Erst seit Februar 2024 ist die Renk-Aktie (RENK73) an der Börse notiert. Seit dieser Zeit erlebt der Kurs des Papiers ein heftiges Auf und Ab. Zuletzt stand aber vor allem das Ab im Vordergrund. Denn vom Rekordhoch bei 90,34 Euro, welches nahezu exakt vor einem Jahr markiert worden war, ging es inzwischen bis unter die 40-Euro-Marke zurück. Wir klären auf.
Genau am 3. Oktober 2025, also ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit, markierte die Renk-Aktie ihr bisheriges Rekordhoch. Anschließend kannte der Titel, der zu einem Ausgabepreis von 15,00 Euro ausgegeben worden war, nur den Weg nach unten. Dies überrascht: Denn das Unternehmen gehört mit seiner Antriebstechnik, die in militärischen Kettengeräten wie Kampfpanzern und Infanteriefahrzeugen zum Einsatz kommen, zu den klassischen Rüstungswerten des deutschen Kurszettels. Und diese Titel sollten eigentlich in den geopolitisch extrem unsicheren Zeiten gefragt sein.
Doch die Augsburger konnten operativ zuletzt nicht überzeugen, weshalb die Analysten dem Konzern etwas skeptischer gegenüberstehen. Bestes Beispiel ist Analyst David Perry von der US-Bank JP Morgan. Er befürchtet, dass das operative Ergebnis im dritten Quartal enttäuschen könnte. Im Industriegeschäft befürchtet er schwache Zahlen. Daher senkte er sein Kursziel von 75,00 auf 62,00 Euro. Sein Urteil lautet aber weiter overweight, was mit Blick auf die Differenz zwischen Kursziel und aktuellem Kurs keine Überraschung ist.
Bis zu den Quartalszahlen müssen sich Anleger allerdings noch mehr als ein Monat gedulden, denn deren Veröffentlichung ist erst für den 5. November angekündigt. Allerdings findet am 21. Oktober ein sogenannter Pre-Close Call statt, der wohl schon Zwischenergebnisse oder vorläufige Zahlen liefern wird.
Charttechnisch ist die Situation weiter negativ zu interpretieren, denn der Abwärtstrend ist intakt und keine Bodenbildung ist erkennbar. Fundamental deutet ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 (auf Basis der Schätzungen für 2027) allerdings an, dass die Abwärtsbewegung irgendwann enden muss. Denn der Wert ist mit Blick auf diese Kennzahl im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Hinzu kommt eine Dividenden-Rendite von immerhin einem Prozent, die Anleger allerdings auch nicht zum Kauf lockt.
Da wir den Wert langfristig als aussichtsreich einstufen, speziell auch mit Blick auf die Rüstungsindustrie, empfehlen wir einen Einstiegsversuch via Discount-Zertifikat. Unser Favorit ist ein Discounter (FD5422) mit Bewertungstag am 18.Jjuni 2027 und Cap bei 35,00 Euro. Liegt die Renk-Aktie dann unter der 35-Euro-Marke, tilgt der Emittent via Lieferung der Aktie. Der Einstandskurs liegt in diesem Fall bei 30,66 Euro, was einem Rabatt von knapp 20 Prozent entspricht. Geht der Basiswert über dem Cap-Niveau durchs Ziel, erhalten Anleger 35,00 Euro in Cash. Auf Basis des aktuellen Zertifikatepreises von 30,66 Euro ergibt sich eine attraktive Maximalrendite von 14,0 Prozent oder 19,1% p. a., was für den dann entgangenen Aktienkauf mehr als entschädigt.
Das im September 2024 [HIER klicken] und im Januar 2025 [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (SY2AUV) mit Cap bei 20,00 Euro und Bewertungstag am 20. Juni 2025 wurde zum Maximalbetrag getilgt. Anleger erzielten damit einem Gewinn von mindestens acht Prozent.
Renk-Aktie (Tageschart): intakter Abwärtstrend



