Rubrik: Aktien

Es ist wie bei einer sensationellen Party, von der noch Jahre später gesprochen wird, aber immer wieder auch unliebsame Reste auftauchen – und es sogar plötzlich an der Tür klingelt. Spätestens dann weiß man, es war verdammt gut, aber nun wird es teuer. „Herausfordernder“ als gedacht haben sich die Altlasten bei der Deutschen Bank erwiesen, gestand nun Deutsche Bank Co-Vorstandschef Anshu Jain ein. Ständig neue Skandale machen immer höhere Rückstellungen notwendig. Die Liste mutmaßlicher Tricksereien aus den wilden Zeiten des Investmentbankings ist nach wie vor zu lang: Zinsmanipulationen (Libor), Schiebereien am Goldmarkt, Preisverzerrungen an den Devisenmärkten undurchsichtige Geschäfte am US-Immobilienmarkt, Dark Pools …

Die Rechtsstreitigkeiten haben die Bank im dritten Quartal allein 894 Millionen Euro gekostet. Das ist zwar 270 Millionen Euro weniger als im Vorjahresquartal, aber doch sehr beachtlich. Für das Investmentbanking hat die Bank nun eine Summe von 3.285 Millionen Euro zurückgestellt. Das drückt auf das Ergebnis.

Es bleibt dabei. Twitter ist bislang noch kein echtes Massenphänomen, eher ist es ein Nachrichtenkanal für Freunde von Aphorismen. Die Botschaften, die Tweets, müssen immer mit 140 Zeichen zu transportieren sein. Hilfreich ist dabei die Fähigkeit treffsicher formulieren zu können. Im dritten Quartal 2014 konnten sich dafür 284 Millionen (monatlich aktive) User begeistern. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Immerhin, aber Twitter wächst damit zu langsam und vor allem flacht sich das Wachstum ab. Im vierten Quartal 2012 nahm die Zahl der MAUs noch um 59 Prozent auf 185 Millionen zu und im vierten Quartal 2013 war es ein Plus von 30 Prozent auf 241 Millionen. Nun also plus 23 Prozent. Wobei das Unternehmen sagt, dass es nicht allein auf die User ankommt, da Tweets von überall im Web eingesehen werden können, die Zahl der Twitter-User somit deutlich höher läge. Ein Benchmark bleiben dennoch die rund 1 Milliarde User von Facebook.

Es gab auch schon andere Zeiten bei Daimler. Die Autos so na ja und die Geschäfte so lala. So war das Unternehmen für Autoliebhaber und Aktionäre gleichermaßen eine Herausforderung. 2008 betrug die Dividende nur 60 Cent. 2009 fiel sie ganz aus. Danach ging es allerdings wieder aufwärts. 2013 schüttete der Konzern an seine Aktionäre 35 Prozent seines Gewinns aus, was einer Dividende von 2,25 Euro entsprach. Deutlich ansehnlicher wurden auch die Modellreihen – und was gut aussieht, verkauft sich in aller Regel auch gut. So lag der Absatz im dritten Quartal um 7 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz kletterte dadurch um 10 Prozent.

Besonders erfreulich ist, dass Daimler dabei offenbar auch seine Kosten im Griff hat. Das Vorsteuerergebnis (Ebit) legte im dritten Quartal um satte 67 Prozent zu und das Konzernergebnis immerhin noch um 49 Prozent.

Den Code knacken. “As we cracked the code and the complexity of our markets“, als das Rätsel der Märkte entschlüsselt war,“ genossen wir höhere Margen, höhere Marktanteile und bessere Netzwerkeffekte“. Es ist das erste Gebot von Oliver Samwer, einer der drei Gründerbrüder von Rocket Internet, im Erfolgsevangelium der Industrialisierung des Internets.

Die Frage ist, schafft Twitter den Wandel von der intellektuell angehauchte Micoblogging-Plattform mit seinen geistreichen 140-Zeichen-Aphorismen zum gängigen Massenphänomen (wie…

Rund 14 Jahre hat sich die Aktie von Microsoft, mit vielen Aufs und Abs, seitwärts bewegt. Nun hat der der…