldo somit nichts getan. Es sieht auch nach einer Fortsetzung des Seitwärtstrends aus, bei dem Hin und Her von Konjunkturhoffung und Konjunkturenttäuschung in den USA.

Von großer Nervosität bleibt die Situation am Rentenmarkt geprägt. Die Schwankungen im Bund Future sind erheblich. Der Kurs schwächt sich leicht ab. Der Crash scheint noch nicht ausgestanden zu sein. Charttechnisch hat sich ein Long Legged Doji herausgebildet – ein Zeichen von Unsicherheit und Unschlüssigkeit, wohin die Reise gehen soll.


Der DAX verliert zum Wochenausklang 1,3 Prozent – es gibt ja auch noch Griechenland. Dort ringt man mit der Reformlisteder Eurogruppe, die man nicht akzeptieren möchte, aber doch irgendwie muss, um wieder flüssig zu werden. Ein paar Reformen könnte den recht verkrusteten Land auch so nicht schaden. Eine Einigung wird kommen, so viel ist klar. Charttechnisch hängt der DAX nun an der Unstützung vom Mai-Tief.

Am griechischen Aktien-Markt ist man dennoch frustriert. Der FTSE Greece verliert 8,4 Prozent. Um etwas hoffnungsfrohes zu sagen: Vielleicht bastelt der Index an einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation.

Beim Gold wurde der kurzfristige Aufwärtstrend gebrochen. Allenfalls seitwärts.

Öl (Brent) ist an der unteren Begrenzungslinie des flachen Aufwärtstrendkanals nach oben abgeprallt.

Hat die Deutsche Bank ein Geldwäsche-Problem mit russischen Kunden? Es gibt wohl interne Ermittlungen. Nach dem Abpraller von langfristigen Abwärtstrend bewegt sich die Aktie nach unten.

Bei RWE wird es knapp. Wird der Doppel-dreifach-boden gebrochen? Der Kurs hängt nur noch an einem Fädchen.

Bei Medigene geht es nach zwei sehr starken Tagen wieder abwärts.

Südzucker bleibt mit leichten Kursverlusten im Aufwärtstrend.

Bildquelle: ECB / Flickr [bearbeitet]

 


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