Rubrik: Plusvisionen

Es war paradox: Im Straßenbild nahmen Wohnmobile und zu Campern umbebaute Kastenwägen (Camper Vans) stetig zu, aber mit der Aktie des Wohnwagen- und Wohnmobil-Spezialisten Knaus Tabbert ging es von Mai 2021 bis Juli 2022 beständig abwärts. Einer der Hauptgründe dafür waren Lieferkettenproblem. Diese Situation wandelt sich gerade. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Die Beteiligungsgesellschaft Gesco, die auf Hidden Champions aus dem Mittelstand setzt, hat schöne (vorläufige) Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 vorgelegt: Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 582,3 Millionen Euro, was durchaus eine Leistung ist, angesichts der herausfordernden Gegebenheiten. Die Gesco-Aktie hat sich im vergangenen Jahr gut gehalten.

Das vierte Quartal 2022 markierte bei Rational mit 290 Millionen Euro einen neuen Quartalsumsatzrekord und lag um 50 Prozent über dem Vergleichsquartal. Insgesamt verbuchte der Profiküchenausrüster im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe von 1.022,3 Millionen Euro. Dies entspricht einer Wachstumsrate zum Vorjahr von 31 Prozent. Das EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) kletterte auf einen neuen Rekordwert von 237,5 Millionen Euro und lag damit um rund 48 Prozent über dem Vorjahr. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Gutes hat wohl seinen Preis. Immerhin bewertet die Börse derzeit die Friwo-Aktie mit 364 Millionen Euro. Das ist auf den ersten Blick durchaus üppig für ein Unternehmen, das im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen 184,9 Millionen Euro umgesetzte und damit einen Vorsteuergewinn (Ebit) von 4,3 Millionen Euro erzielte. Aber bei Friwo, das mit seinen Stromversorgungs- und Antriebssystemen im boomenden E-Mobiliäts-Markt tätig ist, stimmt die Dynamik. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Es läuft weiter ziemlich gut für die Aktie von ABO Wind. Klar der globale Entwickler von Wind- und Solarparks hat durch die Energiewende eine ziemlich steife Brise im Kreuz, die mächtig antreibt. So ist die Aktie nach einer ausgedehnten Seitwärtsbewegung Anfang/Mitte Dezember nach kräftig oben weggezogen. Kann die Aktie ihren steilen Aufwärtstrend fortsetzen?

Die Fahrrad-Branche ist ein Wachstumsmarkt mit Plusraten von 64 Prozent bei den Fahrradverkäufen und im Bereich der E-Bike-Sales sogar von 101 Prozent im dritten Quartal. Da sollte sich doch der Chart des Online-Fahrradteile- und Fahrrad-Händlers Bike24 eigentlich steil nach oben bewegen, aber das Gegenteil ist der Fall, seit Herbst 2021 befindet sich die Aktie in einem rasanten Abwärtstrend und erst in den vergangenen Monaten kam es zu einer charttechnischen Bodenbildung. Wird diese gelingen?

Der Autoverkehr wird elektrisch. Das stellt die Automobilkonzerne vor gigantische Herausforderungen und wirbelt auch die Zulieferbranche kräftig durcheinander. Die beherrschenden Themen sind stets die Erhöhung der Reichweite von E-Autos sowie die Ladegeschwindigkeit beim „Tankstopp“. Die Lösung dieser beiden großen Herausforderungen kann dabei manchmal auf den ersten Blick denkbar unspektakulär sein: – ein Draht beispielsweise. Das stellt die nicht börsennotierte HPW aus Österreich eindrucksvoll unter Beweis.

Jetzt in einen deutschen Spezialchemie-Wert wie Alzchem investieren? Gewagt, schließlich befindet sich Deutschland in einer Rezession – oder steht kurz davor, je nach Definition – und hat zudem ein eklatantes Energieproblem. Große Chemieunternehmen wie BASF verlagerten deswegen schon Produktionen in Ausland. Doch Alzchem steuert bislang, mit seinen führenden Marktpositionen in Nischenmärkten, recht erfolgreich durch die Krise.

Nach dem Umbruchjahr 2020, Gesco trennte sich weitestgehend von seinem Automotivgeschäft, ging es mit der Aktie der Beteiligungsgesellschaft schön aufwärts. Derzeit hält sich das Papier, trotz der großen Unsicherheit an den Börsen, auf hohem Niveau. Steht der nächste Schub der Aktie nach oben bevor? Im Portfolio finden sich sehr spannende Beteiligungen.

Der Chart der Friwo-Aktie ist schon fast eine Rarität, denn er ist in diesen herausfordernden Zeiten noch nach oben gerichtet, auch wenn er sich derzeit etwa abflacht. Das mag mit den Produkten zusammenhängen, die Friwo produziert und vertreibt; das Unternehmen ist im Bereich der Elektromobilität tätig und hat Antriebssystem, Ladetechnik, aber auch Netzteile für Industrie und Medizin sowie LED-Treiber im Angebot. Wie es mit der Aktie weitergeht.

Alarmstufe Gas! Jahrelang wurden Industrie und Hausbesitzer von der Politik ermuntert auf Gas umzusteigen. Damit wuchs allerdings auch die Abhängigkeit von russischen Lieferungen. Das bekommen wir nun, obwohl Merkel sinngemäß sagt, dass sie Putin nie vertraut habe, deutlich zu spüren. Umso wichtiger ist die die möglichst rasche – Bundesfinanzminister Lindner spricht von fünf Jahren – Umstellung auf alternative Energiequellen. Dazu gehört auch die Geothermie, wo dem Bohrunternehmen Daldrup & Söhne eine wichtige Rolle zukommt. Die Aktie befindet sich im Aufwärtstrend.

Das schwedische Bergbauunternehmen Eurobattery Minerals hat die Mission Europa mit ethischen und vollständig rückverfolgbaren Batteriemineralen für die Elektrofahrzeugindustrie zu versorgen. Eurobattery konzentriert sich dabei auf die Exploration und Entwicklung Nickel-Kobalt-Kupfer-Projekten in Europa. Bislang ist die Börse wenig angetan. Bringt eine neue Nachricht die Kurswende?