Autor: Thomas Schumm

Ein typischer Fall für den Freudenstadel. Intershop. Die Aktie legt heute gut 10 Prozent zu. Kürzlich gab es noch eine Gewinn- und Umsatzwarnungen. Warum? Die Quelle in Fürth ist versiegt. Sie war ein Großkunde von Intershop. Doch jetzt. Ein neuer Großkunde(?) Es ist von einem  „großen weltweit agierenden Technologieunternehmen“ die Rede und das Auftragsvolumen bewege sich „im mittleren siebenstelligen Euro-Bereich“. Rund 5 Millionen Euro Umsatzplus!? Angesichts der erreichten knapp 21 Millionen im ersten Halbjahr ist das eine ganze Menge. Flux wurde die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wieder auf 30 Millionen Euro angehoben. Es werde ein positives Gesamtjahresergebnis erwartet. Mal sehen,…

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Nachdenkliches gibt dieser vorweihnachtlicher Tage Allianz-Chef Michael Diekmann uns mit ins neue Jahr. Hat die Welt etwas gelernt, wird er von der Süddeutschen gefragt. Diekmann: „Wissen Sie, warum sich nichts geändert hat? Es ist sehr viel billiges Geld dort draußen. Die Investoren können dadurch höhere Risiken eingehen.“ Und jetzt kommt’s: „Wir finanzieren gerade die nächste Finanzblase. Die Banken sollten mehr Risiken im Kundengeschäft eingehen, anstatt mit dem billigen Geld Eigenhandel zu betreiben, der letzten Endes keinen Wert schafft.“ Ich frage mich nun noch: Wer ist wir? Ich befürchte, dass damit wir Steuerzahler gemeint sein könnten.

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Nur so eine Frage: Was lassen Scheichs eigentlich runter, wenn sie pleite sind? Hosen? Den Kaftan? Plötzlich sind die Emiraties aus Dubai klamm. Oh Wunder, oh Wunder. Etwa zu viel auf Sand gebaut …? Oder die Steigerung: Zu viel auf Sand und Wasser gebaut? Jetzt muss ich Herr Zwegat Geschichten aus dem einstigen Übermorgenland anhören.

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Schäuble tut es. Trichet tut es. Die Bundesbank tut es. All waren sie. Schäuble warnt: „Das Finanzsystem ist nach wie vor anfällig, die Unsicherheit unter den Marktteilnehmern weiterhin groß, und die Probleme im Bankensektor sind nicht gelöst. Es ist zu früh für eine Entwarnung.“ Und die Banken warnt er: „Nur sollte niemand auf Zeit spielen in der Hoffnung, schärfere Regeln würden gar nicht mehr kommen. Sie werden kommen.“ Trichet warnt: „Unsere Demokratien werden eine so umfangreiche Unterstützung des Finanzsektors mit dem Geld des Steuerzahlers nicht zweimal akzeptieren. Und unsere 330 Millionen Bürger in der Euro-Zone werden sicher keinen Rückfall in…

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Es sind doch wieder die Exporte, die uns retten werden, so glaubt jedenfalls die OECD. Die Exporte sollen 2010 um 7,2 Prozent wachsen, nach einem geschätzten Rückgang von 14,4 Prozent in diesem Jahr. 2011 sollen die Ausfuhren nochmal um 8,1 Prozent zulegen. Der Konsum bleibt dagegen flau. Er wird 2010 wohl nur um 0,4 Prozent zulegen. Überhaupt ist der Anstieg nur den Konjunkturpaketen geschuldet. Dämpfend wirkt sich die zu erwartende höhere Arbeitslosigkeit aus. Die OECD geht von einer Quote von 9,2 Prozent aus, nach 7,6 Prozent (ILO-Standard) in diesem Jahr. Insgesamt heißt das: Die Wirtschafts könnte laut OECD im kommenden…

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Die Unternehmensergebnisse in den USA im 3. Quartal sind eine echte Überraschung. Nach offiziellen Angaben haben die tatsächlichen Quartals-Zahlen die Analysten-Prognosen noch zu keinem Zeitpunkt zuvor in derart fulminanter Weise übertroffen (siehe Grafik). Wirken hier nur die Konjunkturpakete oder ist es der beginn eines echten Zykluses (Lager auffüllen, Investionen, selbsttragender Aufschwung)? Im zweiten Fall würde das klar für den Aktienmarkt sprechen. Über den Erwartungen S&P 500 Unternehmen, die besser als der Analysten-Consensus meldeten Umfrage zum Thema [poll id=“4″]

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Die blonde (gibt es eigentlich eine weibliche Form von Guru?), okay, Augurin (geht das?)  Meredith Whitney hat sich den Flug der Kurse in den vergangenen Wochen und Monaten genau angesehen und ist zu dem Schluss gekommen: so geht es nicht weiter. Alles sei nur von einem Übermaß an Liquidität getrieben. Banken seien zu teuer. Es drohe eine Double-Dip-Recession. Hier in Wort und Bild

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Nachdem kürzlich die Notenbanker der Welt ihre Sitzungen abgehalten hatten, war klar: Von der begonnenen Politik der Reflationierung* werden sie kein Jota abweichen. Sie wollen die Weltwirtschaft und ihr Finanzsystem durch billiges Geld retten – Spekulationsblasenrisiko hin oder her. Es wird zur Not zusätzliches Geld in den Kreislauf gepumpt und dafür auch die Verschuldung weiter gesteigert. Gut für den Goldpreis. Er steigt. Gold wird von vielen inzwischen als Versicherung gegen ein Scheitern des großen Notenbank-Experiments angesehen. Besonders Indern und Chinesen wird es anscheinend mulmig. Sie kaufen Gold, was der Markt hergibt. Jüngste Beispiel: Indien erwirbt die Hälfte der zum Verkauf…

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Wenn etwas nichts kostet, ist es auch nichts wert. So hieß es früher einmal. Der Dollar kostet zurzeit nichts (oder fast nichts). Also nicht der Dollar selbst, sondern sozusagen Geld in Dollar. Ein Hedgefonds oder eine Bank können sich bei der amerikanischen Notenbank (Fed) dieser Tage Geld (Kredite) für umsonst (Nullzinsen) besorgen. Das ist schön, hilft es doch die kränkelnden Banken wieder aufzupäppeln (obwohl in den USA noch immer reichlich viele geschlossen werden). Aber offenbar wird das billige Dollar-Geld auch anderweitig verwendet. Zum Spekulieren beispielsweise. Carry Trades sagen die Fachleute dazu. Man nimmt also das Dollar-Geld hier (umsonst) und trägt …

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Was doch 20 Milliarden Dollar in einem menschlichen Gehirn anrichten können. Lloyd Blankfein, Chef der US-Großbank Goldman Sachs, sieht sich im Auftrag des Herrn unterwegs. Er verrichte mit dem Geldhaus Goldman Sachs „Gottes Werk“. So muss man das also sehen. Damit wird einiges klarer. Auch die Sache mit der Kollekte für die Banken als es diesen besonders schlecht ging. Wenn es um „Gottes Werk“ geht, dann spenden wir doch gerne, oder? Aber wenigstens ein „Vergelt’s Gott“ hätten wir hören wollen. – Jedoch? – Nichts. Undank ist wohl der Welten Lohn. Wenigstens geht des Herrn Blankfein und seinen Kollegen wieder gut.…

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Gleich mal zu den Fakten: Das Produzierende Gewerbe stellte in dem Zeitraum von Juli bis September 3,5 Prozent mehr Güter her. Im September lag das Plus allein bei 2,7 Prozent. Eine positive Überraschung. Volkswirte hatten nur ein Plus von 2 Prozent vorausgesagt. Auch bei den Exporten läuft es wieder besser. Die Ausfuhren stiegen im September um 3,8 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der Rückschlag vom August ist damit wieder wettgemacht worden. Zugleich ist es einer der stärksten Anstiege in den zurückliegenden Jahren. Feierlaune auch beim DAX. Er klettert um rund 2,4 Prozent. Ergo: 1. Die Exporte steigen. Das ist sehr wichtig…

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Die Arbeitslosenzahlen in den USA schnellen erstmals seit den frühen 1980er-Jahren wieder über die Marke von zehn Prozent. Was haben wir in den vergangenen Jahren nicht alles von unseren Politikern und Fachleuten gehört: Wir müssen es nur so machen wie die USA uns schwuppdiwupp hätten wir schon keine Arbeitslosen mehr. Alles Zwänge müssen weg, dann wären auch schon bald die Arbeitslosen weg. Die Lobpreisungen des amerikanischen Systems klingen uns noch heute in den Ohren. Und heute: Die Politik schimpft über die USA als das hässliche Gesicht des Turbokapitalismus, seit die USA GM verstaatlicht (ja, ja)  und die deutschen Politiker mit…

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