Schwarze Löcher

by • 30. März 2010 • BörsenvisionenComments (0)638

Sollten Sie diese Zeilen noch lesen, dann sind wir (vermutlich) nicht in einem Schwarzen Loch verschwunden, wie manche Skeptiker befürchtet haben. Vermutlich deshalb, weil es ja womöglich noch passieren kann oder, weil man vermutlich nicht so genau weiß, was hinter einem Schwarzen Loch kommen (oder doch, ich bin kein Physiker). Was das alles soll? Am Cern hat — endlich — eine Teilchen-Kollision stattgefunden, wobei auch winzige kleine (tückische?) Schwarze Löcher entstehen können.

Gesetzt den Fall wir befinden uns doch auf der anderen Seite eines Schwarzen Loches, gleich die schlechte Nachricht: Auch dort gibt es fallende Kurse. Der DAX drehte nach einem recht guten Auftakt mit Kursen über 6200 Punkten(!) ins Minus (der Sog des Schwarzen Lochs?).

In keine Schuldenloch sind die Griechen gefallen. Nach wie vor finden sich Gläubiger, wenn auch nach wie vor recht stattliche Zinsen geboten werden müssen. Na ja, während es am Montag noch recht gut lief, war es heute schon etwas zäher.


Zur Inflationsentwicklung: Verbraucherpreise und Einfuhrpreise ziehen an, wenn auch nicht dramatisch. Zurückzuführen ist das vor allem auf die Sprit- und Heizölpreise beziehungsweise die Rohölpreise. Von “echter” Inflation ist (noch) nichts zu spüren. Die Frage ist eher: Wo fließt all das schöne Geld hin? Wo bildet sich die nächste Blase? Bei Staatsanleihen (Schulden)?

Noch eine gute Nachricht für die Fanzosen: Bei uns steigen die Arbeitskosten. Unsere Wettbewerbsfähigkeit leidet mithin, was unsere Exportkraft schwächt. Ob wir deswegen mehr konsumieren? Wohl kaum. Warum? Der Großteil der Kostensteigerung ist auf einen Rückgang der Arbeitszeiten zurückzuführen. Mehr Geld dürften die Arbeitgeber deswegen nicht in der Tasche haben, eher im Gegenteil.


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