Rubrik: Anlagen

Was wir in den vergangenen Jahren gelernt haben: Letztlich fällt der Euro gegenüber dem Dollar immer, auch wenn er sich nun schon seit 2015 in der Bandbreite grob zwischen 1,05 und 1,15 Dollar seitwärts bewegt. Hierbei könnte es sich übrigens um eine veritable Bodenbildung nach dem Rückgang von 1,60 Dollar (2008) handeln. Im Tageschart ist noch dazu so etwas wie ein umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation (siehe Chart unten) zu erkennen, die Euro-Optimisten noch viel Freude bereiten könnte.

Anfang März kostete die HeidelbergCement Aktie noch mehr als 91 Euro. Am heutigen Donnerstag notiert das Papier an der Börse in Stuttgart am Mittag bei 84,50 Euro. Doch warum ist das Papier in den vergangenen Wochen so stark zurückgekommen? Zunächst waren es klassische Gewinnmitnahmen, die den Wert einbremsten. Aber auch Befürchtungen, dass die milliardenschwere Italcementi-Übernahme aus dem dritten Quartal des Vorjahrs doch nicht so reibungslos verläuft, wie es zunächst den Anschein hatte. Vorsichtig war auch der Ausblick des Unternehmens. Wird das die Aktie weiter unter Druck bringen?

Es gibt Aktien, die kommen einfach nicht aus dem Quark, obwohl das Geschäftsmodell eigentlich klar ist und für steigende Kurse sprechen sollte. Dazu gehört zweifelsfrei das Papier von ProSiebenSat1. Denn der einstige Fernsehsender hat sich längst zu einem breit aufgestellten Online-Unternehmen mit angeschlossenen TV-Abteilung gewandelt. Nun hat die Deutsche Bank den Daumen für die Aktie gesenkt – dabei erscheinen die Kennzahlen des Papiers durchaus attraktiv.

Ende März gab es das schon einmal: Da erklärte ein Merrill Lynch-Analyst, dass die Lufthansa-Aktie viel zu teuer sei. Und schon rutschte der Wert damals rund zwei Prozent ab. Am vorösterlichen Donnerstag folgte nun wieder ein Rückschlag für die Aktie. Denn der Finanzinvestor Infinite Miles stieg wohl bei der Lufthansa aus, nachdem er im Herbst 2016 Aktien erwarb. Nach Agenturangaben sollen 11,2 Millionen Lufthansa-Aktien zu je 15,25 Euro im Markt umplatziert worden sein, was rund 2,5 Prozent des Grundkapitals entspricht. Hat der Finanzinvestor zu günstig verkauft?

Es ist ein Chart zum Verlieben. Der Kursverlauf der Evotec-Aktie seit einem Jahr (siehe unten). Es geht aufwärts, hach, die Notierungen schießen quasi nach oben. Im Frühjahr 2016 stand die Evotec-Aktie noch bei rund 3,00 Euro – jetzt sind es mehr als 10,00 Euro. Ist die Aktie heiß gelaufen? Drohen (kräftige) Rückschläge. Auf einer Investorenkonferenz in München gibt sich CEO Werner Lanthaler zuversichtlich, was das Unternehmen angeht. Sicherlich ist Evotec eines der spannendsten Biotech-Unternehmen auf dem deutschen Kurszettel.

Bei ADVA Optical Networking (ADVA) geht es um die ganz große digitale Zukunft: Clouds, 5G-Mobilfunkstandart, 4K und 8K Videoauflösung, das Internet der Dinge … All das sind die Wachstumstreiber für das Unternehmen, das Netzwerklösungen für Glasfaserverbindungen anbietet. Die Aktie hat sich aus einer längeren Konsolidierungsformation nach oben gelöst. Ist das Auftakt für mehr?

Für Unternehmer ist das eine (schwere) Gewissensfrage: „Soll ich mich von einem (großen) Kunden abhängig machen?“ Lehnt der Unternehmer ab, dann geht ihm vermutlich eine gewichtiger Umsatzbrocken verloren. Stimmt er zu, ist er auf Gedeih und Verderb von dem Kunden abhängig. Dialog Semiconductor hat sich für das Ja entschieden und macht aktuell (noch) wohl gut zwei Drittel seines Umsatzes mit dem iPhone-Giganten Apple. Noch, weil Apple dem Unternehmen wichtige Aufträge entziehen könnte. Die Aktie bricht ein. Was das für Anleger bedeutet.

Volkswagen (VW) steckt noch immer in einer Depression. Das wird allein daran deutlich, wenn Anleger die aktuelle Markkapitalisierung mit dem Eigenkapital vergleichen. An der Börse wird der Autokonzern mit 67,9 Milliarden Euro gehandelt. Das Eigenkapital (der Anteilseigner) lag Ende 2016 zugleich bei 92,7 Milliarden Euro. Die Börse billigt somit VW noch nicht einmal eine Bewertung in der Höhe des Eigenkapitals zu. Im Chart hat sich nun allerdings ein Hammer herausgebildet.

Nun hat Trump in Syrien bombardieren lassen. Als klassische Flucht-Anlage profitiert Gold davon. Die Aktie von Barrick Gold könnte der Entwicklung des Gold-Preises folgen – in der jüngsten Vergangenheit hat sie das meist, mit etwas Verzögerung, getan. Die Charttechnik lieferte bereits einige aussichtsreiche Hinweise.

Die düsteren Zeiten für den Automobilzulieferer Hella scheinen vorüber. Der Umsatz verbesserte sich im dritten Quartal um sechs Prozent und in den ersten neun Monaten nahm er um immerhin drei Prozent zu. Recht beeindruckend ist jedoch der Ergebnisanstieg: Hier steht ein Plus von 35 beziehungsweise 41 Prozent. Die Aktie ist in den vergangenen Monaten bereits kräftig angestiegen. Hat sie das Ergebnisplus damit schon vorweggenommen? Droht nun ein Rückschlag?

Auf und davon rennt die Siemens-Aktie in diesen Tagen. Das Papier der Münchner markierte heute an der Börse in Stuttgart bei 129,39 Euro ein neues Rekordhoch. Damit ist der Titel nun wieder teurer als zu Zeiten der New Economy-Hausse im Jahr 2000. Es hat also nur rund 17 Jahre gebraucht, ehe das neue Hoch Realität wurde. Die Aktie befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Wird sich dieser fortsetzen oder drohen Bewertungsprobleme. Ein Investmentlösung könnte ein Bonus-Zertifikat mit Teilschutz sein.

Die RWE-Aktie hat seit ihrem Dezember-Tief bei rund 11,00 Euro wieder ordentlich berappelt. Interessant: Im Dezember war viel von einem charttechnischen Todeskreuz die Rede. Das Verkaufssignal kam ziemlich exakt am Tiefpunkt. Nun könnte es zum Gegenteil des Todeskreuzes, zum sogenannten Goldenen Kreuz, kommen. Ein düsteres Omen für die Aktie?