Rubrik: Feature

Die Aktie der Baywa wirkt festgefroren. Das mag auch mit dem Wetter zusammenhängen. Baywa Obst musste deswegen in der Region Bodensee und Neckar sogar Kurzarbeit beantragen. Grund sind die heftigen Frostschäden während der Apfelblüte im Frühjahr. In weiten Teilen dieser Anbauregionen wird deshalb mit Ernteausfällen von bis zu 70 Prozent gerechnet. Es könnte die geringste Ernte seit 25 Jahren werden. Dabei bleiben die langfristigen Aussichten für das Unternehmen spannend. Mit einem Discounter können Anleger auch im Seitwärtstrend profitieren.

Der Börse ist Evotec nun bereits 2,2 Milliarden Euro wert. Ein stolzes Sümmchen, auch wenn es geschäftlich weiter gut läuft: Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz um 37 Prozent. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 117 Prozent. Nun wurde nach einer Akquisition die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Wird das reichen, um die Aktie auf Kurs zu halten? Ein Discount-Zertifikat bietet eine schöne Renditechance und einen großzügigen Verlustpuffer.

Schon in den vergangenen Monaten wollte die Lufthansa die kleine Air Berlin gerne schlucken. Allerdings war da noch ein Schuldenberg in Milliardenhöhe, der diesen Ansinnen einen dicken Strich durch die Planung machte. Der ist aber mit der Insolvenz schlagartig verschwunden. Logische Konsequenz: Die Lufthansa-Aktie setzt ihren Höhenflug fort und bleibt fundamental günstig bewertet. Mit einem Discount-Zertifikat können Anleger gut von der hohen Volatilität profitieren.

Die K+S-Aktie bricht erneut ein. Der Grund: Eher durchwachsene Zahlen für das zweite Quartal. Hauptgrund für den Schwächeanfall ist aber die Streichung des alten Mittelfristziels. Anleger könnten daher vor einem Kauf der Aktie eine Beruhigung abwarten oder ein paar Abstauberlimits in den Markt legen. Eine Alternative zur Aktie kann ein Discounter mit attraktiver Renditechance sein.

Charttechnisch wird es sehr spannend bei Eon. Die Aktie steht bei 9,50 Euro und damit knapp vor dem langfristigen Abwärtstrend seit 2008, der aktuell bei rund 10,00 Euro verläuft. Wird dieser und der Widerstand bei 10,30 Euro, welcher durch das 2015er-Hochs gebildet wird – geknackt, könnte das ein weiteres Long-Signal für die Eon-Aktie sein. Als kurzfristige Alternative zur Aktie: Vor der Dividende kommt die Discountrendite.

Die Deutsche Wohnen steigerte die für Immobilienwerte wichtige operative Kennzahl FFO (Funds from Operations) um elf Prozent auf 221 Millionen Euro. Im Gesamtjahr sollen die FFO auf 425 Millionen Euro zulegen. Das Unternehmen erreichte damit die Erwartungen der Analysten. Fundamental bleibt die Deutsche Wohnen ein attraktiver Wert. Im Langfristchart ist für die zurückliegenden sieben Jahre ein stetiger Aufwärtstrend zu erkennen.

Einfach schlau – simply smart – steht in Handschrift auf der ersten Seite des Halbjahresberichts von Heidelberger Druckmaschinen. Ob es schlau war oder ist in die Aktie zu investieren? Wer vor Jahren in den Wert eingestiegen ist, wird das klar verneinen. Doch HeidelDruck kommt aus dem Tal der Tränen heraus, das zeigen die aktuellen Zahlen. Charttechnisch erscheint vor allem die längerfristige Perspektive bei der HeidelDruck-Aktie interessant: Der seit 2014 bestehende Abwärtstrend wurde gebrochen.

Der Reisekonzern TUI erhöht seine Prognose. Die Geschäfte sollen weiter gut laufen. Charttechnisch könnte der mittelfristige Abwärtstrend gebrochen werden. Fundamental erscheint die Aktie mit einem niedrigen KGV und einer hohen Dividenden-Rendite günstig. Nur die Börse reagiert skeptisch auf die Ergebnisse. Das hat einen besonderen Grund. Aber es gibt noch einen guten Bonus.

Die Zahlen der Munich Re für das zweite Quartal lagen in Summe über den Analystenschätzungen. Dabei waren es vor allem geringe Katastrophenschäden und eine Steuergutschrift die beim weltgrößten Rückversicherer das Ertragsminus abfederte. Denn auch unter dem neuen Vorstandschef Joachim Wenning scheint die operative Ertragswende noch nicht in Sicht. Schuld daran wiederum sind ein harter Wettbewerb und auch das niedrige Zinsniveau. Fundamental bleibt die Aktie attraktiv bewertet. Kurzfristig erscheinen ein Discounter und ein Reverse-Bonus-Cap-Zertifikat reizvoller.

Tesla ist Glaubenssache und wo Glaube ist, da sind auch Jünger und wo Jünger sind, da steigen die Kurse, meist, sehr stark. Bei der Tesla-Aktie ist das so, obwohl das Unternehmen noch nie Gewinn gemacht hat, im ersten Halbjahr gerade einmal 47.077 auslieferte und an der Börse dennoch rund 50 Milliarden Euro wert ist. Aber Tesla hat etwas Wesentliches erkannt. Macht das die Aktie so wertvoll? Charttechnisch wirkt die Situation durchaus positiv.

Die BMW-Aktie glänzt derzeit mit einer Sensationsbewertung. Ist das ein Glückfall und Super-Chance für Anleger? Liegt die Börse mit ihrer Einschätzung falsch – mal wieder? Oder ist das niedrige KGV und die hohe Dividenden-Rendite eher ein Hinweis darauf, dass die Gewinn des Autobauers bald spärlicher fließen könnten? Über die Gründe kann trefflich spekuliert werden: Diesel-Gate, Tesla, Elektroautos, Wertschöpfung … Kurzfristig bietet ein Bonus-Zertifikat einen Sicherheitspuffer und eine attraktive Rendite-Chance.

Das Geschäftsmodell von Fresenius Medical Care (FMC) ist eigentlich recht einfach: Die Bad Homburger sind der weltweit führende Konzern für Produkte und Dienstleistungen für die Dialysetechnik. Sofern also Menschen an einem chronischen Nierenversagen leiden, kommt in der Regel die FMC-Technik zum Einsatz. Dabei betreibt FMC eigene Dialysekliniken, verkauft die Produkte aber auch an andere Anbieter. In knapp 3700 Kliniken sind dabei Gerätschaften von FMC quasi im Dauereinsatz. Nun meldet FMC wieder einen milliardenschweren Zukauf: Für das amerikanische Medizintechnik- und Dienstleistungsunternehmen NxStage Medical bietet FMC 30 Dollar pro Aktie. Kann das die Aktie wieder beflügeln?