Rubrik: Feature

Wenn es eine Aktie unter den 30 DAX-Werten gibt, die in den vergangenen Monaten extrem mies performt hat, dann ist das ProSiebenSat1. Der Medienkonzern hat seine Anleger enttäuscht und die Erwartungen nach unten revidiert. Vor allem das Geschäft der klassischen TV-Werbung läuft schlechter als vom Management erwartet. Vor Monatsfrist rutschte die Aktie nach der Gewinnwarnung in der Spitze um rund 20 Prozent ab. Mit Blick auf Chart, KGV und Dividenden-Rendite scheint die Aktie nun aber reif für ein Comeback zu sein. Ein Bonus-Zertifikat (DM47ME) bietet kurzfristig eine attraktive Rendite-Chance.

Nun ist Baywa indexlos, weil die Börsenumsätze nicht stimmen. Sie sind neben der Marktkapitalisierung das zweite Kriterium für die Aufnahme in die DAX-Familie. Bei der Baywa sind die Umsätze am Markt traditionell gering, da die Baywa einen treuen Aktionärsstamm aus Landwirten sowie Volks- und Raiffeisenbanken hat. Beide stehen nicht in dem Ruf sonderlich aktive Trader zu sein, was ja nicht schlecht sein muss. 60 Prozent der Baywa-Aktien liegen bei Ankeraktionären. Doch während andere Aktien womöglich unter solch einem Rausschmiss leiden, scheint das bei der Baywa-Aktie nicht so zu sein. Gelingt vielleicht sogar der Sprung über einen wichtigen charttechnischen Widerstand? Für Optimisten könnte dann ein Turbo Bull ohne Laufzeitbegrenzung (HU2338) interessant sein.

Siemens war noch mit rund 17 Prozent bei seiner ehemaligen Tochter Osram beteiligt. In der heutigen Nacht hat sich der DAX-Konzern aber von dieser Beteiligung getrennt. Die Aktien gingen in einem beschleunigten Bieterverfahren für eine Gesamtsumme von rund 1,2 Milliarden Euro an institutionelle Anleger. Damit ist für Siemens das Kapital Osram fest abgeschlossen, denn einen ganz geringen Anteil mussten die Münchener behalten, da noch eine Wandelanleihe aussteht. Fundamental ist die Osram-Aktie aktuell sicher kein Schnäppchen, aber es gibt spannende Perspektiven. Kurzfristig verspricht ein Bonus-Zertifikat (CY4KGM) eine schöne Rendite.

Mehr als 75 Prozent hat die Leoni-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten zugelegt. Hauptgrund dafür ist eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung. Dabei lagen Umsatz und Gewinn nach sechs Monaten deutlich über den Erwartungen der Analysten und auch über den eigenen Prognosen. Daher hat das Management bereits Ende Juli seine Ziele nach oben revidiert. Mit Blick auf KGV und Dividenden-Rendite bleibt die Aktie weiter aussichtsreich.

In jüngster Zeit ist der Euro im Vergleich zum Dollar wieder etwas in die Knie gegangen. Die Gründe sind die Sezessionsbewegung in Katalonien und die Frage, ob der Chefposten (Nachfolge von Janet Yellen) der Fed mit einem Falken (strikte Geldpolitik) besetzt wird. Nun ist mit Jerome Powell allerdings von einer Taube (lockere Geldpolitik) die Rede. Charttechnisch hat sich im Euro-Dollar-Chart eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation herausgebildet.

Spannend ist auch, dass der DAX auch Geldpolitisches scheinbar mühelos wegsteckt. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, wird wohl bald auch strenger werden müssen. Die Geld-umsonst-Zeit geht damit zu Ende. Doch die Börse wird sich denken: So richtig hart wird es schon nicht werden und mit der Straffung ist doch auch eine Normalisierung verbunden. Krise endgültig vorbei. Reizvoll könnte in dieser Situation ein Stay-High-Optionsschein auf den DAX sein.

Eine der Gewinneraktien der vergangenen Tage (und Jahre) ist eindeutig Infineon. Das Papier des Chip-Herstellers liegt auf Jahressicht bereits 40 Prozent im Plus und befindet sich dabei in einem steilen Aufwärtstrend. Es hat dabei inzwischen das höchste Niveau seit dem Jahr 2002 erreicht. Fundamental sind sich Analysten nun uneinig, wie es weitergehen könnte mit dem Papier. So mancher beginnt zu zweifeln. Allerdings gab es ein weiteres Kurshoch, was den Aufwärtstrend bestätigt, wäre da nicht ein möglicher Shooting-Star.

Die Flugzeugturbinen surren es schon von den Dächern, dass der Großteil der insolventen Air Berlin an Lufthansa geht. Gläubigerausschuss und das Board of Directors der Berliner sind sich wohl einig, dass bis zu 81 Flugzeuge, Niki und noch einiger „Kleinkram“ zu den Frankfurter wandern werden. Die Position der Lufthansa in Europa ist damit gestärkt. Der Aktie, die schon seit Monaten an der Börse gefeiert wird, könnte das weiter guttun. Fundamental ist sie noch attraktiv bewertet und langfristig gab es ein technisches Long-Signal. Sehr renditenstark ist auch ein Bonus-Zertifikat als Alternative.

Das sieht richtig gut aus! Gemeint ist die (mögliche) September-Kerze im Chart der Aktie von Heidelberger Druckmaschinen. Endlich könnte das Hoch von Anfang 2014 bei 3,16 Euro überwunden werden. Ein jahrelanger Seitwärtstrend ginge damit zu Ende. Und der Ausbruch nach oben würde für weitere Kurssteigerungen sprechen.

Das ist wahrlich kein Umfeld für steigende Adidas-Kurse. Denn Dauerrivale Nike schwächelt gewaltig. Der US-Konzern musste mit den jüngsten Quartalszahlen einen heftigen Gewinneinbruch vermelden. Entsprechend schwach entwickelte sich die Nike-Aktie. Natürlich könnte der Anleger nun meinen: Wenn es Nike schlecht geht, dann trifft offensichtlich Adidas aktuell eher die Wünsche des Marktes. Wahrscheinlich ist aber eher, dass vor allem im US-Geschäft – nach vielen Jahren des Zuwachses – eine gewisse Sättigung eingetreten ist. Auch wenn die Adidas-Aktie derzeit fundamental nicht sonderlich attraktiv erscheinen mag, so ist doch ein Bonus-Zertifikat auf Adidas sehr reizvoll.

Und plötzlich geht das Licht aus. Gut, vielleicht flackert es auch nur ein wenig. Die Hella-Aktie – ein so schöner Aufwärtstrend. Seit Juli 2016 geht es in Wellen von gut 27 Euro nach oben. Zuletzt hatte das Papier im Hoch 53 und ein bisschen was erreicht. Jetzt wird es zeitweise dunkel nach den Quartalszahlen, die durchaus ansehnlich sind, aber nicht ganz den (hohen) Erwartungen des Markts entsprochen haben. Da kann die Börse äußerst zickig sein und rümpft sofort die Nase. Auftakt einer längeren Konsolidierung?

Die Europäer wollen den Chinesen Paroli bieten. Deswegen schließen sich die beiden Zug-Bauer Siemens und Alstom zusammen, um einen europäischen Champion zu formen. Das könnte in diesem Fall sogar gelingen. Die Voraussetzungen passen. Die Siemens-Aktie reagiert durchaus positiv, in einer ersten Reaktion. Sehr spannend sieht der langfristige Chart nach dem Pullback zur Ausbruchslinie aus. Als Alternative zur Aktie böte sich auch ein Bonus-Zertifikat an, mit einer satten Rendite.