Plusvisionen

Opec Öl Deal // Preis des Frackings ist das Limit

Nun also doch: Die Opec, der Club der erdölexportierenden Länder, haben beschlossen, die Öl-Produktion zu drosseln. Auch Russland, obwohl nicht Mitglied bei diesem Preis-Kartell, will mitmachen. Das ist wichtig, weil Russland ein wichtiger Produzent ist und die mögliche Förderlücke einfach wettmachen könnte, wenn es nicht mit von der Partie bei dem Öl-Deal wäre. Einzig Indonesien ist ausgeschert und hat seine Opec-Mitgliedschaft ausgesetzt. Das von der Opec gepumpte Öl soll auf 32,5 Millionen Fass (Barrel, 159 Liter) pro Tag gedrosselt werden. Das sind 1,2 Millionen Barrel weniger als bislang. Ziel: Der Öl-Preis soll wieder steigen, weil man mehr verdienen möchte, natürlich. Es sei ihnen gegönnt.

Freilich müssen wir die Zeche zahlen, da Benzin, Diesel und Heizöl (und vermutlich auch Erdgas) teurer werden. Dann bleibt verständlicherweise weniger, um sich andere schöne Dinge des Lebens zu gönnen. Der Konsum wird belastet, wie der Volkswirt sagt – und letztlich leidet die Konjunktur. Deshalb ist es auch so verwunderlich, dass sich alle Welt derzeit über steigende Öl-Preise freut. Die Argumentation geht dabei so: Mit den steigenden Öl-Preise werde auch die Inflation anziehen (und auch den Staatsfinanzen der Opec-Länder gehe es wieder besser) und dann werde alles gut … Hm … Ich habe Zweifel, ob höhere Inflationsraten und damit verbunden kletternde Zinsen die Problem in der Wirtschaftswelt richten werden oder nicht eher noch mehr Sorgen erzeugen. Aber das soll nicht Thema hier sein, heute nicht.

Die Frage ist eher, wie hoch könnte es mit dem Öl-Preis noch gehen? Kurzer Blick zurück, wir erinnern uns, der Preis ist eine Funktion aus Angebot und Nachfrage. Ob die Nachfrage steigt, angesichts des Ausbaus an erneuerbaren Energie und der kommenden Elektromobilität sei mal dahingestellt. Das Angebot soll jetzt gedrosselt werden [mal sehen, ob es tatsächlich so kommt]. Wichtiger für das Angebot dürfte jedoch sein, wann sich Fracking wieder lohnt. Derzeit sei dies bei rund 60 Dollar der Fall. Doch auch Fracking wird durch den technologischen Fortschritt noch günstiger werden. Und weil das so ist, dürfte auf der Welt in den kommenden Jahren Öl im Überfluss [viel Angebot] vorhanden sein, was natürlich nicht gut für den Öl-Preis ist [einen sehr informativen Artikeln zum Fracking und möglichen Lagerstätten finden Sie hier].

Also sollte man besser nicht zu optimistisch für den Öl-Preis sein, was nicht heißt, dass er nicht doch bis auf 60 Dollar steigen kann. Dort liegen auch die nächsten deutlichen charttechnischen Widerstände (siehe auch Chart unten). Kurzfristig ist der Öl-Preis (Brent) an dem kurzfristigen Abwärtstrend gescheitert. Nach zwei Tagen mit heftigen Kurssteigerungen ist das allerdings nicht besonders erstaunlich. Die seit Juni währende Konsolidierungsphase (Seitwärtsbewegung) bleibt somit erstmal intakt. Tendenziell ist die Öl-Preis-Entwicklung aktuell nach oben gerichtet. Das wird auch an der 200-Tage-Durchschnittslinie sichtbar, die nach gen Norden gedreht hat.

Wer etwas Öl-Optimismus mitbringt, könnte nun zu einem Stayhigh-Optionsschein greifen. Beispiel: SE7CWY der SocGen. Der Knock-out liegt hier bei 42,50 Dollar. Wird die Barriere bis zum 9. Juni 2017 verletzt, bedeutet das einen Totalverlust. Wenn nicht, gibt es eine Rendite-Chance von 21,1 Prozent (42,01 Prozent p.a.). Das Papier ist währungsgesichert.

Auch interessant könnte ein Inline-Optionsschein sein. Beispiel: SE40S3 auch von der SocGen. Ko-Level: 30/70 Dollar (werden diese verletzt, bedeutet das einen Totalverlust). Rendite-Chance: 9,3 (35,6 p.a.) Prozent. Laufzeit: 10. März 2017. Quanto (Währungsabsicherung): ja.

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[highlight]Öl-Preis (Brent, Tageschart): am kurzfristigen Abwärtstrend gescheitert[/highlight][divider_flat]

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[highlight]Öl-Preis (Brent, Monatschart): Widerstände bei 60 Dollar[/highlight][divider_flat]

 

Bildquelle: Kurt Michel  / pixelio.de

 

 

 

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