Rubrik: Zertifikate

Das dritte Quartal der Deutschen Börse lief etwas besser, als es von den Analysten im Vorfeld erwartet worden war. Daher schaut es auch so aus, als ob der Konzern seine Jahresziele locker erreichen wird. Trotzdem verzeichnet die Deutsche Börse-Aktie (581005) im frühen Dienstagshandel leichte Kursabschläge. Dies dürfte aber vor allem eine Folge des schwächeren Gesamtmarkts sein.

Die Angst, dass die schwache Konjunkturentwicklung sich auf das Konsumverhalten noch stärker auswirkt, hatte die Beiersdorf-Aktie in den vergangenen Monaten von Kursen um 140 Euro bis auf ein Niveau unter der 90-Euro-Marke zurückfallen lassen. An diesem Donnerstag meldet der Nivea-Konzern nun, dass das Geschäft tatsächlich etwas schlechter läuft, als es vom Konsumgüterkonzern bislang erwartet worden war.

Nach einem guten dritten Quartal Sartorius seine Ziele für das Gesamtjahr leicht erhöht. Die Vorzugsaktie des Labor- und Pharmazulieferers (716563) legte daher am gestrigen Donnerstag kräftig zu und konnte sich damit von der charttechnisch wichtigen 200-Euro-Marke klar nach oben entfernen. Wir bevorzugen allerdings weiter eine defensive Herangehensweise via Discount-Zertifikat.

Rückläufige Absatzmengen und massiv gesunkene Preise am Zuckermarkt sorgten bei der Südzucker AG im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 (per 28.2.) für einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang. Nun schaut es so aus, dass die Südzucker-Aktie (729700) die Zehn-Euro-Marke nicht halten kann.

Wer hätte es gedacht: Die Merck-Aktie ist auf Jahressicht mit einem Abschlag von rund 32 Prozent der drittschlechteste DAX-Wert. Nur Symrise und Beiersdorf performten noch etwas schlechter. Zuletzt belastete den Wert ein angekündigter Chefwechsel, aber natürlich auch die Angst vor neuen US-Zöllen, die US-Präsident Donald Trump gegenüber Pharmakonzernen erheben will, die nicht in den USA produzieren. Wir klären auf.

Seit diesem Montag ist der DAX-Abstieg der Sartorius-Vorzugsaktie (716563) traurige Realität. Der Labor- und Pharmazulieferer musste so starke Kursverluste hinnehmen, dass die Markkapitalisierung nicht mehr ausreicht, um zum Kreis der Top 40 des deutschen Kurszettels zu gehören. Trotzdem sehen wir Möglichkeiten, mit diesem Basiswert Geld zu verdienen, jedoch nicht im Direktinvestment.

Wenn die BaFin, also unsere staatliche Kapitalmarkt-Polizei, eine Überprüfung durchführt, dann ist dies meist ein schlechtes Zeichen. Betroffene Aktien werden dann schnell schwer verprügelt. So auch am heutigen Mittwoch bei Gerresheimer (A0LD6E). Denn der Pharma- und Kosmetikverpackungs-Hersteller ist ins Visier der BaFin geraten. Dies sorgte zunächst für einen Kursrutsch um rund ein Drittel. Nach einer ersten Stellungnahme des Konzerns, schrumpfte das Minus aber auf „nur noch“ rund 15 Prozent bis zum Mittag zusammen.

Relativ ruhig ist es in den vergangenen Monaten um die Evonik-Aktie (EVNK01) geworden. Dies liegt aber weniger an der Tatsache, dass der Spezialchemie-Konzern nicht mehr Hauptsponsor des zuletzt wenig erfolgreichen Fußball-Clubs Borussia Dortmund ist, sondern an der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist. Denn das Chemiesegment gilt weiter als sehr zyklisch, was im aktuellen Konjunkturumfeld keine steigende Kurse erwarten lässt.

Vor rund 16 Monaten hatten wir die Heidelberg Materials-Aktie bei Kursen unter 100 Euro als sehr aussichtsreich eingestuft. Inzwischen ist nicht nur die 100er-Marke gefallen, sondern auch die 200-Euro-Linie übertroffen. Trotzdem sehen wir weiteres Kurspotenzial, wie übrigens auch die Analysten.

Obwohl die Zahlen für das zweite Quartal, die Zalando vor Monatsfrist vorlegte, mehr als ordentlich waren, setzte die Zalando-Aktie (ZAL111) ihre Talfahrt auch in den vergangenen Tagen fort. Somit notiert der Titel rund 30 Prozent niedriger als noch vor drei Monaten. Wir klären auf.

Bis an die Marke von 240 Euro ist die Siemens-Aktie (723610) in den vergangenen Tagen hochgelaufen. Daher rückt nun das Rekordhoch bei 244,85 Euro in den Fokus, welches der Titel Anfang März erreicht hatte. Möglich machten dies gute Quartalszahlen und eine Prognosebestätigung für das Gesamtjahr, die auch die Charttechnik positiv beeinflusste. Trotzdem könnte die Luft nun kurzfristig etwas dünner werden.

Binnen Jahresfrist legte die Hochtief-Aktie (607000) um mehr als 100 Prozent zu. Möglich war dies, weil die Kapitalmarkt-Teilnehmer dem globalen Infrastruktur- und Baukonzern zutrauen, dass er von den milliardenschweren Staatsinvestitionen profitieren wird. Nach dem rasanten Höhenflug, überrascht es aber nicht, dass erste Analysten etwas vorsichtiger werden. Wir klären auf.