Die auf den ersten Blick enttäuschenden Quartalszahlen der Hornbach Holding sorgen bei der Aktie im frühen Handel des heutigen Dienstags für deutlichere Kursverluste. Damit rutschte der SDAX-Titel wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Euro. Schon bei 90 Euro erkennen wir aber eine stabile charttechnische Unterstützung.
Bei der Hornbach Holding stiegen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (ungewöhnlicherweise per Ende Februar) um drei Prozent auf 1,69 Milliarden Euro. Davon entfielen knapp 1,6 Milliarden Euro auf den Teilkonzern Baumarkt AG, der das operative Geschäft der Baumärkte vereint. Beim operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging es allerdings um 8,1 Prozent auf 110,1 Millionen Euro nach unten.
Dies war etwas weniger, als die Marktteilnehmer im Vorfeld erwartet hatten. Die Hauptschuld daran tragen die steigenden Personalkosten, die das Ergebnis belastet hatten. Hier wirken sich neben den inflationsbedingten Gehaltssteigerungen auch ein erhöhter Personalstand entsprechend aus, der aufgrund von Neueröffnungen aber zwingend notwendig war.
Die Hornbach Holding-Aktie (608340), die wir zuletzt [HIER klicken] im Juni bei Kursen um 91 Euro zum Kauf empfohlen hatten, war im Sommer bis auf ein Zwischenhoch bei 108,40 Euro geklettert, ehe Gewinnmitnahmen einsetzen. Am heutigen Dienstag verlor der Titel im frühen Handel rund sechs Prozent und rutschte damit unter die 100-Euro-Marke ab.
Charttechnisch befindet sich aber im Bereich um 90 Euro eine stabile Unterstützung, die aus mehreren Trendumkehren der vergangenen Jahre entstand.
Daher können Langfristanleger schwache Tage weiter zum Positionsaufbau nutzen, denn fundamental ist der Titel mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn und einer Dividenden-Rendite von 2,5 Prozent attraktiv bewertet.
Das bereits Ende Dezember 2024 [HIER klicken] vorgestellte Discount-Zertifikat (MJ3UAE) mit Cap bei 70 Euro und Laufzeit bis September 2025 wurde vor wenigen Tagen zum Maximalbetrag getilgt. Wer damals zugriff, erzielte einen Gewinn von 10,6 Prozent. Neue Discounter stellen wir jedoch nicht vor, da die Konditionen der aktuell kaufbaren Produkte uns nicht überzeugen und zudem bei einem Aktienkurs unter dem Cap-Niveau stets mit einem Barausgleich abgerechnet wird, der den Aktienbezug nicht möglich macht.
Hornbach Holding-Aktie (Tageschart): bei 90 Euro gut unterstützt



