DAX / Euro // Schöne Bescherung von EZB Draghi

by • 2. Dezember 2015 • ETFsComments (0)1672

Der DAX wird nun doch etwas zögerlich. Schließlich steht die turnusmäßige Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Wird Präsident Mario Draghi wie bereits angedeutet die Geldpolitik für die Eurozone nochmals lockern? Alles andere wäre wohl für die Märke eine (schlimme) Überraschung. Die EZB hat sich in den vergangenen Wochen schon sehr weit vorgewagt mit ihren Äußerungen zur Weltkonjunktur und dazu, dass Inflationsziel von knapp unter 2 Prozent unbedingt erreichen zu wollen. Davon ist die EZB noch weit entfernt. Im November lag die Preissteigerungsrate in der Eurozone im Jahresvergleich bei nur 0,1 Prozent, wie auch schon im Oktober. Experten hatten mit 0,2 Prozent gerechnet. Und auch die Kerninflationsrate, ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak, fällt im November mit 0,9 Prozent nach 1,1 Prozent im Oktober wieder zurück.

Wenn Mario Draghi die Preissteigerungsraten nach oben bringen will, muss er handeln und den eingeschlagenen Weg einer sehr lockeren Geldpolitik weiter verfolgen, auch wenn die Konsequenzen dieser Politik langfristig noch unabsehbar sind.

Der Euro und auch der DAX haben dies bereits vorweggenommen. Der Euro ist seit Oktober dieses Jahres am Sinken in Richtung der Jahrestiefs vom März/April bei 1,04/1,05 Dollar.

Draghi wird das sehr gerne sehen, wird doch dadurch Inflation in die Eurozone importiert und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Unternehmen gestärkt. Allerdings liegt hierin auch ein gewisses Risiko, dass Draghi vorerst nicht handeln wird, weil ihm der Effekt des niedrigen Euro ausreicht beziehungsweise er diesen erst einmal wirken lassen möchte.

Dennoch, der DAX feiert diesen Exportvorteil und die ohnehin schon reichlich vorhandene Liquidität mit einem kräftigen Kursanstieg seit Anfang Oktober wieder über die Marke von 11.000 Punkten hinweg. Dabei wurden auch die 200-Tage-Linie und die Abwärtstrendlinie durchbrochen – beides recht deutlich Hausse-Signale.

Ergo: Wenn Draghi keine (kleines) Börsen-Beben auslösen will – was er sicher nicht braucht – dann wird er den Märkten zumindest ein bisschen was bieten. Die Chancen stehen somit recht gut, dass der DAX, nach einer Verschnaufpause mit einem möglichen Kursrückgang bis auf 11.000 Punkte oder knapp darunter, wieder seine Aufwärtsbewegung fortsetzt.

Wer darauf setzen will, für den könnte ein kostengünstiger DAX ETF interessant sein. Comstage hat nun in diesem Bereich eine Besonderheit aufgelegt: Der DAX ETF (ETF901) mit physischer Replikation (es sind wirklich auch DAX-Aktien im Fonds) verzichtet – und das ist der Clou – auf Wertpapierleihe- und Pensionsgeschäfte (die DAX-Aktien werden nicht an Hedgefonds für Short-Geschäfte verliehen).


DAX: Pause im Aufwärtstrend

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Euro: Steiler Abwärtstrend

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Inflation: 0,1 Prozent im November in der Eurozone

 

Bildquelle: ECB

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