- Drägerwerk-Aktie // Dicker Freudensprung
- Hornbach Holding-Aktie // Ausbruch nach Bodenbildung?
- FlatexDegiro-Aktie // Konsolidierung im Aufwärtstrend?
- Infineon-Aktie // Kurs vor der Wende?
- Douglas-Aktie // Noch gibt es Hoffnung
- Gabler Group-Aktie // Beeindruckende Marge bei hohem Auftragsbestand
- Finanzarchitektur // Blaupausen für einen strukturierten Vermögensaufbau
- Medios-Aktie // Chance auf die Trendwende besteht
Rubrik: Feature
Die Münchener Rück (Munich Re) ist zweifellos ein sehr feines Unternehmen. Solide. Ruhig. Rückversicherung. Die Investorenlegende Warren Buffett ist zwar wieder bei der Munich Re ausgestiegen, weil er nicht mehr so recht an das Geschäft des Rückversicherers glaubt, aber die Ergebnisse können sich noch immer sehen lassen. Dennoch kommt der Aktienkurs nicht in Schwung. Ein Hit bleibt die Dividende, wobei es bis zum nächsten Termin noch etwas hin ist. Doch Anleger können ihre Rendite auch anders aufpeppen.
Die Aktie des Baumaschinenherstellers Wacker Neuson hat ein Problem. Vielleicht sollte es korrekter heißen: hatte? Wir bei Plusvisionen berichteten bereits häufiger über dieses wunderbare Unternehmen. Dabei fiel zuletzt die bis Anfang Mai doch recht ambitionierte Börsenbewertung auf. Damals erreichte die Marktkapitalisierung rund 1.500 Millionen Euro. Inzwischen ist diese auf 1.332 Millionen Euro abgesunken. Nun ist das Papier aus dem seit Mai bestehenden Abwärtstrend mit Schmackes noch oben ausgebrochen. Grund dafür soll eine Empfehlung des Bankhauses Lampe nach der Roadshow des Finanzvorstands sein, aber die Börse sucht sich ihre Argumente gerne entsprechend der Richtung, die sie einschlagen möchte. Wie auch immer, das eröffnet wieder Chancen.
Wenn in einem Land die Nummer zwei einer Branche schwächelt, dann ist der Marktführer der Gewinner. So ist dies ganz besonders bei den deutschen Fluggesellschaften. Während Air Berlin am Abgrund der Insolvenz taumelt, ist die Lufthansa sogar bereit, dem schwer angeschlagenen Wettbewerber unter die Arme zu greifen. So hat die Kranich-Airline erst kürzlich eine ganze Reihe von Air Berlin-Fliegern übernommen, damit der kleine Konkurrent nicht noch stärker in Turbulenzen kommt. Denn ohnehin sorgte nur der Großaktionär Etihad aus Abu Dhabi dafür, dass bei Air Berlin die Triebwerke noch nicht ausgegangen sind. Mehrere Milliarden flossen bereits aus dem Scheichtum in die dauerhaft klamme Firmenkasse. Eine Komplettübernahme von Air Berlin lehnt Lufthansa-Chef Carsten Spohr aber derzeit ab – noch. Eine Branchenkonsolidierung gilt aber als unumgänglich. Wie die Lufthansa-Aktie darauf reagieren wird.
Nun kann es doch ganz schnell gehen mit der Aufspaltung des Metro-Konzerns. Denn am Donnerstag lehnte das Oberlandesgericht Düsseldorf gleich mehrere Nichtigkeits- und Anfechtungsklagen gegen den Aufspaltungsbeschluss der Metro-Hauptversammlung ab. So kann Metro-Chef Olaf Koch aufatmen und das tun, was er nun schon viele Monate plant: Die Bildung eines Lebensmittelkonzern mit dem Metro-Großmärkten und den Real-Supermärkten unter dem Namen Metro und Erschaffung von Ceconomy, einem Elektronikhändler mit Media Markt und Saturn. Was das für die Vorzüge und Stämme von Metro bedeutet und welche ertragsstarken Alternativen es gibt.
Fundamental ist die Aktie von ThyssenKrupp nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Monate nicht mehr günstig bewertet. Doch steigende Stahlpreise und eine mögliche Fusion des Europa-Geschäfts mit Tata Steel inspirieren anscheinend zu mehr. Im mittelfristigen Bereich hat sich charttechnisch die Situation sogar noch weiter aufgehellt.
Die Aktie der Commerzbank hat derzeit so ihre Problemchen, wie andere Bankenaktien auch. Sie kommt nicht mehr so recht vom Fleck nach einem knappen Jahr der Aufwärtsbewegung. Vielleicht braucht sie auch einfach nur eine Pause, vor einem weiteren Anstieg. Auffällig ist, dass nun wieder mehr genölt wird. Interessant könnte in dieser Situation ein alter, aber eher seltener Bekannter werden.
Lange Zeit klang es so, als würde die Deutsche Telekom ihr USA-Geschäft ganz aufgeben wollen. Fast hätte dies auch geklappt. 2011 sollte die Telekom-Tochter T-Mobile US an den dortigen Konkurrenten AT&T verkauft werden. Die Sache scheiterte. Inzwischen scheint die Telekom-Spitze in Bonn ganz froh darüber zu sein. Der US-Markt ein Wachstumsbereich bei der Telekom und die ungeliebte Tochter ist längst zu einer Perle im Konzern geworden. Wird das auch den Kurs der T-Aktie wieder beflügeln?
Es könnte also tatsächlich mit einem etwas größeren Börsengang (englisch IPO) in Deutschland klappen. Denn bei Vapiano soll das Zeichnungsbuch schon übervoll sein, wie wir aus Kreisen der Konsortialbanken (Barclays, Berenberg und Jefferies) hören. Tatsächlich, die Geschichte hört sich spannend an. Sollten Anleger die Aktie zeichnen?
Bei Osram wird derzeit die (ferne) Zukunft gehandelt. Die Aktie befindet sich in einem grandiosen Aufwärtstrend. Charttechnisch sieht das alles sehr gut aus, allerdings bereitet die Bewertung Sorgen. Aktuell liegt das KGV bei 25, was sicherlich nicht günstig ist. Doch die Börse wäre nicht die Börse, wenn sich dafür nicht gute Argumente finden würden. Bekannt ist aber auch, dass die Börse launisch sein kann, ganz besonders, wenn hohe Erwartungen nicht erfüllt werden sollten. Ein Discount-Zertifikat bietet einen Verlustpuffer.
Es scheint so, als habe die Aktie von CropEnergies nur auf dieses Jahre gewartet. Seit Januar geht es mit dem Kurs steil [vulgo: raketenmäßig] nach oben. Der Börsenwert hat sich rund verdoppelt. Inzwischen ist die Südzucker-Tochter 863 Millionen Euro wert. Nun wurde die Prognose angehoben. Was das für die Aktie bedeuten könnte.
Die BASF-Aktie befindet sich aktuell in einer Konsolidierungsphase. Hauptgrund dafür ist die eher zurückhaltende Gewinnerwartung. Allerdings gibt es auch Risiken, speziell im Öl- und Gasgeschäft. Dort können schwankende Preise schnell für unerwartete Ertragsentwicklungen sorgen. Fundamental bleibt die BASF-Aktie reizvoll, auch wenn sie charttechnisch angeschlagen wirkt. Wie auch immer, mit einem Bonus-Zertifikat besteht die Chance auf eine attraktive Zusatz-Dividende bis Dezember.
Die Aktie von HeidelbergCement tritt auf der Stelle und pendelt seit August 2016 zwischen 80 und 90 Euro. Denn der Markt traut dem Bauzulieferer zurzeit wenig zu. Ein Grund dafür ist die milliardenschwere Übernahme des italienischen Wettbewerbs Italcementi im Vorjahr, die die Heidelberger sehr viel Geld kostete, allerdings in eine völlig neue Größenordnung katapultierte, wie die Zahlen zum ersten Quartal belegen. Der zweite Grund für die schwache Performance sind Zweifel an schnellen Synergien aus dem Deal und der dritte Grund sind die zuletzt schwachen Zementpreise in Europa. Analysten sehen nun eine Trendwende.
