Tesvolt

Tesvolt // Internationaler Pionier bei Energiespeicherung

Von • 29. April 2021 • ServiceComments (0)1022

Die Lutherstadt Wittenberg gilt als Wiege der kirchlichen Reformation – womöglich wird sie international demnächst auch als einer der Ausgangsorte der globalen Energiewende von sich reden machen. In dem beschaulichen Städtchen in Sachsen-Anhalt hat nämlich der Energiespeicher-Pionier Tesvolt seinen Firmensitz. Heimlich, still und leise weist das Unternehmen bereits seit Jahren globale Giganten wie Tesla (A1CX3T), BYD (A0M4W9) oder auch Varta (A0TGJ5) in die Schranken.

Tesvolt, gegründet im Jahr 2014, ist spezialisiert auf Energiespeicherlösungen für Industrie und Gewerbe und zwar international. Das Unternehmen kommt immer dann ins Spiel, wenn beispielsweise Energie aus Wind oder Sonne bis zum späteren Einsatz zwischengespeichert werden muss, eine Absicherung der bestehenden Energieversorgung erforderlich ist (früher das Diesel-Notstrom-Aggregat) oder sonst gar keine Energiequelle zur Verfügung steht.

Von Australien über Asien bis nach Europa und Amerika reichen die Referenzen aus insgesamt schon mehr als 1.500 Anwendungen. Dabei setzen norwegische Fischfarmer ebenso auf Tesvolt wie ein weltbekannter Getränkekonzern, der größte europäische Ladepark für Elektrofahrzeuge oder Minengesellschaften. Der Marktanteil reicht entsprechend teilweise bis an die 50-Prozent-Marke. Das Erfolgsgeheimnis ist die eigene, patentgeschützte Technologie zum Management der einzelnen Batterien einer Speicherlösung.

Langlebiger, effizienter, kostengünstiger lauten dabei die Schlagworte, mit denen Tesvolt punktet. Mit 30 Jahren halten die Systeme doppelt so lange wie im Marktdurchschnitt der großen Wettbewerber, die Effizienz liegt auch noch mal deutlich höher als bei jenen und der Stromverbrauch beträgt im Standby-Modus nur ein Zehntel. Kein Wunder also, dass die junge Gesellschaft den günstigsten Gesamtpreis, bezogen auf die Speicherung einer Kilowattstunde Strom, anbieten kann.

In internen Dokumenten beziffert Tesvolt seinen globalen Zielmarkt auf 50 Milliarden Euro. Nach Expertenschätzungen wächst der relevante Markt für Energiespeicher in der Industrie bis 2030 mit 28 Prozent – pro Jahr wohlgemerkt. Die Gründer Daniel Hannemann und Simon Schandert haben den Anspruch, Speicher für grünen Strom aus Wittenberg in die Welt zu liefern und damit die globale Energiewende voranzutreiben.

Das hat neben zahlreichen nationalen und internationalen Preisen – z. B. dem Deutschen Gründerpreis – auch namhafte Investoren an Bord geholt: Fonds des Landes Sachsen-Anhalt, den europäischen Förderfonds für regionale Entwicklung und hochkarätige Unternehmerfamilien aus dem Photovoltaikumfeld. Eine gute Basis bildet dies für künftiges Wachstum, wobei dem Vernehmen nach die weitere Internationalisierung und neue Geschäftsfelder gleichermaßen auf der Agenda stehen.

Aber während Tesla, BYD & Co. an der Börse Anleger mit zwei- oder gar ganz deutlich dreistelligen Milliarden US-Dollar-Bewertungen bei Laune halten, ist Tesvolt nur eine GmbH in privater Hand. Und trotzdem dürfte man im kalifornischen Palo Alto oder im chinesischen Shenzhen inzwischen längst wissen, wo Wittenberg in Germany liegt.

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Bildquelle: Tesvolt

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