Villeroy Boch, Porzellan

Villeroy & Boch-Aktie // Porzellan zerschlagen

by • 23. Juli 2018 • Aktienvisionen, Anlagevisionen, FeatureComments (0)1369

So wirklich passt das nicht zusammen. Das Unternehmen wächst, schreibt pechschwarze Zahlen und trotzdem geht die Aktie auf Talfahrt. Die Rede ist von den Villeroy & Boch Vorzügen (765723), die auf Sicht von zwölf Monaten mehr als 20 Prozent ihres Wertes verloren haben.

In der Vorwoche veröffentlichten Halbjahreszahlen sahen recht gut aus: Der Konzernumsatz wuchs um 3,5 Prozent auf 416,6 Millionen Euro. Beim Betriebsgewinn (Ebit) kam es zu einem Plus von fünf Prozent auf 19 Millionen Euro und auch die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte das Management. Ohne negative Währungseffekte hätten die Daten zudem noch besser ausgesehen.

Villeroy teilt das Geschäft dabei in zwei Bereiche ein. Auf der einen Seite ist Bad und Wellness. Hier meldet das Unternehmen seit vielen Quartalen kontinuierlich steigende Umsatz- und Ergebniszahlen. Auf der anderen Seite steht der Bereich Tischkultur, also das Geschäft mit Porzellan. Und hier ist dann auch wohl ein Grund für die schwache Kursentwicklung zu finden. Denn dort bröckelt das Geschäft immer weiter ab.

Wir sehen darin aber keinen Grund zur Sorge, denn das Bad-Geschäft kann die Rückgänge bei der Tischkultur stets überkompensieren. So wird es auch im Gesamtjahr sein, für das Vorstandschef Frank Göring eine Steigerung des Konzernumsatzes zwischen drei und fünf Prozent sowie ein Ergebniszuwachs von fünf bis zehn Prozent erwartet. Mit einem KGV von zwölf und einer Dividenden-Rendite von 3,7 Prozent ist die Vorzugsaktie (765723) inzwischen fundamental sehr attraktiv bewertet. Kein Augenschmaus ist hingegen der Chart, der einen klaren Abwärtstrend aufzeigt, doch es gibt zaghafte Ansätze einer Bodenbildung: Beim 2015er-Hoch ist im Wochenchart (siehe unten) ein strammer Hammer zu erkennen, der hoffen lässt.

Allerdings steuert nun das Management gegen: Göring kaufte vergangene Woche eigene Aktien. Er investierte dabei rund 78.000 Euro. Und sein Finanzvorstand Markus Warncke war heute auf der Käuferseite zu finden, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht. Wir gehen davon aus, dass auch dies dazu beiträgt, dass der Abgabedruck zeitnah nachlässt. Unser Tipp für Langfristanleger: Sie könnten Kauflimits knapp unterhalb des aktuellen Kursniveaus von 15,48 Euro platzieren.

Anlagezertifikate und Hebelprodukte gibt es auf diesen Basiswert allerdings nicht, dazu ist das Handelsvolumen in dem Titel zu gering.

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Villeroy & Boch-Aktie (Vorzüge, Wochenchart): mit dem Hammer auf Bodenbildung hoffen

Villeroy Boch, Vorzüge, Aktie 230718

Bildquelle: Villeroy & Boch

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