Wie geht es weiter mit der deutschen Autoindustrie? Stehen wieder bessere Zeiten an? In den vergangenen Jahren mussten die Autobauer viel in Elektro-Mobilität investieren, quasi wurde neben dem jeweils bestehen Auto-Konzern noch ein zweiter für E-Autos aufgebaut. Das hat viel Geld gekostet und den Cash-flow gedrückt. Gut möglich, dass sich diese Investitionen nun beginnen auszuzahlen, zumal bei BMW, die schon früh mit E-Autos begonnen haben (i3) und im Bereich des autonomen Fahrens führend sind.
Immerhin hat es die BMW-Aktie geschafft in diesem Jahr ein (deutliches) Kursplus zu verbuchen und sich in einer Aufwärtsbewegung zu befinden, auch wenn die Hochs aus 2023 und 2024 noch nicht wieder erreicht sind. Letztlich notiert das Papier nicht deutlich höher wie schon einmal vor gut zehn Jahren und der Konzern wird von der Börse gerade mal mit 56 Milliarden Euro bewertet. Zum Vergleich, bei Tesla sind es 1.343 Milliarden Euro.
BMW kam dabei in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2025 auf einen Konzernüberschuss von 5,7 Milliarden Euro bei einer Ebit-Konzern-Marge von 8,1 Prozent und einer Ebit-Marge im Autobereich von 5,9 Prozent. Der Konzernumsatz lag bei 100 Millionen Euro in dieser Zeit und der freie Cash-flow bei 2,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Tesla kam im dritten Quartal auf einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro.
In der Bilanz findet sich ein Eigenkapital von 95,4 Milliarden Euro und ein Kassenbestand von 19,3 Milliarden Euro, bei Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 107,7 Milliarden Euro.
Das sind solide Kennzahlen und auch wenn das Geschäftsumfeld für die Autobauer schwierig bleiben dürfte (EU-Regulierung und China), so hat die Börse doch bei BMW schon zahlreiche Risiken eingepreist. Die Marge bei BMW könnte wieder steigen, wenn sich die Investitionen auszuzahlen beginnen.
Schön für die Aktionäre: Im kommenden Jahr (2026) könnte nach der Hauptversammlung am 13. Mai eine Dividende von rund vier Euro je Vorzugsaktie ausgeschüttet werden. Das entspräche derzeit einer Dividenden–Rendite von ordentlichen 4,4 Prozent.
BMW-Aktie (Vorzüge, Wochenchart): Aufwärtsbewegung



