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Varta-Aktie // Gescheiterte Short-Spekulationen aber Wachstumssorgen

Von • 29. Januar 2021 • Anlagevisionen, Feature, Zertifikate_ProdukteComments (0)4238

In den vergangenen Handelswochen zog die Varta-Aktie (A0TGJ5) massiv an, bis auf ein neues Rekordhoch bei 181,13 Euro, ehe Gewinnmitnahmen einsetzen und der Titel auf rund 166 Euro am frühen Freitag zurücksetzte. Dabei trieben den Kurs nicht operative Erfolge auf das Rekordniveau, sondern ein Short-Seller, der wohl seine Leerverkaufspositionen eindeckte und damit zumindest deutlich reduzierte oder komplett auflöste.

Die Rede ist vom Hedgefonds Melvin Capital, der vor allem in den USA gerade mächtig unter Druck steht. Denn beim aktuellen US-Highflyer Gamestop, einer US-Videospielkette, lag Melvin Capital mit ihren Shorts ebenfalls falsch. Dies führte dazu, dass die Geldgeber des in Schieflage geratenen Hedgefonds sogar rund 2,75 Milliarden Dollar nachschießen mussten.

Operativ kann Varta allerdings nicht mehr zu 100 Prozent überzeugen. Denn vor allem im Microbatteriebereich weht ein härterer Gegenwind, nachdem auch Samsung und LG in die Produktion einzusteigen wollen. Damit sollen dann vor allem die selbstproduzierten kabellosen Kopfhörer und andere mobile Endgeräte, die entsprechende Batterien benötigen, ausgestattet werden.

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Sollte die Produktion schnell starten, könnte dies für Varta einen herben Dämpfer geben, da der deutsche Konzern dort aktuell der Lieferant ist. Und auch aus fundamentaler Sicht ist der Wert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis kein Schnäppchen – allerdings nur, wenn das rasante Wachstum des Konzerns nicht weitergeht. Denn dies war vor dem Short-Squeeze der eigentliche Kurstreiber. Direktinvestments sind daher aktuell nur echten Langfristanlegern zu raten, die darauf setzen, dass Varta seinen durchaus vorhandenen technologischen Vorsprung behaupten kann.

Die hohe Volatilität der Aktie sorgt auch bei Bonus-Zertifikaten mit Cap für gute Konditionen. Dies zeigt ein entsprechendes Papier (SD14JE) mit Laufzeit bis zum 18. Juni 2021. Es bringt eine Maximalrendite von 8,2 Prozent (20,6 Prozent p. a.), wenn die Aktie bis zum Laufzeitende stets über 70 Euro verweilt. Dies entspricht einem durchaus komfortablen Puffer von aktuell rund 56 Prozent. Anders ausgedrückt: Verliert die Varta-Aktie nicht deutlich mehr als die Hälfte ihres aktuellen Wertes, erzielt der Anleger in 140 Tagen einen schönen Gewinn.

Varta-Aktie (Tageschart): Spielball von Spekulanten

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Bildquelle: Varta

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