Die Aktie der Deutschen Bank schiebt sich an die Marke von 30 Euro heran, im Mai 2020 waren es noch gut fünf Euro gewesen. Über die Jahre, seit 2016, hatte sich eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation (Wendeformation) herausgebildet (siehe auch Wochenchart unten). Mit dem Bruch der Nackenlinie (2024) ging es recht stetig nach oben.
Unterstützt wurde diese Entwicklung jüngst durch ein recht solides Ergebnis im zweiten Quartal: Das Konzernergebnis (den Aktionären zurechenbar) verbesserte sich von minus 143 Millionen Euro (belastet durch die Postbank-Prozess-Rückstellungen) auf 1.485 Millionen Euro. Vor Steuern ging es von 411 auf 2.421 Millionen Euro aufwärts. Die Börse hatte mit weniger gerechnet, entsprechend positiv fiel die Kursreaktion aus.
Auf dem Weg aus dem Kurstal hat die Deutsche Bank-Aktie schon einige massiven Hürden gemeistert [siehe auch Plusvisionen HIER], wie die Barrieren bei 15 oder bei 20 Euro. Nun taucht sie erneut in eine breite und robuste Widerstandszone bei 30 Euro ein. Hier hat sich das Papier im Prinzip von 2009 bis 2015 bewegt, ehe der zweit und dritte (große) Abwärtsschub erfolgte.
Kann auch hier ein Durchbruch gelingen? Das Aufwärtspotenzial der Umkehrformation dürfte noch nicht „aufgebraucht“ sein und die Dynamik / das Momentum der Aktie ist derzeit gut. Allerdings dürften einige Anleger, die damals eingestiegen sind, nun froh sein, ihre Einstiegskurse wieder zu sehen und verkaufen, was das Überschreiten der Zone holpriger gestalten sollte.
Grundsätzlich aber ist der Trend, nach sehr langer Baisse (von 2007 bis 2020), nach oben gerichtet – und wie heißt es so schön: The Trend is your Friend.
Fundamental ist die Deutsche Bank sicherlich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter zehn nicht überbewertet. Wobei dies und eine Dividenden-Rendite von rund 3,5 Prozent nach wie vor auch Ausdruck der Skepsis hinsichtlich des Bankhauses sind, was Konjunkturrisiken oder interne Risiken betrifft. Aber gerade diese Skepsis – Wall of Worry – könnte die Aktie mittel- bis langfristig nach oben tragen.
Deutsche Bank-Aktie (Wochenchart): neue Widerstandszone voraus



