DAX & Draghi // Geld zu verschenken!

by • 21. Januar 2016 • BörsenvisionenComments (0)1424

Bullen, Bullen aufgewacht! EZB Magic Mario (Draghi) spricht. Und er verspricht Gutes. Eine weitere Zinssenkung beziehungsweise, etwas sperriger formuliert, eine geldpolitische Lockerung im März. Das scheint schon fast ausgemacht, wegen China, den Schwellenländern, der Rezession in den USA (ähm?) und natürlich wegen des Öl-Preises.

Geld zu verschenken! Geld zu verschenken!

Klar, das gefällt dem DAX. Er steigt gleich kräftig an. Gleichzeitig geht es mit dem Euro abwärts, aber auch das schätzt ja der DAX, wegen der Wettbewerbsfähigkeit und der wachsenden Gewinnmargen bei den Unternehmen. Wer will es ihm verdenken.

Aber wehe, wenn auch Draghi den DAX nicht nach oben bringt. Dann wäre doch etwas gewaltig faul im Staate Börse.

EZB-Präsident Mario Draghi spart nicht mit markigen Worten: Es gebe keine Grenzen für den Einsatz der Instrumente der EZB. Waaahooo! Das klingt nach sehr sehr viel Geld. Ist es so schlecht um die Welt(-Wirtschaft) bestellt?

Kann man da noch Aktien kaufen – oder muss man sogar?

Quantitative Easing (der Ankauf von Staatsanleihen mit frisch gedrucktem Geld) funktioniere, sagt Draghi. Allein, es bleibt ein wenig Skepsis zurück, schließlich sagt Draghi auch, dass die Inflationsrate möglicherweise negativ werden könnte. Doch das liegt bestimmt am fallenden Öl-Preis … Vielleicht sollte sich die EZB überlegen Öl aufzukaufen, um dessen Preis zu stützen und damit das leidige Inflationsproblem zu lösen?


Die Frage ist auch, ob Draghi auf Dauer gegen den fallenden Öl-Preis andrucken kann, um die Inflationsrate, wie gewünscht, nach oben zu bringen oder ob er sich einfach demütig gegenüber dem Markt verhalten sollte?

Haut Draghi die Märkte mal wieder raus? Gut möglich. Im DAX gibt es noch eine paar Löcher (Gaps) zu stopfen. Das größte bei 10.700/10.500 Punkten.

Die EZB-Sitzung hinter lässt Anleger freudig und sorgenvoll zugleich. Freudig, weil es wieder frisches Geld gibt und sorgenvoll, weil es wohl schon wieder genug Gründe gibt (wo man doch eigentlich tapfer sein wollte) die Geldpolitik zu lockern.

Die besten Tweets zur EZB-Sitzung



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