Rubrik: Anlagen

Beim deutsch-südafrikanischen Möbelkonzern Steinhoff keimt neue Fantasie auf. Denn die Poco-Mutter will das Afrika-Geschäft vom Hauptkonzern abkoppeln und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Ohnehin ist Steinhoff längst ein regional sehr breit diversifizierter Konzern, der zu einem der größten Möbelhändler in Europa aufgestiegen ist und zu den Ikea-Jägern gehört. Und mit der Aufspaltung könnte das Unternehmen auch ihre Bekanntheit am Kapitalmarkt weiter erhöhen. Die Aktie könnte das beflügeln. Wer es defensiver mag, greift zu einem Bonus-Zertifikat.

Spannend könnte werden, was mit der Eon-Beteiligung Uniper wird. In diese Company hat Eon seine fossilen Kraftwerke und Atommeiler ausgegliedert, weil Eon nun auf Vertrieb und erneuerbare Energien macht – und mit der Verschrottung der Meiler nichts mehr zu tun haben möchte. An Uniper hält Eon derzeit noch 47 Prozent. Nun soll sich der finnische Energieversorger Fortum für Uniper interessieren. Die Eon-Aktie ist davon durchaus angetan. Kein Wunder, denn Uniper ist an der Börse inzwischen 6,4 Milliarden Euro wert und ein Verkauf würde Eon schönes Geld bringen. Überhaupt stimmt der Eon-Chart immer hoffnungsfroher.

Die Ergebnisse von Rocket Internet im ersten Quartal sind nicht berauschend. Das Unternehmen schreibt rote Zahlen. Immerhin sind die Cash-Reserven reichlich. Hier kann noch lange verbrannt werden, bis es brennt. Die Aktie befindet sich derzeit in einem Aufwärtstrend. Nun wartet ein Widerstand. Fundamental bleibt es eher undurchsichtig und somit eher Glaubenssache. Aber es gibt Alternativen zur Aktie.

Ups! War es das schon wieder? Es sah doch gerade wieder etwas freundlicher aus. Seit einem knappen Jahr bewegt sich die Aktie der Commerzbank wieder nach oben, unter Schwankungen, natürlich. Die Aktie befindet sich in einem Aufwärtstrend, auch wenn nach gewaltigen Dojis im Tageschart und im Wochenchart die Dynamik merklich nachgelassen hat. Zugenommen hat dagegen die Nervosität, auch wegen Italien. Und dann ist da noch eine Studie der Deutschen Bank. Was das für die Aktie heißt und wie Anleger mit Sicherheitspuffer investieren können.

Gute Nachrichten sind das nicht: In den USA sorgen nicht nur die Trump-Attacken in der BMW-Zentrale für Kopfschmerzen sondern auch eine neue Rückrufaktion. Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA fordert die Reparatur von 45.000 BMWs der der 7er-Reihe aus den Modelljahren 2005 bis 2008. Das Problem: Die Türen können sich während der Fahrt öffnen. Doch dies ist nur ein Teil der aktuellen Probleme. Das andere sorgt gar für einen teilweisen Produktionsstopp in mehreren Werken. Was das für die Aktie bedeutet. Und dann gibt es da noch eine interessante Rendite-Chance.

Der Autozulieferer Grammer muss sich damit herumschlagen, dass keiner etwas Genaues weiß wie es nach der Hauptversammlung weitergehen könnte. Dieses zusätzliche Risiko wird an der Börse aber natürlich mit einem Abschlag geahndet. Da verpuffen auch Sensationsergebnisse wie sie zum ersten Quartal veröffentlicht wurden. Der Aktie fehlt aktuell die Kraft für eine Aufwärtsbewegung, wie es scheint. Abschreiben sollten Anleger die Grammer-Aktie aber auch nicht.

Linde vermeldete am Mittwoch eine grundsätzliche Einigung bei dem möglichen Zusammenschluss unter Gleichen. Trotzdem ist die Fusion noch längst nicht in trockenen Tüchern. Denn die Arbeitnehmervertreter sind weiter gegen den Zusammenschluss. Zudem müssen auch noch einige Gremien der beiden Konzerne müssen zustimmen. Was bedeutet all das für die Aktie, die fundamental nicht sonderlich günstig ist? Charttechnisch befindet sich das Papier im Aufwärtstrend.

Die Automobil-Industrie müht sich derzeit um allerlei Probleme. Daimler auch. Da sind zum Beispiel die Absatzzahlen in den USA, die in den Konzernzentralen sicherlich so manches Stirnrunzeln verursachen. Kippt womöglich die Autokonjunktur in den Staaten? Und jetzt fand auch noch eine Razzia statt. Der Grund: mögliche Abgasmanipulationen. Daimler verneint das – selbstverständlich. Der Börse gefällt es dennoch nicht. Charttechnisch ist die Aktie angeschlagen, aber fundamental gut abgesichert. Die Lösung könnte ein Discount-Zertifikat sein, um eine „Zwischen-Dividende“ zu erzielen.

Der Mensch hat Hunger und da es immer mehr Menschen gibt und diese auch anspruchsvoller werden, hat die Welt ständig größeren Appetit. Das ist verkürzt das Geschäftsmodell von KWS Saat. Und diese läuft gut, so wie sich die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal des Saatgutproduzenten lesen. Der Umsatz klettert von 833 auf 905 Millionen Euro in den Quartalen eins bis drei. Der Jahresüberschuss verbessert sich um 33 Prozent auf 128,5 Millionen Euro. Die Aktie ist bereits stattlich bewertet. Werden die Erfolge des Unternehmens ausreichen sie auf Kurs zu halten?

Trotz der guten Ergebnisse gab die Südzucker-Aktie in den vergangenen Tagen weiter nach, nachdem es eigentlich seit Ende Februar schon abwärts geht. Vom damaligen Niveau oberhalb von 25 Euro fiel die Aktie im Tief in Stuttgart bis auf 18,75 Euro. Aktuell kostet die Aktie dort 19,25 Euro. Das Hauptproblem: Ende September läuft die EU-Zuckermarktordnung aus, die seit rund 50 Jahren Produktionsquoten und Mindestpreise für Zuckerrüben regulierte. Nun folgt ein freier Wettbewerb und niemand kann genau sagen, wo der Zuckerpreis hingeht. Charttechnisch droht nun ein Doppel-Top.

Am Wochenende unterlief Adidas ein Fehler. Denn wie das Sportportal Sportbuzzer bemerkte, können Kunden im Adidas-Online-Shop ein Trikot von Bayern München mit dem Namen von Marvin Plattenhardt und der Rückennummer 5 kaufen. Doch Plattenhardt steht noch bei Hertha BSC unter Vertrag. Die Frage ist nun, ob es wirklich der zitierte peinliche Schnitzer war und eine Information frühzeitig von Bayern München an seinen Miteigentümer Adidas gemeldet wurde oder ob es schlicht ein Fehler eines Mitarbeiters war. Wir gehen eher vom klassischen Fehler aus, denn die 5 auf dem Bayern-Rücken trägt sicher auch in der kommenden Saison Mats Hummels. Dumm nur Hertha BSC vom Konkurrenten Nike ausgerüstet wird. Was das für die Aktie bedeutet.

Um die Leerverkäufer bei Ströer ist es wieder deutlich ruhiger geworden. Das Muddy Water (trübe Wasser) scheint versickert. Dieser Leerverkäufer hatte im Frühjahr des vergangenen Jahres mächtig Terror bei dem Werbevermarkter gemacht. Der Hauptvorwurf an das Management lautete: das Geschäftsmodell laufe nicht. Das reichte, um den Kurs um 30 Prozent einbrechen zu lassen. Dieses Niveau hat dann Muddy Water wohl genutzt um seine Position glattzustellen. In den Leerverkäuferlisten taucht dieser Shortseller aktuell nicht mehr bei Ströer auf. Mission accomplished. Inzwischen notiert die Aktie ziemlich genau auf dem Niveau wie vor der Short-Attacke. Ob nun wieder im trüben gefischt werden soll? Zittrige können verkaufen. Die jüngst veröffentlichen Zahlen waren gut – und demnächst wird die Dividende ausgezahlt.