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Rubrik: Börsenvisionen
Vor rund vier Monaten hatten wir zuletzt über GEA berichtet und auf den intakten Aufwärtstrend verweisen, der den Titel zunächst…
Erst vor rund zwei Wochen hatten wir sehr ausführlich die Probleme von Varta (A0TGJ5) beschrieben und sogar das Überleben des Batterieherstellers in Frage gestellt. Nun überraschte der Konzern mit einem Teilverkauf. So soll das komplette E-Auto-Batteriegeschäft an den Autobauer Porsche gehen. Als Folge springt die Varta-Aktie um rund 30 Prozent nach oben, ehe die Euphorie schnell nachließ. Wir erklären, warum dies tatsächlich nur ein kleiner Hoffnungsschimmer ist.
Vor wenigen Tagen deutete Vorstandschef Sebastian Schulte in einem Zeitungs-Interview an, dass er sich den Einstieg in das Rüstungsgeschäft durchaus vorstellen kann. Und schon sprang die Deutz-Aktie (630500) an die Sechs-Euro-Marke nach oben, wo allerdings dicke charttechnische Widerstände warten. Zum Wochenschluss meldete der Motorenbauer nun aber eine Übernahme in den USA, die Stromerzeugungsaggregate herstellt. Wir klären auf, warum auch dieser Deal im Zusammenhang mit der Zeitwende steht, die mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine gestartet wurde.
Mit Rüstungsaktien ist das immer so eine Sache: Werden sie an der Börse gefeiert, steht es meist nicht gut um den Frieden in der Welt, im schlimmsten Fall sterben Menschen, tausendfach, so wie jetzt auf den Schlachtfeldern der Ukraine. Sind diese Waffenschmieden per se zu verdammen, auch aus den Portfolios? Natürlich wäre ein Welt ohne Krieg und Konflikte eine bessere Welt, aber so ein Auenland scheint utopisch. Als probates Mittel gegen den Krieg hat sich im Kalten Krieg die Vorbereitung auf diesen erwiesen. Gerade fallen Rüstungsaktien an der Börsen, die Kurse von Renk, Hensoldt, Rheinmetall und anderen bewegen sich nach unten. Was die Börse damit sagen will und wie es weitergeht.
Das war ein gutes Timing: Rund eine Woche nach unserem Interview mit Vorstandschef Johannes Schmidt meldete Indus tatsächlich einen Zukauf in Großbritannien, nachdem der Firmenchef auf das gute Umfeld für Akquisitionen hinwies. Doch auch das erste Quartal lief ordentlich, weshalb der CEO auch den Ausblick bestätigte.
Schon seit dem Morgen des 27. Mai schwirren Hilferufe durchs Internet, dass viele User nicht telefonieren und über das Handynetz von United Internet (unter der 1&1 AG (554550)) nicht surfen können. Es geht dabei um Kunden, die der Konzern bereits auf sein eigenes, noch recht neues Netz (5G) aufgeschaltet hat. Diese waren vorher auf dem angemieteten O2-Netz (4G) unterwegs und mit der Leistung durchaus zufrieden. Die Auswirkungen für den Konzern dürften aber erheblich sein. Denn Gesetze und Vorschriften sehen Schadenersatzzahlungen vor. Noch schlimmer dürfte aber der Imageverlust sein. Daher sind Kursverluste für die United Internet-Aktie (508903) wesentlich wahrscheinlicher, als Kursgewinne.
Die Suche nach dem Jungbrunnen ist ein ewiger Menschheitstraum. Gut aussehen bis ins (hohe) Alter, wer will das nicht? Die M1 Kliniken haben aus diesem Wunsch ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Vor allem die 58 Fachzentren, 38 davon in Deutschland, des Med-Beauty- oder des Med-Spa-Bereichs entwickeln sich fantastisch und treiben die Aktie nach oben. Wie es weitergeht.
Augenfällig bei den Zahlen von Knaus Tabbert zum ersten Quartal 2024 ist der Rückgang des Auftragsbestand um 46,9 Prozent auf 621,0 Millionen Euro. Was zunächst wie ein Krisen-Symptom wirkt, ist das genaue Gegenteil davon. Lieferkettenproblem hatten den Auftragsbestand 2022 auf 1,3 und 2023 auf 1,2 Milliarden Euro getrieben. Die Folge waren Lieferzeiten von mehr als einem Jahr – mit entsprechend unzufriedenen Kunden. Die Lieferkettenprobleme wurden durch eine größere Anzahl von Zulieferen für die Fahrgestelle gelöst. Wie es mit der Aktie weitergeht.
In der Woche vor dem Weihnachtsfest hatten wir über Symrise zuletzt berichtet, nachdem die Aktie unter die 100-Euro-Marke gefallen war [HIER klicken]. Heute kostet das Papier nahezu exakt 100 Euro. Zwischenzeitlich waren es aber schon rund zehn Prozent mehr. Wir klären auf, warum es mit dem DAX-Wert zuletzt in Summe seitwärts ging.
Der Explosionsschutzspezialist R. Stahl hat, was den Geschäftsverlauf angeht, ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Umsatz und operativer Gewinn steigen deutlich. Beim Konzernergebnis steht allerdings nur eine schwarze Null, da eine Russland-Beteiligung komplett abgeschrieben wurde. Nach (sehr) schwierigen Jahren steigert R. Stahl den Umsatz 2023 um 20,5 Prozent auf 330,6 Millionen Euro. Wie es mit der Aktie weitergeht.
Hat die Tristesse bei der Aktie von Apontis Pharma ein (nachhaltiges) Ende? Die technischen Fakten sprechen zumindest dafür. Unterstützt wird dieser schubweise Anstieg von einem positiven Nachrichtenfluss. Ende März meldete das Pharma-Unternehmen für sogenannte Single-Pills (Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffkombinationen) einen Umsatz für 2023 von 37,0 Millionen Euro. Das lag doch etwas über der reduzierte Prognose von 36,1 Millionen Euro (zum Vergleich 2022: 55,7 Millionen Euro). Nun wurde ein Vertrag mit Novartis unterzeichnet. Wie es mit der Aktie weitergeht.
Als wir im vergangenen September über die Villeroy & Boch Vorzugsaktie (765723) berichteten, notierte das Papier im Bereich um 18 Euro. So ist es auch heute, allerdings ist die damals angekündigte Übernahme der belgischen Ideal Standard inzwischen abgeschlossen, womit der Konzern in eine neue Größenordnung aufgestiegen ist, die auch eine Höherbewertung rechtfertigt. Allerdings geht die Konjunkturschwäche auch an Villeroy & Boch nicht spurlos vorüber.
