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Twitter Aktie // Durch Übernahmefantasie am Leben gehalten

by • 1. September 2016 • AktienvisionenComments (1)1020

Kann Twitter allein überleben? Ich glaube: kaum. Obwohl ich selbst ein [großer] Twitter-Fan bin, weil es sicherlich keinen besseren frei verfügbaren [kostenlosen] Nachrichtendienst gibt, habe ich doch erhebliche Zweifel, dass es Twitter allein schaffen kann. Viele Nutzer wissen nach wie vor nicht, wie und für was sie Twitter nutzen sollen. Nachvollziehen kann ich das nicht, da ich Twitter sehr einfach und transparent finde – ganz anders als beispielsweise Facebook oder gar Snapchat [gut, Snapchat begreift man vermutlich nicht mehr, wenn man jenseits der 25 ist]. Vielleicht ist das gerade das Problem von Twitter, der fehlende Coolness-Faktor. Journalisten und Professionelle wissen um die Vorzüge von Twitter, aber der breiten Masse bleiben die 140-Zeichen-Botschaften zu abgehoben [woran vermutlich auch die Twitter-Gemeinde liegt, die auf jeden mit Herzen eindrischt, der einfach nur twittern möchte und keine Mission hat].

So wächst die Twitter-Community viel zu langsam, ganz besonders im Vergleich zu Instagram, Facebook oder Snapchat. Aber genau das ist die Währung bei Analysten, Finanziers und Aktionären. Wer nicht liefert, wird abgestraft. Die Twitter-Aktie notierte an der Börse mal bei 75 Dollar und sackte zwischenzeitlich bis auf rund 14 Dollar ab. Ich war eigentlich zuversichtlich, weil neue Features wie Periscope oder Vine kamen, doch der ersehnte Push blieb aus.

Inzwischen hat sich der Twitter-Kurs zeitweise wieder auf mehr als 21 Dollar berappelt, aber auch dann wieder zurückgefallen. Erst jetzt gab es neuen Schwung, aufgrund von Übernahmegerüchten. Gut, ganz frisch sind diese auch nicht, schon immer gab es die Vermutung, dass vielleicht Google bei Twitter zugreifen könnte, weil Google in Sachen Content schwach und Twitter stark ist, win-win sozusagen. Auch Ex-Microsoft Steve Ballmer und der saudische Prinz Alwaleed bin Talal al Saud wurden schon als Aufkäufer genannt. Doch jetzt hat Aufsichtsrat Evan Williams hinsichtlich der Unabhängigkeit orakelt:


„Wir sind jetzt in einer starken Position und als Aufsichtsratsmitglieder müssen wir die richtigen Optionen prüfen.“

Der Börse war das ein dickes Plus wert. Mehr als Übernahmefantasie ist bei Twitter derzeit nicht, da die Hoffnungen auf ein starkes Wachstum einstweilen zerstoben sind. Das sind deutliche Hinweise darauf, dass es Twitter allein nicht schaffen wird. Twitter bleibt ein Kauf-Kandidat. Das ist es, worauf Spekulanten derzeit setzen.

Eine Alternative zur Aktie könnte derzeit ein Discount-Zertifikat sein, allein wegen der hohen Vola. Ein Vontobel-Produkt (VS7UET) bietet derzeit eine Maximal-Seitwärtsrendite von 11,2 Prozent (20,0 Prozent p.a.), sofern der Cap bei 17 Dollar am 17. März 2017 nicht unterschritten ist. Der Verlustpuffer (Discount) beträgt 20,4 Prozent. Ein SocGen-Produkt (SE27XU) schafft es bei einem Cap von 16 Dollar auf eine aktuelle Rendite von 8,8 Prozent (13,9 Prozent) und einen Discount von 22,7 Prozent. Beide Zertifikate sind nicht währungsgesichert.

Twitter-Aktie: Erholung durch Übernahmefantasie

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